Kernobst (Apfel und Birne)

Pilzkrankheiten:
Apfelmehltau:

Auftreten: Pilzlicher Krankheitserreger am Apfel, bevorzugt befallen werden z.B. Klarapfel und Jonathan, Gravensteiner und Cox Orangen Reinette.

Schadbild: Überzieht Blüten, Jungtriebe und Blätter mit einem mehlig-weißen Belag; es kommt zum vorzeitigen Blattfall. Schädigung der Blüten und Minderung des Fruchtansatzes.

Bekämpfung:Ständiges Ausschneiden befallener Triebe, kombiniert mit Vor-und Nachblütespritzungen mit ARCOTAN

 Birnengitterrost:

Auftreten: Wirtswechselnder Pilz, der auf Wacholderarten (hauptsächlich auf dem Sadebaum, Juniperus sabina) überwintert und im Frühsommer das Birnenlaub befällt.

Schadbild: An Wacholder: spindel- oder beulenartige Verdickungen, aus ihnen brechen im April/Mai bräunliche Sporenlager hervor, die vom Wind vertragen werden. Birne: Zunächst gelbe bis rote Flecken auf den Blattoberseiten, später bilden sich an den Blattunterseiten höckerähnliche, fasrige Gebilde.

Bekämpfung: Der Schaden ist meist gering. Bekämpfung durch Entfernen bzw. Ausschneiden der befallenen Wacholderarten.

Schorf:

Auftreten:Wichtigster pilzlicher Krankheitserreger an Kernobst. Fallweise auch an Steinobstarten.

Schadbild: Olivgrüne samtige Blattflecken, die beim Apfel braun und bei der Birne schwarz werden und eintrocknen; vorzeitiger Blattfall. Ähnliche Flecken auch auf den Früchten, Risse in der Fruchthaut. Erfolgt die Infektion kurz vor der Ernte, werden die Schäden erst im Obstlager sichtbar.

Kulturmaßnahmen: Hohe Luftfeuchtigkeit und feuchtes Blattwerk fördern den Schorf, daher für lockere Pflanzung und lichte Kronen sorgen! Baumscheiben mit Gras oder Stroh abdecken, abgefallenes Laub entfernen (Erreger überwintert auf Blättern am Boden).

Bekämpfung:Muß vorbeugend erfolgen; da bestehende Infektionen im laufenden Jahr nicht mehr ausgetilgt werden können, versieht man die gefährdeten Gehölze vorn Austrieb bis zur Ernte mit einem entsprechenden Spritzmittelbelag; die Wirkung des Belages hält nur 2-3 Wochen lang an; dazu kommt, daß laufend neue Blätter zuwachsen. Die Spritzungen sind deshalb in regelmäßigen Abständen zu wiederholen. Vorbeugende Bekämpfung also durch Spritzen mit CUPROFOR laut Spritzplan für Apfel und Birne, oder Vor- und Nachblütespritzungen mit FUCLASI N ultra oder NOVIT.

  Schädlinge:
San-Jose-Schildlaus:

Auftreten: Vornehmlich auf Johannisbeere und Apfel, aber auch auf anderen Gehölzen. Gefährlichste Schildlausart, ein mehrjähriger Befall führt zum Absterben der Wirtspflanzen.

Schadbild: Aschgraue Schildkrusten, Einzeischilde bis 2 mm Durchmesser, rund oder länglich, gelbbraun bis schwarzgrau mit grauem bis gelblichem Zentrum; unter dem Schild die gelbe Laus sichtbar. Befallene Rinde oft rissig, Gewebe unter der Kinde rot verfärbtAn Kernobstfrüchten sitzt die Laus meist in der Kelch- und Stielgrube, um die Schilde ist ein roter Hof zu finden.

Bekämpfung: Gegenspieler (Zehrwespen) fördern. Austriebsspritzung mit AUSTRIEBSSPRITZMITTEL 7 E"KWIZDA, sowie Spritzungen mit RELDAN 2E.

 Birnblattsauger:

Auftreten: Die blattlausähnlichen Larven saugen an Blättern und jungen Trieben der Birne, seltener an Apfeln, wobei viel Honigtau ausgeschieden wird, Ameisen und Rußtau folgen.

Schadbild: Blätter kräuseln sich, Triebe sterben ab. Kulturmaßnahmen: Befallene Triebe abschneiden und verbrennen, Stammanstrich.

Bekämpfung: Austriebsspritzung mit AUSTRI EBSSPRITZMITTEL 7 E"KWIZDA", sowie Spritzungen mit EPIGON oder RUBITOX.

 Apfelblütenstecher:

Auftreten: Rüsselkäfer, der im April zur Eiablage Apfel- und Birnenblütenknospen anbohrt.

Schadbild: Die Blütenknospen vertrocknen, ohne sich zu öffnen, innen ist eine weiße Larve sichtbar

Bekämpfung: Anlage von Wellpapperingen, regelmäßiges Absammeln der Käfer nur bei starkem Auftreten notwendig: Spritzung mit RUBITOX, ROGOR L50 oder EPIGON.

Apfelwickler: (Obstmade)

Auftreten: Die Raupen des Kleinschmetterlings machen die Früchte von Apfelund Birnen wurmig, treten aber gelegentlich auch an Walnuß, Marilllen, Zetschken und Pfirsich auf. Sie bohren sich in das Fruchtinnere und zerstören das Kerngehäuse, krümeliger, brauner Kot wird ausgestoßen.

Schadbild:Wurmige Frucht mit rötlicher Raupe, Früchte fallen vorzeitig ab.

Bekämpfung: Sofortiges Auflesen des Fallobstes (Raupen, die mit dem Fallobst auf den Boden gelangen, wandern auf die Bäume zurück). Ab Juli: Anbringen von Wellpapperingen am Stamm zum Abfangen der Raupen, die sich darin einspinnen. Die Ringe werden nach der Ernte abgenommen und vernichtet. Nachblütespritzung mit RUBITOX, ROGOR LSO oder EPIGON.

Apfelsägewespe:

Auftreten: Die Larve des Schädlings frißt zunächst in einen jungen Apfel einen dicht unter der Schale verlaufenden Miniergang, anschließend bohrt sich die Larve in weitere Früchte ein.

Schadbild: Ein schmaler, verkorkter Gürtel auf der Frucht, die Früchte fallen etwa nußgroß ab und sind mit dunklem Kot gefüllt.

Bekämpfung: Rasches Auspflücken, Aufsammeln und Vernichten befallener Früchte. Nachblütespritzung mit RUBITOX, ROGOR L50 oder EPIGON.

   Wachstumsstadien:
Mausohrstadium
Grünknospenstadium
Rotknospenstadium
Blüte
Nachblüte
Sommerstadium


ARCOTAN flüssig

Fungizid gegen echte Mehltaupilze im Obst und Weinbau. Wirkt sowohl vorbeugend als auch heilend und kann daher auch bereits sichtbaren Mehltaubefall abstoppen. Anwendung: 0,1 2%ig vor der Blüte und 0,1 %ig nach der Blüte gegen Apfelmehltau.

RELDAN 2E Insektizid gegen fressende und saugende Insekten im Wein- und Obstbau und gegen Vorratsschädlinge. Wartezeit Obstbau: 3 Wochen. Anwendung: 0,2 %ig gegen Blattläuse und Fruchtschalenwickler. 0,3 %ig gegen Apfelwickler, Miniermotten, San-joseSchildlaus.

RUBITOX flüssig Nützlingsschonendes und bienenfreundliches Insektizid mit langer Wirkungsdauer und großer Wirkungsbreite gegen saugende und fressende Schadinsekten sowie Spinnmilben an Obst-, Gemüse- und Zierpflanzen. Anwendung: Gartenbau: 0,15 %ig gegen Blattäuse, Spinnmilben, Kohleule 15-20 mI/100M2 gegen Kartoffelkäfer und seine Larven. Obstbau: 0,1 5%ig gegen Apfelwickler, schädliche Raupen, wie Gespinstmotten, Schalenwickler, Blattläuse 0,2%ig gegen Spinnmilben.