Vorgeschichte des Ortes

(Der folgende Text wurde zwar vom Pfarrer Gotthard Seitz verfasst, aber in einer anderen Handschrift niedergeschrieben.)
 
  • Schon in der Urzeit war das Gebiet hier besiedelt. Bärenhöhle von Winden. Steinzeit: Auch hier beweisen Funde, daß das Gebiet hier besiedelt war. Grabhügel am Ödenburger Hotter.
  • Bronzezeit: Fund eines prähistorischen Gefäßes in der Gegend von Apetlon.
  • Frühneschichte: In der Halb- oder Eisenzeit bewohnten illyrische Stämme unser Gebiet. Im 5. Jhd. vor Chr. kamen die Kelten. Die keltischen Bojer werden von den Geten und Dakem geschlagen. Römische Geschichtsschreiber bezeichnen das Gebiet als "Wüste der Bojer". Später siedelten römische Feldherrn ihre Veteranen an. Am Apetloner Hotter wurden römische Münzen gefunden (Ried-Neubruch).
  • Das Christentum ist schon in den ersten Jahrhunderten hier anzutreffen. Dann begann das Wandern der germanischen Stämme. Auch viele andere Völker setzten sich in Bewegung: Vandalen, Ostgoten, u.a. besiedelten das Gebiet (Theoderich - König der Ostgoten). Germanen brachen die Macht der Hunnen. Viele germanische Stämme besiedelten das Gebiet. Die germanischen Stämme wurden von den Awaren verdrängt. Auch Slaven kamen herein. Die vertilgten die letzten Reste der römischen Kultur.
  • Karl der Große einigte alle deutschen Stämme in einem Reich. Die Ostmark wurde gegründet. Bayrische Kolonisten zogen in das Land. Später kam das Gebiet an die Magyaren. Anschließend kamen die Potschenegen in unser Gebiet. Zu Beginn des 13. Jhd. kamen die Mongolen. Nach deren Abzug besiedelte König Bela IV. das Gebiet mit deutschen Siedlern. In diese Zeit (1253) dürfte auch die Entstehung Apetlons fallen. Der Ortsname wurde vielfach geändert. Die Bewohner hatten es nicht leicht. Das Gebiet wechselte öfter seinen Herrn. (Ungarisch - dann deutsch !). Auch der Böhmerkönig Ottokar bemächtigte sich einige Zeit der Herrschaft über dieses Gebiet.
  • Unter Friedrich dem Streitbaren gelangte die Gegend vorübergehend zu Österreich.
  • 1515 gehörte Apetlon zur Herrschaft Eisenstadt.
  • 1529 - 1532 Türkenkrieg.
  • In der 2. Hälfte des 16. Jhd. macht sich auch in Apetlon die Zeit der Reformation bemerkbar. Folgender Grundsatz herrschte: "Cuius regio, ilius et religio".
  • 1671 - Protestantismus war zu Ende. Gegenreformation tritt ein. Als die Türken geschlagen waren, fand Ungarn den Augenblick gekommen, um sich gegen die Herrschaft der Habsburger zu erheben.
  • Kuruzzeneinfälle 1703 - 1709. 1711 wurde Friede hergestellt. Not und Elend herrschte überall.
  • 1713 zählte Apetlon 264 Seelen. Deutsche und kroatische Nachbesiedlung in der Zeit der Gegenreformation.
  • 1715 sind in Apetlon 84 Lehensfamilien, rein deutscher Herkunft.
  • 1809 - Franzosenkrieg - Napoleon 1. 1848 hatte die im Jahre 1861 durchgeführte Ausscheidung der bürgerlichen Besitzungen aus der herrschaftlichen zur Folge.
  • 1863 Türkenkrieg - Die Bewohner machten viel mit - Plünderungen und Ablieferungen. Die Ortschaft war total niedergebrannt.
  • Um 1900 Magyarisierungsbestrebungen
  • 1908 taucht Apetlon als Banfalu auf
  • 1919 Apetlon