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Fundstelle 1
Parz. 184, 191/1, 194/4, 199/1, 352/2.
Befund: latènezeitliche Gräber, die im Herbst 1938 beim Bau einer
Umfahrungsstraße zutage kamen.
Funde: mittellatènezeitliche und römische Keramik, Eisenfunde,
römische Weiheinschrift und Torso einer Iupiter Dolichenus-Statue.
Literatur: H. Dolenz, Archäologischer Fundbericht 1938. Carinthia
I 129, 1939, 208 ff. - Dolenz 1941, 145 ff. - Ders., Die Verehrung des
Iupiter Dolichenus in Kärnten. Carinthia I 144, 1954, 148 ff. - Müller-Karpe
1951, 636 f. Abb. 7.
Bemerkungen: H. Dolenz erwähnte "Reste eines zerstörten Hochofens,
dessen zeitliche Bestimmung mir nicht mehr möglich war, da seine Abtragung
bereits vor meiner Verständigung erfolgte. Es dürfte aber eine mittelalterliche
oder neuzeitliche Anlage gewesen sein." Im Umfeld des Ofens beobachtete
er noch "Eisenschlacken in größerer Menge".
Aufbewahrungsort der Funde: es ließen sich nur mehr das zusammengefaltete
LT-Schwert und Reste der Scheide im Mus. Villach identifizieren. - Römische
Marmorfunde im LMfK.
Dokumentation: LMfK.
Fundstelle
2
Im Jahre 1956 beim Ausbau der Bundesstraße Feldkirchen-St. Veit/Glan,
im Umfeld der Grabungen von 1938. - Im Jahre 1958 "anschließend an das
keltische Gräberfeld bei Abtragung der Tiebelterrasse" (genaue Lokalisierung
unklar).
Befund: latènezeitliche Gräber, darüber Reste römischer Mauern
(1956) bzw. römischer Brunnenschacht (1958).
Funde: latènezeitliche und römische Keramik, Bronze- und Eisenfunde;
profilierte römische Architekturfragmente, darunter auch eine "große Fundamentplatte
aus Marmor".
Literatur: H. Dolenz, Keltische und römische Funde in Feldkirchen.
PAR 7, 1957, 34. - Ders., Ein Brunnen in Feldkirchen. PAR 9, 1959, 2.
- Ders., FÖ 7, 1956-1960 (1971) 76.
Bemerkungen: H. Dolenz beobachtete "bis 15-20 cm starke einplanierte
Schichten einer sehr erzhältigen Eisenschlacke, welche auf Grund der in
dieser gefundenen Keramikreste - Relief-Sigillata und gewöhnliche Gebrauchskeramik
- eindeutig als römerzeitlich, etwa 2. Jh. n. Chr., datiert werden kann."
Aufbewahrungsort der Funde: LMfK (römische Funde nicht auffindbar).
Dokumentation: LMfK.
Fundstelle
3
Bahnhofsgelände (genaue Lokalisierung unklar), beim Bahnbau 1867/1868.
Befund: römische Grabbauten.
Funde: römische Grabinschriften, Münzen, Keramik und Metallkleinfunde.
Literatur: Jabornegg-Altenfels 1870, 161 f. Nr. 404-408. - FMRÖ
1/2 (1) Nr. 1-2.
Bemerkungen: nach einer Notiz im LMfK wurden zusammen mit dem Grabstein
CIL III 4990 (vgl. Kap. 4.4.2.6 Nr. 3) noch ein Kapitell einer korinthischen
Säule, Fragmente einer weiteren kleinen Säule, drei Bronzemünzen, eine
Fibel und eine Lampe gefunden. Abgesehen von der Fibel (Taf. 8,1), der
Lampe (Taf. 10,26) und zwei Asses (vgl. Kap. 4.4.2.4 Nr. 3; 5) sind die
anderen Funde nicht mehr auffindbar. Offensichtlich handelte es sich bei
den Architekturteilen um Reste eines römischen Grabbaus.
Aufbewahrungsort der Funde: LMfK.
Dokumentation: -
Fundstelle
4
Parz. 422/4, Baggerarbeiten 1960.
Befund: -
Funde: römische Grabinschrift.
Literatur: H. Dolenz, Eine Grabinschrift aus Feldkirchen in Kärnten.
PAR 10, 1960, 25. - Ders., FÖ 7, 1956-1960 (1971) 93.
Bemerkungen: eine römische Grabanlage konnte nicht beobachtet werden.
Aufbewahrungsort der Funde:Amthofmuseum Feldkirchen.
Dokumentation: -
Fundstelle
5
Parz. 428/8, Erdaushubarbeiten im Mai 1976.
Befund: -
Funde: römische Grabinschrift.
Literatur: G. Piccottini, Zwei neue römische Grabinschriften und
ein Relief aus Kärnten. PAR 27, 1977, 6. - Ders., Archäologische Mitteilungen
aus Kärnten III. Carinthia I 168, 1978, 28 ff. Abb. 26-27.
Bemerkungen: eine römische Grabanlage konnte nicht beobachtet werden.
Aufbewahrungsort der Funde: LMfK.
Dokumentation: LMfK.
Fundstelle
6
"neben dem Bahnhof, bei zerstörter Kirche"
Befund: -
Funde: römische Keramik und Mörser aus Stein.
Literatur: -
Bemerkungen: Oberflächenfunde, die offenbar beim Abbruch der Heilig-Geist-Kirche
neben dem ehem. Bürgerspital zutage traten.
Aufbewahrungsort der Funde: LMfK.
Dokumentation: -
Fundstelle
7
Parz. 86/7, aus der Baugrube für das Schuhhaus Wadl, August 1979.
Befund: römische Mauern.
Funde: römische Keramik (darunter Terra Sigillata).
Literatur: F. Glaser, Römische Baureste in Feldkirchen. Carinthia
I 169, 1979, 26 ff.
Bemerkungen: -
Aufbewahrungsort der Funde: Amthofmuseum Feldkirchen.
Dokumentation: LMfK.
Fundstelle
8
10. Oktoberstraße, Höhe Bank für Kärnten (11.05.1993).
Befund: -
Funde: römische Keramik.
Literatur: -
Bemerkungen: -
Aufbewahrungsort der Funde: Amthofmuseum Feldkirchen.
Dokumentation: -
Fundstelle
9
10. Oktoberstraße, Einfahrt Eisenhandlung Klaus, im Bereich der Parz.
87/3, 87/7.
Befund: -
Funde: römische Keramik.
Literatur: -
Bemerkungen: hier sollen aufgrund der groben Magerung und von Wellenbandverzierung
als spätantik klassifizierte Scherben aufgetreten sein.
Aufbewahrungsort der Funde: LMfK.
Dokumentation: -
Fundstelle
10
Parz. 86/1 (ehem. Hafnerei Buxbaum).
Befund: -
Funde: römische Münzen?
Literatur: F. Glaser, Römische Baureste in Feldkirchen. Carinthia
I 169, 1979, 26.
Bemerkungen: beim Hausbau sollen laut F. Glaser ca. sieben römische
Silbermünzen gefunden worden sein.
Aufbewahrungsort der Funde: unbekannt.
Dokumentation: -
Fundstelle
11
Parz. 86/3 (Gartenbau Wedenig).
Befund: römische (?) Mauern.
Funde: -
Literatur: F. Glaser, Römische Baureste in Feldkirchen. Carinthia
I 169, 1979, 26.
Bemerkungen: beim Hausbau sollen römische (?) Mauern zu beobachten
gewesen sein.
Aufbewahrungsort der Funde: -
Dokumentation: -
Fundstelle
12
Parz. 70 oder .57 (Thun-Passage).
Befund: -
Funde: Marmorsäule mit der Inschrift PHOEBIANI.
Literatur: vgl. Kap. 4.4.2.6 Nr. 15.
Bemerkungen: aus der Baugrube für die Thun-Passage.
Aufbewahrungsort der Funde: Amthofmuseum Feldkirchen.
Dokumentation: -
Fundstelle
13
Parz. 82/2, 83/3, teils 338/2 (beim Tiebelzentrum sowie angrenzende Bereiche
der 10. Oktoberstraße und der Oberen Tiebelgasse, ab 1985).
Befund: römische Mauern, "zahlreiche sehr große Schachtöfen", mächtige
Eisenschlacken- und Holzkohleschichten.
Funde: römische Ziegel, Keramik.
Literatur: H. Huber, Feldkirchen - ein Zentrum antiker Eisenverhüttungsindustrie.
Kulturspiegel 1992/1, 5 ff.
Bemerkungen: unter den römischen Ziegeln ließen sich Boden-, Wandheizungs-
und Dachziegel unterscheiden.
Aufbewahrungsort der Funde: LMfK. - Privatbesitz.
Dokumentation: LMfK.
Fundstelle
14
Parz. 83/1, 83/5 (Duschlbaur, 1993)
Befund: Holzkohle- und Schlackenschichten mit Bruchstücken von
Ofenmänteln.
Funde: römische Keramik und Glas.
Literatur: S. Schretter, Ein frührömischer Fundkomplex aus Feldkirchen.
Carinthia I 186, 1996, 193 ff.
Bemerkungen: -
Aufbewahrungsort der Funde: Amthofmuseum Feldkirchen. - LMfK.
Dokumentation: LMfK.
Fundstelle
15
Parz. .55/1, .55/2, .119/2 (Areal Raunikar-Reßmann, 2000).
Befund: römisches Gebäude mit Fußbodenheizung, römische Mauern,
Eisenschlackenschichten mit Bruchstücken von Ofenmänteln.
Funde: römische Ziegeln, Keramik, Glas, Kleinfunde, Münzen.
Literatur: -
Bemerkungen: -
Aufbewahrungsort der Funde: LMfK.
Dokumentation: LMfK.
Fundstelle
16
Parz. 190/4, 190/5 (Areal Nusser-Meinl, 1995), 190/3, 190/10, 106/1.
Befund: -
Funde: römische Keramik (darunter Terra Sigillata).
Literatur: H. Dolenz, Die Verehrung des Iupiter Dolichenus in Kärnten.
Carinthia I 144, 1954, 150.
Bemerkungen: die Funde von 1995 wurden teilweise erst auf der Aushubdeponie
aufgelesen. - Auf den Parz. 106/1, 190/3 und 190/10 wurden bereits 1938
römische Keramikfragmente, darunter auch Terra-Sigillata-Bruchstücke,
und ein Handmühlstein gefunden, die jedoch nicht mehr auffindbar sind.
Aufbewahrungsort der Funde: Amthofmuseum Feldkirchen. - LMfK. -
Privatbesitz.
Dokumentation: -
Fundstelle
17
Parz. 6/1 ("Feuerwiese")
Befund: -
Funde: römische Münze (vgl. Kap. 4.4.2.4 Nr. 9).
Literatur: -
Bemerkungen: -
Aufbewahrungsort der Funde: Amthofmuseum Feldkirchen.
Dokumentation: -
Fundstelle
18
Parz. 192/5, beim Hausbau 1943 gefunden.
Befund: -
Funde: römische Kapselgewichte.
Literatur: F. Glaser, Fast ein Unikat: Römische Kapselgewichte
aus Feldkirchen. Rudolfinum 1999 (2000) 58 ff.
Bemerkungen: -
Aufbewahrungsort der Funde: LMfK.
Dokumentation: LMfK.
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