Redewendungen
(bzw. nicht wörtlich zu übersetzendes)

 

wia die Greod im Mülerahm 	wie die Kröte im Milchrahm, tollpatschig, 
			ungeschickt
aus Gigarizbotschn    		Antwort auf die Frage wo man her kommt,
			wenn man die
			wahre Herkunft nicht preis geben will: "aus 
			Gigarizbotschn" (Gerhard)

stupft di da Howan		juckt dich der Hafer (gemeint sind natürlich
			die Grannen des Hafers)
			soll heissen: bist du übermütig?

in G'schneiwla neo		dem Aussehen,den Gesichtszügen nach 

um a laare Oascholn		unsonst, unnötigerweise, vergebens

waein g'heasta du?		typische Frage nach der Herkunft od. wer
			sind deine Eltern?

du schaust aus wia a Kiwasoa 	Du siehst aus wie das Ei eines Kibitz;
			gemeint ist, wenn jemand 
			Sommersprossen im Gesicht hat. (Gerhard)

gei ma Gridsch dränga 		gehen wir Feldhamster ertränken;
			Damit meint man, den Bau des Tieres 
			so lange mit Wasser füllen, bis sie ihn verlassen
			müssen. Das Schicksal des armen Tieres ist damit
			besiegelt, denn es wir nicht liebevoll erwartet. 
			(Gerhard)

dea ged di Schneodan           	 die kann den nicht Mund halten. 
			(Gerhard) 

di Leud ausrichtn           		sich in lästerlicher Weise über andere 
			Leute unterhalten (Gerhard)
...wia ma mit da Goass oggat	vergl. wo der Bartel den Most herholt

brinna in Gsich		erhitzt sein (rotes Gesicht) (Edith)

viarinta seitzn		jemanden herunter machen (Edith)

seu			bei der Übergebung eines Gegenstandes
			 (Geschenk) meist an Kinder verwendetes Wort.
			vergleichbar mit "bittesehr" oder "da hast'"

's olde Joah			31.12. Sylvester

a leobuttn veol		viel (wienerisch: a Oasch voe)

da uane schwoaz
 und da iunare ruisse		abfällige Bemerkung über die 
			Vertrauenswürdigkeit zweier Personen

ua puat hodan		dt.: Jacke wie Hose; ugs.: gehüpft wie gesprungen; 
			wienerisch: g'schissn wia g'spiem

sitztn wia da Bea in da Geaschtn	versteckt nach einer ev. "Gefahr" ausschau halten.
und leosn				

wioun die Hausaisln spüln wiads moring schaie
			alte Apetloner Bauernregel, die schönes Wetter
			vorhersagt wenn die hauseigenen Esel vergnügt
			sind. Wird in Ermangelung der Esel, heutzutage auf
			übermütige Kinder angewandt. (Manu)
Mattl Feida sitzt am Laeida, losst an Schoass wia a Dunnaweida
 			wörtlich: "der alte Mathias sitzt am Leder und lässt einen
			fahren wie Donnergrollen."
			 alter (Schulkinder-)Spottspruch
 auf Buz und Stingl 		alles restlos aufessen (Gerhard)

scheina wiad eintare Zeuln 	schöner als die von der anderen Straßenseite;
			wurde früher gerne als Kompliment verwendet (Gerhard)