Hallo in der Filmwelt
Edward Norton (American History X)
Er wirkte hilflos, stotterte beim Reden und konnte seinem Gegenüber kaum in die Augen blicken.
Doch dann zerfiel die Maske des linkischen Schülers, und hervor trat ein Ungetüm.
Zynisch, selbstgefällig und aggressiv. In "Zwielicht" seinem Kinodebüt, begeisterte Edward
Norton durch seine ausserordentliche Wandlungsfähigkeit. Die Rolle des Jugendlichen,
der des Mordes angeklagt wurde und sowohl seinen eitlen Verteidiger, als auch das Gericht täuschte,
brachte ihn eine Oscarnominierung ein.
Während Edward Norton unter Woody Allen ("Alle sagen: I love you", 1996) noch als
liebenswerter Schussel agierte, war er zwei Jahre später als Skinhead ("American History X") mit
kahl rasiertem Schädel und muskulösem Oberkörper kaum wiederzuerkennen.
Norton hatte sich die Figur des Derek Vinyard sprichwörtlich mit Haut und Haaren angeeignet.
Nicht zufällig wird der 30jährige mit Robert deNiro verglichen.
Es lag wohl am bescheidenen Einspiel des Films, das Norton bei der Oscar-Verleihung 1999
leer ausging.
Das der Star, trotz brillanter Leistung, in diesem Jahr nicht einmal nominiert wurde, (für "Fight clup"),
war der eigentliche Skandal der Trophäen-Übergabe 2000.
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