Viele der Jodler von Blå Lois und der Simon Geigenmusi
waren noch nie aufgeschrieben worden und daher interessant für andere
Musiker. Ein Computerprogramm war bei der Erstellung der Noten sehr behilflich
und so waren nach vielen Stunden insgesamt 38 Stücke übersetzt
worden.
Bei den meisten Stücken fehlte die dritte Stimme, auch die schrieb
Leo Schiendorfer dazu. So entstand ein Marschbuch (auch in der Größe),
das nun von den Seitlpfeifern problemlos verwendet werden kann. Alle drei
Stimmen sind in getrennte Bücher geschrieben.
Der leidenschaftliche Volksmusikant Leo Schiendorfer tut aber noch mehr
für die Volksmusik. Obwohl er ein gelernter Maschinenschlosser ist,
beschäftigt er sich lieber mit Holz. Er absolvierte mehrere Schnitzkurse
und fertigt sich inzwischen seine Krippenfiguren selbst an. Aber er hat
auch vor drei Jahren das Herstellen von Seitlpfeifen gelernt.
Als Holz werden außer heimischen Obstbaumsorten auch Eiben verwendet.
Das Stimmen in H-Dur erfolgt nach einer Schablone. Schiendorfer ist inzwischen
der einzige, der die Seitlpfeifen nach der alten Ischler Form anfertigt,
wie es in den 60er Jahren Alois Ganslmayr aus Haiden bei Bad Ischl tat.
Die übliche Form ist jene von Hausa-Schmiedl
.