Der 'Alltags/ Lebens- Baum'

Unser heutiges Leben wird durch ständig neue Produkte, Entdeckungen, Medienberichte u.Ä. immer vielfältiger und 'voller', manche sagen auch komplizierter. Sieht man sich die Ergebnisse und Auswirkungen all dieser Neuerungen und Erkenntnisse etwas genauer an, könnte schon die Sehnsucht nach unseren Paradieszeiten wiedererwachen, in denen wir uns weitestgehend selbst bestimmten und kaum einer Außenbestimmung durch Gesetzgeber, Wissenschaft, Werbung, Konventionen, etc. bedurften. In der Folge nun der Versuch einer schrittweisen Reduktion dieser unüberschaubaren Alltagsfülle, anhand des Beispiels eines Baumes.
Analog zum Randbereich eines Baumes, wo sich unzählige dünne Ästchen befinden, sind wir im Alltagsleben mit einer Unmenge an Details befasst:

Einkaufen, Erledigungen, Job, Verpflichtungen, Höflichkeiten, Butter, Brot, Orangenmarmelade für Pipi, H- Milch für Papi, Alkaselza für Püpi, Arzttermin für Oma, Omega 3- Fettsäuren, glykämischer Index, Cholesterinwerte, Mineralstoffe, Energieumsatz, body- mass- Index, Fitnessübungen, Stretching, Spurenelemente, Vitamine, Nachtod- Theorien, Glaube, Geistwesen, Hypnose, Vorschriften, Sünden, Gesetzte, Tipps, Produktangebote, tägliche Medienberichte, Plausch mit der Nachbarin, 'was-zieh-ich-an', 'was-koche-ich', 'was-wird-..-sagen', Termine, Ampelgrün abwarten, Zebrastreifen benutzen, Bankomat melken, Zähneputzen, Wetterbericht abhören, 'sitzt-die-Frisur', Hausaufgaben der Kinder abfragen, und und und
Nun gibt es auch noch für jedes dieser Zweiglein eine gewaltige Menge zu beachten. Ob wir Butter der Margarine vorziehen, Produkt A oder B wählen, ob wir nach neuen Alternativen fragen, die 'richtige' Menge bestimmen, es allen Recht machen, usw. wird von Werbung, persönlichen Gesprächen, eigenen Überlegungen, Medienberichten, neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, unserer Erfahrung, unserer Gewohnheit, unserer Erziehung, und und und beeinflusst.
Diese Fülle an Kriterien und Information ergibt mit dieser Riesenmenge an, zu bedenkenden Alltags- Details ein imposantes Bündel an Kopfweh und Lebenszeitverschwendung. All das müßte aber nicht sein.

Denn eine Ebene tiefer sind die Äste eines Baumes zwar dicker, aber es sind bereits bedeutend weniger. Wie der Baum Ebene um Ebene auf das Wesentlichere konzentriert, könnten auch wir diesen Wust an Kleinkram reduzieren auf unsere, uns wichtigen Grundbedürfnisse. Zum Beispiel:

Ernährung, Kleidung, Behausung, zwischenmenschlicher Kontakt, Luft, Ruhe, Bewegung, Ziele, Spass, ...
Nun gibt es für jeden dieser Punkte zwar noch immer eine Menge an Wahlmöglichkeiten. Esse ich 'hausmann', vegetarisch, chinesisch oder gar gegrillte Engerlinge. Bleib ich in dieser Wohnung oder tut's auch eine Villa in Beverly Hills, etc. Die Summe an Verwirrungen hat damit aber dennoch schon recht erträgliche Maße erreicht. Ein nochmaliger Vereinfachungsschub passiert, indem man sich die Unzahl an Wahlmöglichkeiten für jeden 'Ast' einmal durchüberlegt und die für gut befundenen in ein Bild wie man sich, den Kühlschrankinhalt, die Wohnung, etc. vorstellt, einbaut. Diese persönlich stimmigen Bilder können natürlich immer wieder nachgebessert werden und ermöglichen ein einfaches Auswählen und Meistern des Alltags.
Soweit so meist eh schon bekannt.
Ich habe, teilweise aus einer gewissen Unzufriedenheit, teilweisen Notwendigkeit, für mich diese Baumstruktur noch weiter vereinfacht. So landete ich bei der weiteren Vereinfachung irgendwann bei zwei mächtige Ästen, an denen unser ganzes 'Baumkronenlebensglück' hängt:
die Natur- 'hardware' und Liebes- 'software'
Bevor ich mich diesen beiden rätselhaften Begriffen zuwende, möchte ich die Reise von der Feingeästperipherie bis zum Stamm nicht beenden ohne deponiert zu haben, dass ich mich mit diesem lieber nicht anlege. Denn der entspräche in unserem Vergleich wohl am ehesten
Gott
oder einer anderen All- Einheit (dass diese sich dann wieder in unzählige Haarwurzeln aufteilt bzw. von diesen versorgt wird ist eine recht interessante bis pikante Beobachtung). Dass mit ihm als einzigem Lebensinhalt höchst erfolgreich gelebt werden kann, zeigen die unzähligen Beispiele von Mystikern, Heiligen, Gurus und anderen Tiefgläubigen und Erleuchteten.
Um die Latte aber nicht gleich so hoch zu legen, möchte ich zeigen, dass mit etwas Umdenken schon die Natur-/ Liebes- Variante wunderbar lebbar ist. Was soll nun Natur- hardware oder Liebes- software heißen? Wie komme ich darauf?
Bleiben wir vorerst beim Begriff Natur- hardware: Wir leben in einem Körper und jeder einzelne von uns kann, trotz all dem Gerede von 'früher starben die Leute schon an einer einfachen Grippe, wie die Fliegen' und der angeblich geringen Lebenserwartung, auf eine lückenlose Ahnenreihe bis zurück zum ersten, einfachen Einzeller zurückblicken. 'Einfach' möchte ich hier insoferne relativieren, dass selbst heute noch kein Wissenschafter eine Zelle bzw. einen Einzeller restlos erklären, reparieren, geschweige denn herstellen kann. Wir schafften es also - das sollte man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen - völlig Medizin-, Wissenschfts- und Technik- los, nicht nur hunderte Millionen Jahre zu überleben, sondern uns auch noch von einer einzigen Zelle zu einer hyperkomplexen x Billionen Zellen zählenden Organisation hochzuentwickeln. - Und das vollbrachten unsere direkten Vorfahren! Natürlich gab es rund um diese Abstammungslinien viele Tode, viel 'Evolutionsabfall'. Aber unsere Vorfahren waren die Tüchtigen, die Überlebenden.
Was also sollte uns passieren? Warum rennen wir zu Ärzten? Warum werden wir krank?
Darauf gibt es eine kurze und verblüffende Antwort:
1) Krankheit ist in der Schöpfung, in der Evolution für uns nicht vorgesehen!
2) Alle dennoch auftretenden Erkrankungen sind selbst verursacht bzw. wären vermeidbar.
Wieso nun gab es in der Vergangenheit so viele Tode, so viel Aussterben? Wieso gibt es heute noch so viele Kranke, Tote, Verunglückte?
Die Antwort ist schlichtweg Schöpfungs- genial einfach! Jeder Überlebende gibt seine Überlebensstrategie an seine Nachkommen weiter. Diese Informationen sind bereits durch so viele Erfolgsgenerationen erprobt, ausgelesen und abgesichert, dass sie als Garant für ein sicheres Überleben gelten können. Damit die Entwicklung aber nicht stockt, hat der Schöpfer sozusagen mit etwas Unzufriedenheit und Experimentierlust nachgewürzt. Damit gibt sich nun kaum jemand mit seinem ererbten Guthaben zufrieden, sondern versucht neue Lebenswege. Ist er dabei erfolgreich, hat die Schöpfung eine Überlebensinformation dazugewonnen und kann und wird sie weiterverwenden und weitergeben. Ist das Experiment schief gegangen, .... Naja, daraus besteht unser Humus; - auch wichtig!
Daraus kann man nun völlig richtig schließen, dass man nur auf eine der letzten abgesicherten Erfolgsstufen zurückzusteigen und sämtliche Experimente zu unterlassen braucht, um das Maximum an Gesundheit und Vitalität zu erreichen bzw. genießen zu können.
Jetzt gilt es nur noch zu klären, warum dann die Oma mit 40 an einer Lungenentzündung starb und Mozart nur 36 wurde. Die Erklärung ist die unvorstellbare Langsamkeit der Evolution.
Die, in letzter Zeit ja ganz Gen- geile Wissenschaft hat festgestellt, dass wir zu 98,4% mit den uns ähnlichsten Primaten ident sind. Nun ist es aber schon 5 Millionen Jahre zurück, dass wir gemeinsame Vorfahren hatten. Daraus läßt sich leicht errechnen, dass die Veränderung unserer Gesamtheit um nur ein Hunderstel, 3 Millionen Jahre dauert. Oder anders gesagt, wir können nur die allergröbsten Fehlexperimente als solche erkennen. Die 'lässlichen' Fehler werden erst über Generationen beseitigt, bzw. erfolgreiche Experimente erst im Laufe von Jahrtausenden übernommen.
Damit ist klar, dass uns weder die guten Ratschläge unserer Alten, noch die Anweisungen von Parcelsus wirklich weiterbringen; da müssen wir schon etwas weiter zurückgehen. Ich habe mir - da sie mittlerweile sehr gut erforscht sind - die Lebensweise und den Zustand der Menschenaffen angesehen. Und siehe da, sie scheinen uns nicht nur unser Paradiesleben konserviert zu haben, sondern beweisen auch, dass absolute Gesundheit und Fitness möglich ist. Sie kennen weder Krebs, noch Allergien, Asthma, Arthrosen, Lepra, Karies oder andere Krankheiten in unserem - leider steigendem - Ausmaß. Die Geschichte der IMU*O- Schimpansen, die verbrecherischerweise gezielt HIV- infiziert wurden, aber nicht und nicht erkranken wollten ist vielleicht noch in Erinnerung. Zum Nachdenken scheint sie die Wissenschaft aber nicht wirklich angeregt zu haben.
Die einfache Erkenntnis all dieser Überlegungen und mittlerweile auch tausenfacher Erfahrungen ist:
Gibt man dem Körper die Bedingungen unter denen er sich zur heutigen Form entwickelt hat, an die er sich optimal angepasst hat, beginnt er sofort Schäden effizient zu reparieren bzw. einen topgesunden Zustand herzustellen und zu erhalten.
Jede Erkrankung - und dabei sollten wir sehr genau schauen, denn viele Unpässlichkeiten, wie Husten, Verkühlungen u.ä. halten wir mittlerweile für normal. Jede Erkrankung also ist ein Zeichen dafür, dass wir uns fehlverhalten haben.
Nun könnte ich, um zu dem Baumbeispiel zurückzukommen, hunderte Regeln anführen, wie man sich zu verhalten hat. In Büchern, im Internet und bei Rohköstlern und Naturfreaks sind diese auch tatsächlich zu bekommen. Einfacher ist jedoch, sich mit Hilfe einiger Naturdokus und einem, mit dem Satz 'so natürlich/ ursprünglich wie möglich' verifizierten Tagesablauf, ein 'Fernziel- Bild' zusammenzuträumen, das dann als allgegenwärtige Referenz dienen kann.
Das Wunderbare an dieser Lebensweise ist, - gerechter Gott, sei Dank - dass sich damit bald herausstellt, dass das Einfachste nicht nur für uns das Gesündeste ist, sondern auch noch Arbeit, Geld und Energie spart, paradiesisch köstlich schmeckt und auch noch die Umwelt schont. Es ist also schon ein großer Schritt in eine bessere Zukunft, wenn wir all diese Dinge aus reinem Eigennutz tun. Aus liebevoller Überzeugung und dem Einssein mit der ganzen Schöpfung getan schafft es den Himmel.
So einfach kann also der körperliche Teil optimiert, der hardware- Ast stark und vital gehalten werden. Damit will ich nichts gegen die heutige Wissenschaft oder Medizin sagen. Sie leisten zweifellos großes. Nur können sie
a) weder der millionenjährigen Erfahrung und Effizienz der Natur aufweisen, noch haben sie
b) eine Chance gegen die immer weiter fortschreitende, von der Gier der Wirtschaft und der Gedankenlosigkeit der Konsumenten getriebene Selbstzerstörung der Menschen.


Sehen wir uns den zweiten Hauptast an, verhält es sich mit der 'software', mit dem Geistigen, Psychischen ähnlich einfach. All die unzähligen Sorgen die uns plagen, sind von uns selber, durch

a) durchwegs unnötige Konventionen, Vorschriften, Moden, Verhaltenskodizes, etc. und
b) unsere Einstellung
verursacht.
Als Beispiel mag wieder ein Blick ins Tierreich dienen, denn es gibt nicht nur die von Menschen gerne behauptete tierische Bestialität nicht - die schlimmsten Verbrechen, Kriege und Greuel wurden ausschließlich von Menschen, trotz all ihren Religionen, Ethikkomissionen und dergleichen, begangen -, sondern auch kaum eine der zahlreichen menschlichen Neurosen und Verhaltensabnormitäten. Tiere haben eine erstaunlich tolerante, jedem eine Nische lassende, friedfertige Vielfalt hervorgebracht. Und letztendlich ist auch die von den Religionen gepredigte Liebe zuallererst ein uraltes Evolutionsprodukt, dass von säugenden Tiermüttern 'erfunden' und zu einer Perfektion weiterentwickelt wurde, die bei heutigen Müttern kaum mehr zu finden ist. Da aber, und hier spannt sich, durch unser körperlich- geisiges Gehirn, der Bogen zum körperlichen Teil, auch unser Verhalten, unsere Bedürfnisse größtenteils weitervererbt werden, lebt in uns noch immer das Uraltbedürfnis nach genau dieser 'Affenliebe' fort. Bloß dass sie aus 'kulturellen' Gründen, von Beginn an völlig mißachtet wird und ein frustriertes, unzufriedenes Kind zurückläßt, dass mit Ersatzstoffen ruhiggestellt wird und zu einem angstbesetzten, liebesunfähigen und neurotischen Menschen heranwächst.
Bedenkt man, dass wir auf der Tierstufe schon einmal diese friedfertige, allem gegenüber offene, interessierte bis liebevolle Gelassenheit inne hatten, die bei (wildlebenden) Menschenaffen zu beobachten ist, kann man kaum fassen, dass wir unseren Verstand dazu benutzt haben, diesen paradiesischen Zustand in diese heute gelebte angstbestzte, rücksichtslose, intolerante und egoistische Gier zu verwandelten.
Wir haben Angst vor Krankheiten, essen/ leben sie uns selber aber an. Wir haben Angst vor Kriegen, produzieren Waffen. Wir haben Angst vor Einsamkeit inmitten von Milliarden Geschwisterwesen. Wir haben Angst vor dem Tod, obwohl er unabwendbar ist. Wir haben Angst vor unserem Fehlverhalten, obwohl wir unzählige Regeln aufstellten und von anderen einfordern. Wir haben Angst vor unserem Versagen, obwohl wir uns die Latten immer irreal höher legen. Wir haben Angst. Wir haben Angst. Wir haben Angst. Wir haben sogar Angst vor der Angst!
Ebenso wie Angst die letztendliche Ursache von Egoismus, Rücksichtslosigkeit, Gier, Intoleranz, etc. ist, ist die Liebe die Grundschwingung, der Motor für kooperationsfreudige Zuwendung, Interesse und Offenheit, Mitgefühl und Selbstlosigkeit.
Das heißt ganz einfach, wir sollten von den Tieren nicht nur ihren Umgang mit ihren Jungen, sondern auch den untereinander (wiederer)lernen. Wollen wir diese Stufe nicht nur erreichen sondern mit Hilfe unseres Geistes noch weiterentwickeln, stehen uns jede Menge Vorbilder und Ideale zur Verfügung. Am besten gelingt diese Umprogrammierung ebenfalls durch ein allgegenwärtiges, zusammengeträumtes und -komponiertes Idealbild, gepaart mit Achtsamkeit für das tatsächliche, gelebte Verhalten.
Lassen wir nicht länger zu, dass die Ursehnsüchte unserer Kinder unbefriedigt bleiben, dass sie unglücklich und damit manipulierbar werden, dass sie anfällig bis hungrig auf all die tausende Ersatzdrogen bleiben. Lassen wir nicht länger zu, dass wir uns aus Angst gegenseitig das Leben vermiesen. Lassen wir nicht zu, dass uns immer neue Ideale, immer neue Sehnsüchte, immer neue Bedürfnisse einprogrammiert werden. Schaffen wir uns unsere eigenen Bilder und Ideale und halten wir uns dabei nicht an, vielleicht noch so überzeugende, Einflüsterer von Wirtschaft, Wissenschaft und Religion mit ihren ständig wechselnden Angeboten, Erkenntnissen und Drohungen, sondern an die Referenz, die uns wunderbar beständig durch die Jahrmillionen brachte, die Natur, die Schöpfung, die Evolution.

 
 
 
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