70 Jahre BSVÖ            zurück

Das Gründungsjahr
Der ÖSTERREICHISCHE AMATEUR BILLARD VERBAND wurde 1931 über Anregung der Herren Oskar ZIMMERMANN und Karl HÖRTIG gegründet.
Der Verband umfaßte 11 Vereine:
Klub der Wiener Billardfreunde im Cafe Splendid
Billardklub City im Cafe Haag-Ganauser
Billardklub Mödling im Cafe Schneider
Wiener Billardklub im Cafe Epp
Billardklub Fortschritt im Cafe Lang
Verein der Billardfreunde im Cafe Beethoven
Erster Badner Billard-u.Schachklub im Cafe Schwanke
Klub der Badner Billardfreunde im Cafe Schopf
Gersthofer Billardklub im cafe Gersthof
Grazer Billardklub im Cafe Rosegger
Salzburger Billardklub im Cafe Krimml
Verbandssitz war das Cafe Splendid, der erste Präsident Fritz SPIELMANN, Schriftführer Ernst REICHER.
Bei der 9. Generalversammlung erfolgte die Aufnahmen in den Internationalen Verband U.I.F.A.B., Dr. LICHTMESS war der österreichische Vertreter.
1932
Erstmals wurde eine Weltmeisterschaft beschickt;
in Espino (POR) belegte Ernst REICHER in der FreienPartie mit 29,37 GD den 6. Platz.

 

 

 

 

 

1933
Länderkämpfe in Ungarn im cadre 45/2 wurden in Wien gewonnen und in Budapest verloren. Österreich spielte mit EIPELDAUER, REICHER und SCHWARZER. Reicher wurde beim Einladungsturnier Pentathlon in Vichy/FRA 3. und stellte im Dreiband mit der Höchstserie 11 einen lange bestehenden Europarekord auf.
Die Generalversammlung der U.I.F.A.B. vergab die 7. Weltmeisterschaft in der Freien Partie an Österreich. Zudem wurde die Durchführung der nächsten U.I.F.A.B. - Generalversammlung übernommen.
1934
Österreich gewann den ersten Länderkampf gegen Ungarn im Dreiband mit 20:16 Punkten. REICHER belegte Rang 2 bei der Weltmeisterschaft in der Freien Partie im cafe Freyung in Wien hinter ALBERT (F) und BUTRON (E), DEKNER wurde 7.
REICHER krönte seine großartige Laufbahn im Juni: er wurde Weltmeister im Einband in Vichy.
Bei der Generalversammlung der U.I.F.A.B. übernahm der ÖABV neuerlich die Durchführung einer Weltmeisterschaft.
Der Verbandssitz wurde ins Cafe Mariahilf verlegt, wo die Billardakademie über 10 Tische verfügte, darunter 3 Matchbillard´s.
1935
Der Retourländerkampf gegen Ungarn wurde mit 22:14 gewonnen.
Die Weltmeisterschaft Fünfkampf im Hotel Continental sah den Belgier VAN BELLE als Sieger vor Ernst REICHER.
Bei der Weltmeisterschaft im Einband holte er als Titelverteidiger Silber, EIPELDAUER belegte Rang 7.

 

 

 

1936
Neuerlich konnte Ungarn mit 34:26 geschlagen werden, in Zagreb wurde Jugoslawien im Cadre 45/2 besiegt. Österreich spielte mit ENGL, SCHWARZER und REICHER.

 

1937
Der Verbandssitz wurde ins Cafe Palace verlegt.
In sportlicher Hinsicht war es ein Erfolgsjahr für REICHER.; 2.Platz bei der Weltmeisterschaft Cadre 71/2 in MALO (F) und 3.Platz bei der Weltmeisterschaft Einabnd (damals "indirekte Partie") mit Weltrekorden Im GD und BED: 3,57 bzw. 6,81.
1938
wurde der bislang letzte Länderkampf gegen Ungarn ausgetragen. Während der Kriegsjahre gewann Ernst REICHER drei deutsche Meisterschaften.
In den Jahren 1938 bis 1945 war der österreichische Billardsport im Bereich 17 des Deutschen Amateur Billard Bundes organisiert, mit Prof. FRANZ (Verbandspräsident) als Bereichswart.
1946
Ludwig PETRICEK, Obmann des Ottakringer Billardklub´s, wurde Präsident. Sieben Vereine mit 256 sportausübenden Mitgliedern nahmen den Verbandsbetrieb wieder auf.

 

 

1947
Erstmals nach dem Krieg wurde wieder eine Europameisterschaft beschickt: Cadre 45/2 in Zürich.

 

 

1948
Im Jahrbuch des Ministeriums für Unterricht wurde der ÖABV erstmals als Körpersport treibende Organisation erwähnt.
Aus Anlaß des 100-jährigen Bestehens veranstaltete die Firma Heinrich SEIFERT und Söhne ein Jubiläumsturnier im Dreikampf. Natürlich gewnn REICHER, weitere teilnehmer waren KOCIAN, SCHWARZER und ENGL.
1950
Im Cafe Müncherhof wurde die erste Europameisterschaft in der Freien Partie mit großem Eckabstrich ausgetragen, der Sieg ging an den Holländer DE RUYTER.
Max SEELENMAYER war neuer Präsident geworden und Ernst REICHER gewann in Algier die Europameisterschaft Einband mit einem neuen Europarekord im BED von 7,14.
1951
In Barcelona eroberte REICHER die Broncemedaille im Einband.

 

 

1952
Ein gewisser Johann SCHERZ tauchte in der Szene auf, er gewann die 2. Klasse indirekt am kleinen Turnierbillard

1953
Johann SCHERZ tritt erstmals im Dreiband bei einer  Staatsmeisterschaft an und wird in der Disziplin, in der er später unglaubliche 28 Titel erringen sollte, Dritter. Fritz VESELY, eine große Begabung, die nicht zur vollen Entfaltung kam, spielt am Kleinbillard die Konkurrenz in Grund und Boden.                                         

1954
Scherz spielte seine erste Europameisterschaft: Cadre 71/2 in Brüssel.

1955
Scherz nahm an den Europameisterschaften Einband und Dreiband teil, um weitere internationale Erfahrungen zu sammeln.

1956
Reicher spielte letztmalig eine Europameisterschaft in der Freien Partie und belegte in Barcelona Platz 7 mit 33.46 GD.

1957
Scherz steigt unaufhaltsam zum internationalen Spieler auf.
Der BSK Augarten tritt dem Verband der Österreichischen
Billard Freunde bei und verfügt über 1 kleine Billards.

1958
Johann SCHERZ gewinnt in Cannes die Europameisterschaft
Dreiband vor August Tietdke (D) und Rene Vingerhoedt(B). In der Folge werden in dieser gerafften Chronik aus Platzmangel nur die hervorragendsten Erfolge von Johann Scherz aufgelistet. Bei diesem Turnier erzielte Scherz die Weltrekordserie von 13.

1959
Dkfm. Werner REISINGER wurde neuer Präsident des ÖABV. Österreich gewann einen Länderkampf gegen die Schweiz mit 34 : 10. Scherz wurde 2. der Einband-Europameisterschaft in Oberhausen (D) und in Österreich wurde das Rauchverbot für Spieler und Schiedsrichter eingeführt.

1960
Der Dachverband für Groß- und Kleinbrett wurde gegründet. Die Generalversammlung der CEB wurde in Wien im Hotel Europa abgehalten, das Retourmatch gegen die Schweiz ging in Biel mit 14 : 30 verloren und Scherz fixierte in Buenos Aires mit 1.363 einen neuen Weltrekord im besten Einzeldurchschnitt.

1961
Ein Jahr mit größten sportlichen Erfolgen: SCHERZ wird neuerlich Europameister im Dreiband mit 1.000 Generaldurchschnitt, vor de Ruyter (NL) und Ceulemans (B).
In der Wiener Stadthalle gewinnen SCHERZ, LEUTGEB, ENGL und VESELY den Europapokal.
Österreich schlägt die DDR mit 31 : 18, die Generalversammlung der CEB ernennt Ernst Reicher zum technischen Kommissär.

1962
In Linz konnte Frankreich in einem offiziellen Länderkampf mit 12 : 4 geschlagen werden, auch ein Vierstädteturnier in Berlin brachte einen österreichischen Erfolg, die Wiener Auswahl wurde gebildet von WEINGARTNER, STENZEL, IMRE und ARTHOLD. Johann Scherz wurde 2. der Europameisterschaft Dreiband.

1963
Scherz wurde sowohl 2. der WM als auch EM im Dreiband, als 2. der EM Einband fixierte er mit 11.11 BED einen neuen Europarekord.

 

1964
Zweite Plätze gab es für Johann Scherz bei den Europameisterschaften Einband und Dreiband; er gewann auch das 4. Reisinger - Pokalturnier und damit die Trophäe endgültig.  Beim Juniorenturnier in Krefeld belegte Franz STENZEL Rang 2 und Heinrich Weingartner nahm erstmals an einer Weltmeisterschaft in der Freien Partie teil.

1965
Die 23. Europameisterschaft Dreiband in Wien wird eine Beute von Raymond Ceulemans.
Das Jahr 1965 ist ein großes Jahr für Scherz und den ÖABV:
Der BSK Union gewinnt neuerlich den Coupe d'Europe in der Besetzung SCHERZ - ENGL - LEUTGEB - WEINGARTNER. Scherz wird der 2. sowohl der Welt- als auch der Europameisterschaft im Dreiband, 3. der EM Cadre 71/2, alles verblasst aber neben einem Erfolg,
JOHANN SCHERZ WIRD WELTMEISTER IM CADRE 71/2!!!

1966
Bei der Europameisterschaft in der Freien Partie in Kairo egalisierte Weingartner mit 500.00 die bestehenden Rekorde im Einzeldurchschnitt und in der Höchstserie.
Mit der persönlichen Bestleistung von 1.87 schlug Scherz Ceulemans im Finale des Coupe Simonis in Barcelona.
Österreich beendete ein Viernationenturnier in Triest siegreich, weitere teilnehmende Länder waren Gastgeber Italien, die Schweiz und Frankreich.

1967
Scherz belegte 3. Plätze bei den Europameisterschaften Einband und Dreiband. In Linz gewann Österreich einen Länderkampf gegen Deutschland in der Besetzung Stenzel, Weingartner, Wibiral, Scherz und Hitzinger.

 

 

1968
Scherz sammelt weiterhin unermüdlich Edelmetall: Bronze bei der WM Dreiband, bei der EM Cadre 71/2, der WM Cadre 71/2 und der WM Dreiband, sowie Silber bei der EM Einband in Madrid. In München gewinnt Österreich neuerlich einen Länderkampf gegen Deutschland, diesmal mit 11 : 9, für Österreich spielten Scherz, Hitzinger, Imre, Stenzel und Weingartner. Mit Hofrat Dr. Zechner stirbt einer der großen Gönner des österreichischen Billardsports, er war Mitbegründer der ersten Billardklubs. Präsident  Werner Reisinger wird Ehrenmitglied des Billardweltverbandes.

1969
Vom 20. bis 23. November veranstaltete der ÖABV in Zusammenarbeit mit dem 1. Linzer Billard Club die bislang letzte Weltmeisterschaft in der Freien Partie; Ceulemans gewinnt vor Marty (F) und Galvez (E), Franz Stenzel wird mit 50 GD 6. und schlägt Ceulemans in 4 Aufnahmen, Weingartner wird mit 52 GD 8. Die Wiener Billard Assoziation wurde gegründet, die hoffnungsvollsten Nachwuchsspieler dieser Jahre waren Wolfgang Anreitter und Gerfried Kotzinger.

 

1970
Scherz gewann den äCoupe Simonisä im Finale gegen Ceulemans mit 60 : 47 in 40 Aufnahmen, wurde 2. der EM Dreiband und 3. der WM in Las Vegas; der Titel ging um 6 Points verloren, die gegen Ceulemans zum Sieg fehlten.
Österreich nahm erstmals an einer Europameisterschaft im Mannschafts-Fünfkampf teil, Weingartner, Mastny, Stenzel, Hitzinger und Scherz belegten Rang 6.

1971
Scherz agierte weiterhin erfolgreich und fixierte u.a. einen neuen österreichsichen Rekord im GD/Dreiband mit 1.228. Ludo Dielis gewann ein Pentathlon-Turnier der WBA vor Stenzel. Das Cafe Elsahof war in diesem Jahr zum letzten Mal Schauplatz einer österreichischen Meisterschaft; seit 1946 hatten hier nahezu alle bedeutenden nationalen Ereignisse stattgefunden. Ernst Reicher schied nach 10 Jahren als Beisitzer der CEB aus und avancierte zum Sportdirektor der UMB, sein Nachfolger in der CEB wurde ÖABV-Präsident Reisinger.
Scherz verlor nach 18 Jahren erstmals wieder eine Einband-Partie in Österreich, der Bezwinger hieß Stenzel.

1972
Scherz, Weingartner und Anreitter belegten ehrenvolle Plätze bei diversen Europameisterschaften. Österreich nahm neuerlich an der Mannschafts-EM im Pentathlon teil.
Der Billardklub Margareten feierte sein 20-jähriges Jubiläum.

1973
Stenzel schiebt sich in den Serienspielarten immer mehr in den Vordergrund und vertritt Österreich bei Europameisterschaften recht erfolgreich.
Dielis gewinnt überlegen die Europameisterschaft Einband in Wien, Scherz wird 4., Weingartner 8.
Österreich schlägt die BRD überraschend mit 12 : 8, erreicht aber gegen die DDR nur ein 12 : 12.
Der BSK Augarten übersiedelt ins Cafe Sperlhof, Präsident Reisinger wird neuer Vizepräsident der CEB.

1974
Franz Stenzel bricht alle nationalen Rekorde im Cadre 47/2, vor allem der GD hat mit 84 Weltklasseniveau!
Bei der EM in Elda (E) wird er 3., und hätte Hans Vultink (NL) im Nachstoß nicht 299 Points erzielt, es wäre sogar die Goldmedaille geworden.
Salzburg ist Schauplatz der Generalversammlung der CEB, Wien ist Gastgeber des Weltverbandes UMB.
Stenzel verteidigt seinen internationalen Titel als polnischer Meister im Cadre 52/2.

1975
Stenzel verfehlt bei der Europameisterschaft in der Freien Partie knapp eine Medaille und wird 4. mit 113.10 GD, bei der WM Pentathlon in Gent (B) belegt er Rang 7 und spielt in der Freien Partie einen phantastischen GD von 208!
Die einzige Medaille in diesem Jahr holt Scherz mit dem 3. Platz bei der EM Einband in Granada.
Johann PROHASKA wird Ehrenmitglied des Verbandes.

 

1976
Nach Reicher und Scherz schafft STENZEL endgültig den Durchbruch zum internationalen Spitzenspieler, er gewinnt die Europameisterschaften im Cadre 47/2 und Cadre 71/2 gegen schärfste Konkurrenz. Österreich belegte erstmals den hervorragenden 3. Platz beim TEP- Turnier in Amersfoort, Kurt Mastny gewann seine erste Staatsmeisterschaft und Werner Reisinger wurde als Vizepräsident der CEB bestätigt.

1977
Scherz qualifizierte sich als 3. der Europameisterschaft Dreiband für die Weltmeisterschaft in Tokyo, Franz Stenzel schaffte als Titelverteidiger im Cadre 71/2 die Silbermedaille. Bei der Europameisterschaft Cadre 47/1 spielte er Bestleistungen im BED mit 150.00 und 269 Serie!
Der BSK Augarten feierte sein 20-jähriges Bestandsjubiläum, seine Dreibandmannschaft erreichte das Finale des Coupe d'Europe.

1978
DER ÖABV trauert um einen seiner treuesten Spieler und Funktionäre: Reg.Rat Franz ENGL. Auch Hans SUWALD, Präsident von 1952 bis 1959, verlässt die Billardgemeinde für immer. Bei der Weltmeisterschaft Einband wird Scherz 3. noch vor Dielis. Hans Prohaska scheidet als Verbandskassier aus und wird Vizepräsident. Gerhard Ralis gewinnt die polnische Meisterschaft Cadre 52/2 vor Kurt Thägersen (DK), der ÖABV veranstaltet erstmals eine internationale Seniorenmeisterschaft im Dreiband: Sieger wird Werner Reisinger (0.697 GD) vor Erwin Zanetti (I) und Hans Hof (BSK Augarten).

1979
Scherz wird wie schon so oft 2. einer Europameisterschaft im Dreiband und nimmt auch an der WM in Lima (7. Platz) teil.
Herbert Lerner, neuer Sportleiter des ÖABV, veranstaltet in der WBA den Donau-Cup im Cadre 71/2, den Stenzel vor Müller (D) gewinnt.
Jan Doggen (NL) wird internationaler Seniorenmeister von Österreich.

 

1980
Im Cafe Weingartner wird ein Verein gegründet, der sich ausschließlich der Pflege der Disziplin Billard Artistik widmen soll. Noch ein Verein entsteht, der BC Vienna unter der Leitung von Herbert Lerner.
Bei der Dreiband-EM in Schweden holt Scherz Silber, die 1. Internationale Wiener Meisterschaft Billard Artistik findet statt. Scherz verbessert seinen BED im Dreiband auf 2.608, der BK Margareten präsentiert sein mustergültiges Sportheim in der Diehlgasse und der ÖABV bildet in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Leibeserziehung 11 Lehrwarte aus.
Nach jahrelangem Bemühen wird unser Verband am 25. Oktober 1980 als 45. ordentliches Mitglied in die Österreichische Bundessportorganisation aufgenommen.
Dieses Ereignis darf neben dem Gründungsjahr als bedeutendstes der Geschichte des nationalen Billardsports angesehen werden.

1981
Heinrich Weingartner nimmt als erster Österreicher an einer Europameisterschaft im Billard Artistik teil; im holländischen Apeldoorn belegt er Rang 10, Außenseiter Hans de Jager (NL) gewinnt und spielt neuen Europarekord.
Jahreshöhepunkt war die Durchführung der 39. Europameisterschaft Dreiband vom 18. bis 22. März in der Wiener Stadthalle. 16 Spieler waren am Werk, Ceulemans siegte unangefochten, Scherz wurde 7. und Anreitter 15.
In Kairo wurde Scherz 3. der Weltmeisterschaft Dreiband mit großartigen 1.271 GD aus 11 Partien.
Im Mai verstarb ÖABV-Ehrenmitglied Karl ZIPSER, am 15. Mai beschloß die Delegiertenversammlung
Nenngeldbeiträge, die erst 1991 geändert werden sollten.

 

1982
Im Jänner spielte Österreich gegen Schweden einen Dreiband-Länderkampf in Helsingborg und unterlag mit 14 : 18. Scherz war der überragende Akteur, Torbjärn Blomdahl ein begabtes Bürschen und (noch) nicht mehr.
Ein unersetzlicher Verlust trifft den ÖABV: ERICH HIPP stirbt.
Scherz wird 2. der EM Dreiband in Porto hinter Ceulemans, schlägt aber den Großmeister aus Mechelen.
Bei der Delegiertenversammlung wird Scherz Ehrenmitglied des ÖABV, die internationale Turnierkleidung (schwarze Hose, Strümpfe, Schuhe und Pullover, weißes Hemd) wird im Verband ab 1982/83 eingeführt, alternativ aber auch das Turnierhemd in der Klubfarbe.
In Eferding findet eine bis heute in den höchsten Tönen gelobte Meisterschaft Cadre 35/2 statt, Sieger wird Kleinbrettkaiser Otto Hitzinger. In Wien laufen die Dreharbeiten zum vielbeachteten Spielfilm "Karambolage" von Kitty Kino, ÖABV- Spielerinnen und Spieler wirken als Fachberater.
Am 26. 9. 1982 treten geänderte Statuten in Kraft, der ÖABV, jahrelang Dachverband, übernimmt Groß- und Kleinbrett wieder gemeinsam.
Österreich gewinnt die Retourbegegnung gegen Schweden mit 20 : 12, Scherz spielt neuerlich überragend.
Ein Länderkampf (Mehrkampf) gegen Deutschland in Velbert bringt eine klare Niederlage, in Amersfoort (TEP-Turnier) belegt Österreich einen guten 4. Platz vor Frankreich und Italien.

1983
Gleich zwei internationale Turnier wurden in diesem Jahr in Österreich veranstaltet: in Linz eine Europameisterschaft im Billard Artistik (Sieger Raymond Steylaerts/B), und in Wien (im BSK Augarten) eine Junioreneuropameisterschaft im Cadre 47/2; Sieger wurde der überlegen agierende Belgier Stany Buyle, 2. der aufstrebende Österreicher Christoph Pilss; wenige Wochen später gewann Pilss seiner ersten Staatsmeistertitel im Cadre 47/1 in Linz.
In Wien findet ein Länderkampf gegen Deutschland auf beiden Tischgrößen statt, mit 10 : 24 misslingt die angestrebte Revanche. Beim Länderkampf gegen Ägypten tun wir uns etwas leichter und gewinnen 20 : 0; ein Städtevergleichskampf Wien - Kairo endet 16 : 4, Franz Stenzel wird erstmals Staatsmeister im Dreiband.

 

1984
Im Mai gewann Stephan Horvath die österreichische Jugendmeisterschaft mit 9 GD. Ein Länderkampf gegen Deutschland am Kleinbrett geht mit 4 : 16 verloren.
Im Oktober erscheint die 200. Ausgabe von "Carambol", im November erreichte Österreich beim letzten offiziellen TEP-Turnier in Maersfoort in der Besetzung Weingartner - Mastny - Stenzel - Pilss und Scherz die Bronzemedaille hinter Deutschland und Holland, aber noch vor Belgien mit seinen Stars Ceulemans und Dielis.
Stephan Horvath erobert seine erste Medaille bei einer Junioreneuropameisterschaft, Bronze in der Freien Partie.

1985
Ing. Ernst REICHER, ein Spieler von überragender internationaler Bedeutung, stirbt im 77. Lebensjahr.
Im Mai finden in St. Johann i. P. Pooleuropameisterschaften statt.
Franz Stenzel belegte Rang 2 bei der Europameisterschaft Cadre 71//2, aber bei der Europameisterschaft Cadre 47/2 in Athen spielte er entfesselt auf: überlegener Sieg mit 112.50 GD!!!
Am kleinen Turnierbillard wurde erstmals der Bundesländercup ausgetragen. Bei der ÖSTM Einband stellte Stenzel mit 11.719 GD und 21.42 BED neue Rekorde auf, ein Juniorenländerkampf gegen Griechenland endet mit einer 14 : 18 Niederlage, für Österreich spielten Stephan Horvath, Hikl, Pilss und Schmid.

1986
Wolfgang Zenkner (D) gewann die Europameisterschaft Cadre 47/1 in Baden, Pilss wurde 4. und Stenzel 6. Erstmals amtierte das offizielle ÖABV- Schiedsrichterteam.
Im Jubiläumsjahr (50 Jahre) gewinnt der 1. Ottakringer BK den Titel eines österreichischen Mannschaftsmeisters
am Kleinbillard.
Billardlegende Ren‚ Vingerhoedt hält einen Lehrgang in  Wien.
im April scheidet KR Dkfm. Werner REISINGER aus dem Amt des Präsidenten, sein Nachfolger wird Klaus SEIFERT.
Reisinger war 1959 zum Präsidenten gewählt worden, seine Amtsperiode wurde lediglich 1964 - 1966 kurz unterbrochen.
Franz Stenzel gewinnt Bronze bei der EM Triathlon in Apeldoorn (NL), und nach etlichen Fehlversuchen gelingt wieder ein Sieg in einem Länderkampf gegen Deutschland. International sorgt der Dreiband-Weltcup für Furore.

1987
Franz Stenzel gewinnt Silber bei der EM Cadre 71/2 und Bronze bei der WM Cadre 47/1. Im Mai folgt dann Gold: STENZEL wird Europameister im Einband in Luxemburg.
Stephan Horvath wird 2. der Junioren-EM in der Freien Partie mit dem neuen Europarekord von 112.50.
Bei der Delegiertenversammlung wird Pool als selbständige Sektion in den Verband aufgenommen, die Funktion eines Auslands- und Inlandssekretärs im Generalsekretariat vereinigt, erstmals ein bezahlter Mitarbeiter angestellt und ein verbandseigenes Büro in der Wiener Stadthalle angemietet.
Ab der Nummer 223 erscheint die Verbandszeitschrift "Carambol" in professioneller Herstellungsweise.
Der BSK Augarten feiert sein 30-jähriges Jubiläum mit einem Turnier, an dem Grethen (L), Zenkner (D), Stenzel und Mastny teilnehmen.
Stephan HORVATH gewinnt im November seiner ersten ÖSTM- Titel und wird im Dezember der erste österreichische Junioreneuropameister in der Freien Partie!

1988
Die erste Staatsmeisterschaft in der Wiener Stadthalle, Dreiband, wird ein beispielloses Fest des Billardsports und führt in weiterer Folge zur Unterzeichnung eines Veranstaltungsvertrages mit der Firma "Music promotions".
Christoph Pilss wird 2. der EM Einband, Franz Stenzel 4.
Am kleinen Turnierbillard feiert Michael RAKOVIC ein Comeback bei der 25. ÖM Dreiband und gewinnt auf Anhieb.
Franz STENZEL wird Europameister im Serien-Triathlon, der ersten und einzigen Europameisterschaft dieser Art.
Bei der Generalversammlung der CEB wird Klaus SEIFERT zum einzigen Vizepräsidenten der CEB gewählt.
Im 10. Länderkampf Österreich gegen Deutschland gewinnen unsere Nachbarn und ziehen an Siegen gleich.
Stockerau ist Schauplatz der 18. Weltmeisterschaft Billard Artistik, Jean Bessems (NL) gewinnt vor Leo Corin (N), Österreichs Vertreter Immervoll wird 12. und letzter.

1989
Bei der 1. Mannschaftsweltmeisterschaft im Dreikampf starten gleich zwei ÖABV-Teams und belegen die Ränge 5 und 6.
Beim CEB-Grand Prix Dreiband in Wien siegt sensationell der Portugiese Jorge Theriaga, Pilss wird ausgezeichneter 4.
Andreas HORVATH wird Staatsmeister im Kunststoß mit dem Rekord von 298 Punkten.
Bei seiner letzten Junioren-EM (Cadre 47/2) holt Stephan HORVATH Silber, nur wenige Tage später wird er Europameister im Cadre 71/2!!!
Der Traditionsverein Landstraßer Billard Freunde feiert sein 50-jähriges Bestehen.
Bei der Delegiertenversammlung tritt Klaus Seifert als Präsident zurück, nach Monaten unter Leitung eines geschäftsführenden Konsortiums wird Dkfm. Norbert WINKLER neuer Präsident.
Die Wiener Billard Assoziation feiert ihr 20-jähriges Jubiläum mit einem internationalen Dreibandturnier, das Caudron )B) vor Marco Zanetti (I) gewinnt.
Bei der 11. Mannschaftseuropameisterschaft, der ersten, die nicht in Amersfoort stattfindet, belegt Österreich Rang 4.
Andreas Horvath gewinnt ein internationales Kunststoßturnier in Graz und stellt eine Bestleistung in der Serie mit 117 Punkten auf.

1990
Die privat herausgegebene Fachzeitschrift "billard" und "Carambol" werden fusioniert, das Ergebnis ist ein 48 Seiten starkes Magazin mit dem Namen "billard", Untertitel mit dem offiziellen Teil des Billardsportverbandes Österreichs.
Österreich holt Bronze bei der 2. Mannschafts-WM in Essen, und Michael HIKL gewinnt seinen ersten Staatsmeistertitel.
Eine neue Turnierserie startet, der Österreich Grand Prix Dreiband, organisiert von den Firmen "music promotions" und "Weingartner". Die Turniere sind mit ansehnlichen Sportförderpreisen ausgestattet, die vier Sieger heißen RAKOVIC, RALIS, STENZEL und PILSS, der auch das Masters in großartiger Manier gewinnt.
Bei der EM Cadre 47/2 holt Franz Stenzel Silber, die Damen des BSK Augarten (Englbrecht, Angerer und Grabner) gewinnen das 4. Internationale Damenturnier in Lüttich.
Bei der 10. Internationalen Wiener Meisterschaft Billard Artistik gibt es mit Andreas Horvath den ersten österreichischen Sieger.
Im Oktober schafft Christoph Pilss den Sprung in die Gruppe der BWA-Vertragsspieler und nimmt regelmäßig am Weltcup teil.

1991
Franz Stenzel wird 2. der Europameisterschaft Cadre 71/2 und qualifiziert sich wie Stephan Horvath für die Weltmeisterschaft.
Andreas HORVATH erreicht den 3. Platz bei der Kunststoß-EM in Barcelona und holt die erste Medaille in dieser Disziplin für Österreich.
Bei der 3. Mannschafts-WM in Essen scheitert Österreich im Viertelfinale, mit dem BSK NÖ Süd gewinnt erstmals ein Bundesländerverein den Titel eines österreichischen Mannschaftsmeisters am Kleinbillard.
Bei der Delegiertenversammlung wird Herbert DOLESCHAL zum neuen Verbandspräsidenten gewählt.
Das Jubiläumsjahr 1991 wird mit der XX. Weltmeisterschaft Cadre 71/2 feierlich begangen. Caudron gewinnt vor Grethen, Stephan Horvath beschenkt den jubilierenden Verband mit einer WM-Bronzemedaille.
Schauplatz der WM war Mürzzuschlag, erstmals fand damit ein billardsportliches Großereignis in der Steiermark statt.
Eine Kommission wurde gebildet, die sich mit dem Verhältnis Pool - Carambol befassen sollte.
1991 wurde der BC Altstadt in Innsbruck gegründet, bereits seit 1985 existierte der CBC Tirol, womit der Grundstock für eine Tiroler Landesorganisation gegeben war.
Augarten gewann nach 15 Jahren wieder die Bundesliga Dreiband, Pilss wurde 4. beim Weltcupturnier in Palma und Arnim Kahofer 3. der Junioreneuropameisterschaft in der Freien Partie.
Niederösterreich gewann im 8. Turnier erstmals den Bundesländercup und im Einkaufszentrum Lugner City fand in großartigem Rahmen das Finale eines Wienweiten Kaffeehausturnieres statt.

1992
Die ordentliche Delegiertenversammlung beschließt die Ausweitung der Schiedsrichtertätigkeit der BSVÖ- Kampfrichter auf das Kleinbillard, die Match- und Kleinbillardvereine beteiligen sich fortan an den Kosten.
In ihrer Schlusssitzung am 31. 1. 1992 in Spital am Semmering empfehlen die Vertreter von Carambol und Pool einvernehmlich die Trennung.
Andreas Horvath gewinnt einen CEB - Grand Prix Billard Artistik im Finale gegen Jean Reverchon, wird 2. in Wien hinter Fonellosa (E), übernimmt die Führung in der Weltrangliste und baut sie mit einem weiteren vollen Erfolg in Barcelona aus. Sein Bruder Stephan will da nicht zurückstehen, er gewinnt die Europameisterschaften im Cadre 47/1, Cadre 71/2, wird 3. in der Freien Partie (1. Medaille für Österreich!) und holt sich überlegen die Gesamtwertung der Classics Masters Trophy, der fünf Europameisterschaften in den
Serienspielarten in einer Sportsaison.
Ingrid Englbrecht gewinnt ihre erste Medaille bei einer Europameisterschaft (Bronze), und die Jugendeuropameisterschaft für Vereinsmannschaften in Bad Vöslau wird eine sichere Beute des Teams der Wiener Billard Assoziation mit Arnim Kahofer, Patrick Andre und Andreas Kronlachner.
Für den Höhepunkt in dieser erfolgreichsten Saison des BSVÖ sorgen Stephan Horvath (Cadre 71/2), Franz Stenzel (Einband) und Christoph Pilss (Dreiband) mit dem Titel eines Mannschaftsweltmeisters!
Gerhard Ralis spielt im Finale der Österreichischen Meisterschaft Einband am Kleinbillard 150 Points fehlerlos in 1 Aufnahme und bei der Österreichischen Meisterschaft in der Freien Partie sorgen Rainer Lindner, Josef Piller und Gerhard Weber für einen Dreifacherfolg des 1. Mariahilfer Billardklubs.
Am 19. 10. 1992 gibt die Bundessportorganisation erstmals die Mittelaufteilung zwischen Carambol und Pool bekannt.

1993
Stephan Horvath gewinnt die Europameisterschaft Cadre 47/2 in der Wiener Stadthalle im Finale gegen Titelverteidiger Tilleman (NL); diese Veranstaltung ist die bislang einzige, die mit einem kleinen finanziellen Gewinn abgeschlossen werden konnte. Pressechef Hans Hofstätter sorgte dafür, daß unser Billardheros gemeinsam mit seinem Bruder sogar die Titelseite einer bekannten Sportzeitung zierte.
Bezüglich des zunehmenden Vereinswechsels wünschten unsere Klubs eine Regelung hinsichtlich der Abgeltung allfälliger Ausbildungskosten, die Anzahl der Vizepräsidenten wurde auf sechs aufgestockt, die Sektion Pool ist ebenfalls mit einer Vizepräsidentenstelle bedacht.
Torbjörn Blomdahl gewinnt den 1. Casino Grand Prix Dreiband der BWA in Velden, Michael Hikl spielt bei der Weltmeisterschaft Cadre 71/2 in Menen Weltrekord mit 250 Points in 1 Aufnahme, Patrick Andre wird nach Stephan Horvath als 2. Österreicher Junioreneuropameister in der Freien Partie, Andreas Horvath holt WM-Bronze im Billard Artistik in Epernay/F und der BK Margareten qualifiziert sich nach dem Erfolg im Ausscheidungsturnier im Floridsdorfer Billardcenter für das Europacupfinale in Zundert.
Ingrid Englbrecht wird 2. der Dameneuropameisterschaft, Karin Angerer 4. und gemeinsam mit Helga Mitterböck gewinnen die beiden auch das Damenturnier in Lüttich.
Österreich wird großartiger 2. der Mannschaftsweltmeisterschaft Triathlon in Essen und Hikl gewinnt ein internationales, stark besetztes Einladungsturnier im Cadre 47/2 in Brünn vor Brahim Djoubri aus Frankreich.
Andre gewinnt seinen ersten Staatsmeistertitel und am   4. Juni 1993 stirbt der 13-fache Österreichische Meister Franz Pollanz.

1994
Snooker wünscht dem Beitritt zum BSVÖ, die Statuten werden entsprechend vorbereitet, doch im Zuge der Delegiertenversammlung zieht der offizielle Vertreter von Snooker den Aufnahmeantrag zurück.
Stephan Horvath wird 2. der Europameisterschaft Cadre 47/1 in Wien und der damals noch für die Schweiz spielende Andreas Efler wird 2. der Europameisterschaft Dreiband.
Otto Hitzinger gewinnt die Internationale Meisterschaft von Bayern im Cadre 52/2, bei der Sportleitersitzung Matchbillard wird die Durchführung der Bundesliga Dreiband in der heutigen Form angeregt. Christoph Pilss gewinnt seinen 3. Staatsmeistertitel im Dreiband mit der Rekordleistung von 1.300 und ist auch beim ersten Grand Prix Dreiband der Casinos Austria erfolgreich, diese Turnierserie in Orten mit Lokalitäten der Casinos Austria AG geht auf seine Initiative zurück.
Als erstem und bisher einzigem Österreicher gelingt ihm ein durchschlagender Erfolg bei einem BWA- Weltcupturnier Dreiband, als er hintereinander mit Ceulemans, Sang Chun Lee und Blomdahl (im Finale) die Nummern 1, 2 und 3 der Weltrangliste schlägt.
Michael Hikl schraubt den Österreichischen Rekord im Einband auf 12.295, die BSO feiert ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Festakt im Haus der Österreichischen Lotterien-AG.
Carambol und Pool sind weiterhin von der Sinnhaftigkeit einer Trennung überzeugt, am 4. 7. 1994 stellt die BSO allerdings fest, daß die Gründung eines zweiten Billardverbandes nicht in ihrem Interesse liegt, der BSVÖ wird aufgefordert Schritte für eine demokratische Eingliederung von Pool zu setzen. Dafür wird eine Frist bis 31. 12. 1994 eingeräumt.

1995       
Wieder darf sich unser Verband über ein international höchst erfolgreiches Jahr freuen. Stephan Horvath wird 2. der Europameisterschaft Freie Partie in Wien, Patrick Andre 4., Arnim Kahofer holt Bronze bei der Junioreneuropameisterschaft Cadre 47/2, und Österreich wird 3. der Mannschaftsweltmeisterschaft Triathlon in Deutschland.
Gerhard Kostistansky gewinnt das Masters des Casinos Austria Grand Prix in Baden, Kahofer wird erstmals Staatsmeister, Innsbruck ist Schauplatz einer Staatsmeisterschaft im Cadre 71/2 (Sieger wird Michael Hikl) und beim Bundesländercup nehmen erstmals fünf Landesteams teil.
Rene Gorthan gewinnt seinen ersten Meistertitel am Kleinbillard.
Die Probleme im Zusammenhang mit der geplanten Trennung Carambol - Pool wachsen, erstmals spricht die BSO eine Mittelsistierung aus.
Am Matchbillard werden Ranglistenturniere eingeführt, die im Gegensatz zu den "normalen" Verbandsturnieren zu keiner Finalveranstaltung führen.
NÖBSV-Präsident Schallmayr empfiehlt Alfred Gruber als seinen Nachfolger, und am 16. 12. 1995 stirbt Johann Prohaska. Er gründete 1939 den Traditionsverein Landstraßer Billard Freunde und war über viele Jahrzehnte hinweg in hohen Verbandsfunktionen tätig.

 

1996
Der Konflikt Carambol - Pool - BSO wird endlich  gelöst, alle involvierten Parteien stimmen einem Syndikatsvertrag zu, der in vorbildlicher Weise das  Zusammenleben regelt; alle Schwierigkeiten gehören damit der Vergangenheit an.
Kahofer wird sensationeller 2. der Junioreneuropameisterschaft im Dreiband, Stephan Horvath 3. der Europameisterschaft Cadre 47/1, gewinnt die Titelkämpfe im Einband und Cadre 47/2 und damit die Gesamtwertung der Classics Masters Trophy.
Bei der Junioreneuropameisterschaft Cadre 47/2 in Melk wird Arnim Kahofer 5., Kostistansky holt WM-Bronze im Dreiband, die erste WM-Medaille in dieser Disziplin seit 1981.
Mit Andre Gagnaux stirbt eine schillernde Funktion
Persönlichkeit, er war viele Jahre lang Präsident des Europaverbandes und dann des Weltverbandes, er leitete die Bemühungen um olympische Anerkennung des Billardsports ein.
Erstmals wird ein steirischer Billardsportler Staatsmeister, Gerold Cerovsek gewinnt die ÖSTM Billard Artistik, Innsbruck freut sich über die Gründung eines Matchbillardvereines, die Nachwuchsspieler (bis 21 Jahre) werden von der Verbandsabgabe befreit.
Im Oktober findet im Sportheim der Wiener Billard Assoziation ein hochkarätig besetztes Einladungsturnier im Fünfkampf statt, Wolfgang Zenkner (D) gewinnt vor Stephan Horvath (A), Mass‚ (F), Hikl (A), der belgischen Billardlegende Raymond Ceulemans und Arnim Kahofer (A).
Am 4. September stirbt Dkfm. WERNER REISINGER. Er war Verbandspräsident von 1959 bis 1986 und gilt heute noch als der Präsident unseres Verbandes schlechthin

1997
Andreas EFLER und Gerhard KOSTISTANSKY holen sensationell WM-Silber bei der Mannschaftsweltmeisterschaft im Dreiband, Rekordmeister BSK Union wird 3. im Finale des Coupe d'Europe, der Europameisterschaft Dreiband für Vereinsmannschaften, und Andreas Efler belegt Rang 3 beim Weltcupturnier Dreiband in Antalya.
Arnim KAHOFER wird Europameister in der Freien Partie und Michael HIKL Europameister im Cadre 71/2 - neuerlich ein sportliches Superjahr für den BSVÖ!
Bei der 16. Weltmeisterschaft Einband in Wien wird Stephan Horvath 4., der Deutsche Martin Horn gewinnt.
Weltcupstar Torbjörn Blomdahl gewinnt ein internationales Dreibandturnier in Wien vor Andreas Efler und Gerhard Kostistansky, Hikl schafft in dieser Saison seinen 20. Titel, insgesamt gewinnt er in diesem Jahr alle drei Cadre-Titel und die Staatsmeisterschaft im Einband.
Der BC Sopron schließt sich mit Genehmigung des ungarischen Verbandes und der CEB der ”sterreichischen Mannschaftsmeisterschaft an, der BSVÖ tritt dem Internet-Provider "Austrian Sports Net" bei.
Am 20. 8. 1997 verkünden die internationalen Verbände CEB (Europaverband) und UMB (Weltverband) die Zusammenarbeit mit der Profi-Organisation BWA.