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| Das
Umland Teurnias vom 2. Jahrhundert v. Chr. bis ins 1. Jahrhundert n. Chr. Eine Studie zur Siedlungskontinuität von der Latène- zur Römerzeit im oberen Drautal |
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... die gedruckte Version erschien im Arheoloski Vestnik 52, 2001, 305-351.
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| 1 EINLEITUNG | ||||||
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Das Lurnfeld ist eine der bedeutendsten historischen Landschaften Oberkärntens. Während Unterkärnten geprägt ist durch das breite Klagenfurter Becken, auf das sich nahezu alle Täler ausrichten, ist die Geomorphologie Oberkärntens durch das enge Flußtal der Drau und ihrer Nebenflüsse, die von Mittel- und Hochgebirgen eingeengt werden, bestimmt. Die wichtigste West-Ost-Verkehrsachse in Oberkärnten bildet das Drautal (Abb. 1-3): nachdem die Drau bei Oberdrauburg das Lienzer Becken verlassen hat, geht sie über in das Oberdrautal, das im Norden durch die Kreuzeckgruppe, im Süden durch die Gailtaler Alpen eingefaßt wird. Knapp vor Möllbrücke, im Raum Sachsenburg verengt sich das Drautal bis auf knapp 600 m, es weitet sich aber bald darauf wieder im Lurnfeld bis zu einer Breite von fast 3 km, eingefaßt im Norden durch die Ausläufer der Reißeckgruppe, im Süden durch das Goldeck (2142 m).
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Abbildung
1 Latènezeitliche und frühkaiserzeitliche Fundorte im Umland von Teurnia-St. Peter in Holz und Verlauf der römischen Reichsstraßen: 1 Teurnia 2 Pattendorf 3 Lampersberg 4 Faschendorf 5 Baldramsdorf 6 Seeboden 7 Laubendorf 8 Baldersdorf 9 Oberamlach |
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| Die Zusammenstellung der latène- bis frühkaiserzeitlichen Funde aus dem Lurnfeld und der Region Millstätter See ist zunächst einmal eine Ergänzung zu den bereits vorgelegten Funden aus Teurnia. Auf letztere soll gleich zu Beginn des nächsten Kapitels näher eingegangen werden, da sie in mehrfacher Hinsicht als außergewöhnlich zu bezeichnen sind. Innerhalb des umrissenen geographischen Rahmens werden auch bereits seit langem bekannte Fundorte herangezogen, wobei in erster Linie unpubliziertes Fundmaterial vorgestellt werden soll. Während bisher bevorzugt Baubefunde, Architekturelemente - hier sind besonders Reste von Grabmonumenten zu erwähnen - und Münzen veröffentlicht wurden, ist im folgenden beabsichtigt, einen möglichst vollständigen Überblick über die Keramik und die Kleinfunde aus diesen drei Jahrhunderten zu vermitteln, ohne andere Fundgattungen völlig zu vernachlässigen. | ||||||
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Abbildung
2 Das Stadtgebiet von Teurnia mit den wichtigsten Fundorten, Meilensteinen und dem Verlauf der römischen Straßen (Entwurf: F. Glaser. - Graphik: W. Daborer/W. Kury. - Ergänzungen: Ch. Gugl). |
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| Wenn
Sie einen genaueren Blick auf Abbildung 2 werfen wollen, so klicken Sie
hier: [te_terri.jpg, 94k] |
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Abbildung
3 Blick von Nordwesten auf das Lurnfeld und den Raum Spittal/Drau Richtung Unterdrautal. 1 Teurnia 5 Baldramsdorf 6 Seeboden 7 Laubendorf 8 Baldersdorf 9 Oberamlach |
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Bei den Fundorten handelt
es sich um Pattendorf, Lampersberg, Seeboden und Laubendorf (beide am
Millstätter See) sowie um Baldersdorf im Unterdrautal. Neue Fundstellen
wurden aus Faschendorf, Baldramsdorf und Oberamlach bekannt (Abb. 1; 3).
Bei der Erörterung der einzelnen Plätze wird zuerst kurz die Topographie
der Fundstellen beschrieben und auch bei den unpublizierten Altfunden
eine möglichst exakte Lokalisierung versucht. Die Vorlage des Fundmaterials
im Katalog und auf den Tafeln richtet sich nach folgender Reihenfolge: Ein wesentliches Ziel dieser Arbeit wäre erreicht, wenn mit dieser exemplarischen Zusammenstellung von latène- und frühkaiserzeitlichen Funden aus einer Siedlungskammer eine Ausgangsbasis geschaffen wird für künftige Forschungen zur ländlichen Besiedlung im Umland Teurnias. |
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| [1] M. F. v. Jabornegg-Altenfels, Antiquarische Mitteilungen über Teurnia. Archiv Vaterländ. Gesch. u. Topographie 6, 1861, 107 ff., bes. 118. - Einen knappen Überblick vermittelt auch: H. Paschinger, Kärnten. Eine geographische Landeskunde 2 (Klagenfurt 1979) 109 ff.; 194 ff. | ||||||
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| © Christian Gugl 2000 - http://members.aon.at/ch.gugl/ | ||||||