Rasen


Wer sich seinen Wunsch nach einem sattgrünen, dichten Rasen erfüllen will, muß zu allererst für zwei Voraussetzungen sorgen: viel Licht und eine gute Bodenvorbereitung. Der Rasen zählt aber, auch wenn er einmal gut durchwurzelt ist, im Gegensatz zur"Wiese" zu den anspruchsvollen Gartenpflanzen und braucht, soll er schön und gesund bleiben, eine aufwendige Pflege, die sich kurz in 3 Worten angeben läßt: Mähen, Düngen und Bewässern.

Weiche Schäden können auftreten

Moos im Rasen:




Oft wird von Gartenbesitzern fälschlicherweise angenommen, daß das Auftreten von Moos im Rasen auf einen Kalkmangel im Boden zurückzuführen ist. Tatsächlich weist das Auftauchen von Moosflächen immer auf mangelnde Pflege hin und hat folgende 3 Ursachen:

  1. Nährstoffunterversorgung: der Rasen hat nicht mehr genug Nährstoffe für ein gesundes Wachstum zur Verfügung, während das Moos, das viel genügsamer ist, noch gut wächst.
  2. Der Boden leidet unter Verdichtung und Staunässe.
  3. Die Rasenfläche liegt im Schatten und erhält zuwenig Licht, oder in extrem heißer, trockener Lage. Aus diesen 3 Ursachen leiten sich auch schon die Behebungsmöglichkeiten ab: Nährstoffunterversorgung kann durch entsprechende Düngung, Bodenverdichtung und Staunässe durch Bodenbelüftung (Verticutieren), und Bodenlockerung behoben werden. Bei einer ungünstigen Lage hingegen bleibt als Lösung meist nur, an den entsprechenden Stellen auf Rasen zu verzichten und geeignetere Pflanzen (Bodendecker) zu verwenden.
Unkraut im Rasen:
Welches Maß an Unkräutern man im Rasen zuläßt, ist erstens individuelle Ansichtsache, und zweitens vom gewünschten Aussehen des Rasens abhängig. Tatsache ist, daß Wurzelunkräuter im Rasen zu Recht gefürchtet sind, da sie sehr hartnäckig und schwierig zu entfernen sind. Die erste Möglichkeit ist das manuelle Ausreißen, dabei muß unbedingt die ganze Wurzel herausgerissen werden. Und auch hier gilt: durch regelmäßige Pflege (Schnitt, Bewässerung, Düngung) schafft man sich die beste Ausgangsposition. Ein extrem kurzer Schnitt ist aber nicht zu empfehlen, da die Sonne dann ungehindert auf den Boden brennen kann, und die feinen Untergräser des Rasens verdorren und absterben.
Produktinfo:
RASENFREUND Banvel M
Flüssiges Herbizid gegen Rasenunkräuter wie Klee, Löwenzahn, Wegerich, Erdrauch, Ampfer, Ehrenpreis, Gundelrebe, Brunelle, Hornkraut, Hahnenfuß, Kamille, Knöterich, Vogelmiere u.a. Greift den Rasen nicht an.
Hexenringe: So wird das kreisförmige Auftreten von Pilzen im Rasen bezeichnet, die einen Stoff ausscheiden, der den Rasen absterben läßt. Treten diese Hexenringe trotz regelmäßiger Düngung und Belüftung auf, gießt man mit einem Fungizid.
Schneeschimmel:
 Ebenfalls ein Pilz, der während des Winters Rasenflächen zum Absterben bringt, er macht sich durch gelb bis braun verfärbte Flächen im Rasen bemerkbar. Auch diese Flächen müssen gedüngt und verticutiert, in schweren Fällen auch nachgesät werden.
Rasenschäden durch Tiere:
Unter den Tieren ist es besonders der Maulwurf, der Liebhaber eines gepflegten Rasens zur Verzweiflung treiben kann. Dabei macht er sich durch das Vertilgen von Würmern, Insekten und Larven auch nützlich. Wird die Ansammlung der Erdhaufen im Garten zu arg, bleibt zum Vetreiben der unter Artenschutz stehenden Tieren nur eines der zahlreichen Hausmittel, wie z. B. in stark riechende Substanzen getränkte Tücher (Terpentin, Petroleum,...) oder Knoblauch in die Maulwurfsgänge zu stopfen.
  Ameisen:
Sind im Garten und besonders im Haus nicht gerne gesehen, obwohl sie meist keine wirklichen Schäden verursachen. Ameisen haben aber eine lästige indirekte Wirkung: sie treten im Freien oft im Zusammenhang mit Blattläusen auf, diese scheiden "Honigtau" aus, den die Ameisen fressen. Dabei "melken" sie die Blattläuse, vertragen diese und dehnen den Befall dadurch aus. Indirekte Bekämpfung durch Ausschaltung der Blattläuse: Spritzen mit PI RI MOR DG. Direkte Bekiimpfung. Ameisennester aufgraben, mehrmals mit kochendem Wasser eingießen, oder GESAL AMEISENMITTEL oder EPIGON gießen. Im Haus: Laufwege mit PERMANENT SPRAY behandeln, oder GESAL AMEISEN KÖDER auslegen.
 Produktinfo:
GESAL Ameisenköder

Zur Beseitigung von Ameisen im Haus, im Garten, auf Terrassen, Sitzplätzen, usw. Beseitigt Ameisen mit deren Brut.

Anwendung: Verschlußkappe abnehmen und Köder. dosen an den Laufstraßen der Ameisen auslegen.

GESAL Ameisenmittel flüssig

Hochwirksames Gießmittel zur Bekämpfung von Ameisen in Rasenflächen, auf Plattenwegen, im Ziergarten, in Pflanzgefäßen, auf Dachterrassen u. v. m. Wirkt rasch und gründlich gegen alle Ameisenarten. Anwendung: 1 Meßbecher (=25 mi) in 4 1 Wasser, mit der Gießkanne die Ameisenstraßen und -nester gründlich durchnässen. Packung reicht für 40 1 Wasser.

 Regenwürmer:




 Der bodenbelebende Nutzen der Regenwürmer ist unbestritten. Wer sie aus seinem Rasen verbannen möchte, kann die geräuschempfindlichen Tiere durc starkes Klopfen mit einer Schaufel, etc. herauslocke aufsammeln und in einem anderen Teil des Gartens, am besten am Komposthaufen, ihre wertvolle Tätigkeit verrichten lassen.

Schädlinge im Rasen:

 Wühlmäuse:
Die Nager hausen in einem weitverzweigten unterirdischen Gangsystern und sind ausgesprochene Pflanzenfresser. Sie fressen in ca. 30 crn Bodentiefe an Wurzeln verschiedenster Pflanzen, diese vertrocknen und lassen sich ganz leicht aus dem Boden ziehen. Die Mäuse vermehren sich rasant, wobei es alle 3-5 Jahre zu einer Bestandsexplosion kommt, danach bricht die Population wieder zusammen. Die beste Bekämpfungsmethode ist immer noch das Auslegen von Wühlmausfällen. Wem diese Methode nicht liegt, der findet in verschiedensten Publikationen einige Alternativen beschrieben, wie z. B.
  • Einleiten von Auspuffgasen in die Gänge.
  • Abwehrversuche mittels Zwischenpflanzen von starkriechenden Pflanzen (Knoblauch, Wolfsmilch,..) bis zum Auslegen von Fischabfällen.
  • Eingraben von leeren Flaschen bis zur Mitte in den Boden, der vom Wind verursachte Pfeiffton vertreibt angeblich die Mäuse u.a.m. Sicher ist allerdings, daß
  • Wiesel, Marder oder die Hauskatze ihren Teil zur Bekämpfung beitragen können, wenn man sie läßt.
Tip:
Junge Obstbäume können vor Wühlmausfraß geschützt werden, indem man die Wurzeln beim Setzen bis zum Wurzelhals mit einem engmaschigen, aber starken Drahtgeflecht umgibt und beim Pflanzen der Aushuberde Leca G 4-8 beimischt
 Engerlinge:
 Die Larven verschiedener Blatthornkäfer (bekanntester Vertreter ist der Maikäfer), fressen an den Wurzeln zahlreicher Zierpflanzen und können auch Rasenflächen stark schädigen. Die Fraßzone liegt zwischen zwei und fünf Zentimeter Bodentiefe, die Grasnarbe zeigt braune Flächen und beginnt bei einem starken Befall großflächig zu verdorren, wobei sich die Grasnarbe ganz leicht abheben läßt. Maßnahmen: 0 Für eine möglichst dichte Grasnarbe sorgen (düngen, walzen, bewässern). 0 Während der Flugzeit des Käfers im Juni nicht mähen, um die Eiablage zu erschweren. 0 Bei starken Schäden kann nur die gesamte Rasenfläche umgebrochen (Fräsen, Einsatz eines Insektizides) und neu gesät werden. 0 Vögel und Maulwürfe können nur kleine Mengen der Engerlinge vertilgen.
Produktinfo:

ARCO Wühlmaus Stop
Zur Vertreibung von Wühlmäusen aus Hausgärten. ARCO Wühlmaus Stop entwickelt einen für Wühlmäuse unangenehmen Geruch, wodurch diese vertrieben werden. Anwendung: 1: 4 mit Wasser verdünnen und mittels Gießkanne direkt in die Löcher bzw. Gänge der Wühlmäuse gießen. Ausreichend für ca. 25 Wühlmauslöcher.
AGRITOX Insektizid zur Bekämpfung von Bodenschädlingen wie Engerlinge, Drahtwürmer ect. Anwendung: 2%ig (= 200 ml auf 10 1 Wasser) die befallenen Stellen gießen.