Viele Schützenmusiken haben
Trommeln von "Schlömmer" Robert und er selbst spielt natürlich
auch auf seiner eigenen. Etwa 40 Trommeln hat er bisher angefertigt. Die eigene
Leidenschaft zur Musik war somit die Voraussetzung für die Erhaltung
dieser Tradition. Robert Unterberger ist seit 51 Jahren Musikant. Angefangen
hat er als Trommler bei der Agatha-Musikkapelle, dann spielte er bei der Bürger-
und Werksmusik und bei der Goiserer Bauernmusik, die im Ausland für Goisern
Werbung machte. Unterberger war auch bei der Gründung der Steeger Buam
dabei, die als erste Gruppe in Bad Goisern auf Schallplatte zu hören
war. Und er war es auch, der zusammen mit Kurdirektor Karl Pilz die Gamsjagertage
(Gamsbartolympiade) ins Leben rief. Seit 20 Jahren spielt er nun die Schützenmahltrommel,
als Nachfolger von Godl Krenn.
Anmerkungen Christian Amon:
Für den Korpus wird ein Blatt dünnes Sperrholz um den Model gewickelt.
Während Lois Blamberger den Stoß, dort wo sich das Sperrholz überlappt,
sichtbar ließ und oft noch durch Mauskopfnägel betont hat, schleift
Robert Unterberger den Stoß vollständig glatt.
Auf der steirischen Steite des Pötschenpasses werden hauptsächlich
Trommeln mit einer Resonanzsaite (Darmsaite) gespielt. Das liegt wohl am Vorbild
der noch vorhandenen alten Trommeln (Schießstattrommel-Altaussee, Trommel
der Altausseer Schützenmusi, Trommel der Eselsbacher Stachelschützen,
siehe Bild), die alle über eine solche Saite verfügen. Eine Besonderheit
dabei ist, dass üblicherweise auf Seite mit der Saite geschlagen wird.
Im oberösterreichischen Salzkammergut werden meist Trommeln ohne Resonanzsaite
verwendet.