Organ der Superlative - unser Darm
Der Darm ist ein Organ der Superlative und das Lebenszentrum des Körpers. Wenn der Verdauungsapparat schlapp macht, ist Gefahr im Verzug.Zahlen und Fakten:
Die Schleimhäute des Dünndarms messen - ausgebreitet - fast 200m², das ist etwa 100mal mehr als unsere Hautoberfläche.
Das Verdauungssystem hat eine Länge von etwa 8m.
70% der Abwehrzellen (Immunsystem) sitzen im Darm.
Rund 100 Mio. Nervenzellen sind in den Darmwänden zu einem Netz verflochten - mehr, als das gesamte Rückenmark besitzt.
Bei geschätzten 8 Minuten täglich verbringt ein Europäer im Laufe seines Lebens 3466 Stunden oder 144 Tage auf dem WC.
Wie schnell die Nahrung den Magen wieder verlässt, hängt unter anderem von ihrer Zusammensetzung ab; im allgemeinen gilt: je höher der Fettgehalt des Nahrungsbreis, desto langsamer wird er verdaut.
40g Kohlenhydrate können bis zu 12 Liter Wasser erzeugen. Der größte Teil wird von den Darmbakterien wieder verbraucht.
Ein sensibles Organ also, - dessen sollte man sich immer bewusst sein. Das Gesundheitsbewusstsein eines jeden Einzelnen sollte geschärft werden.
Schon Hippokrates lehrte: "Der Tod liegt im Darm oder Das vitale Leben!". Diese jahrtausendalte Erfahrung hat gerade in der heutigen Zeit besondere Gültigkeit, denn ein optimal funktionierendes Verdauungssystem ist in der Tat der sichere Schlüssel zu Vitalität und Wohlergehen des gesamten Organismus einschließlich Gehirn, Nerven- und Hormonsystem.
Der Darm ist sozusagen das große Tor zur Gesundheit im Zellstaat Körper, in dem über
stabile Gesundheit oder
Degeneration und Krankheit
entschieden wird. 95% aller akuten und vor allem chronischen Krankheiten im Organismus werden direkt oder indirekt mit einer gestörten, dysbiotischen Darmflora in Zusammenhang gebracht. Ursprung allen übels ist eine schlechte Verdauung. Eine gesunde Verdauung und ein regelmäßiger Stuhlgang tragen viel zum körperlichen Wohlbefinden bei.
30 Tonnen Nahrung und mehr als 50000 Liter Flüssigkeit passieren im Laufe eines durchschnittlichen Lebens den Körper. Im Dünndarm werden die lebensnotwendigen Stoffe aus der Nahrung in den Körper aufgenommen, der Rest weitergeleitet. Dieser Brei gelangt in den Dickdarm, der den Flüssigkeitshaushalt im Darm reguliert und Wasser entzieht- den Speisebrei eindickt.
Der gesamte Verdauungstrakt ist mit einer empfindlichen Schleimhaut ausgekleidet. Eine gesunde Darmschleimhaut dient als optimaler Nährboden für Gesundheit und Wohlergehen mit den darauf angesiedelten Mikroorganismen, die das Eindringen von kontinuierlich anfallenden giftigen Stoffwechselprodukten und Fremdstoffen in das Innenleben des Organismus verhindern kann. Vor allem die Darmsymbionten Lactobacillus Acidophilus und Bifidus dienen als Schutzfaktor zur Gesunderhaltung des Darms, sind für das Wohlbefinden unentbehrlich.
Zusätzlich schützen sie Leber, Pankreas, Galle und das übrige Verdauungssystem vor krankmachenden Fäulnis- und Gärungsgiften. Der gesamte Stoffwechsel kann nur präzise funktionieren durch die Anwesenheit dieser Bakterien, da sie die Aufnahme, Aufspaltung und Auswertung der Vital- und Aufbaustoffe sehr begünstigen. Unter idealen Bedingungen findet man 500-800 mrd. Mikroorganismen in einem Gramm Darminhalt. Ein einziger Symbiont kann sich unter äußert günstigen Wachstumsbedingungen in 11 Stunden auf 5 Milliarden Mikroorganismen vermehren!Artenspektrum der Darmflora
Der Darm ist Lebensraum für viele Mikroorganismen (Bakterien, Pilze,..). Das Zusammenleben zwischen Mensch und Mikroorganismus ist zum beiderseitigen Nutzen: Der Mensch bietet Schutz, Nahrung und Unterschlupf, während die Mikroorganismen die Verdauung erleichtern, Vitamine liefern, die Immunabwehr unterstützen und schädliche Keime fernhalten.
Es gibt physiologische Mikroorganismen, die dem Körper nützen, indem sie ihm bei der Aufspaltung der Nahrung helfen, das Immunsystem trainieren und das Eindringen von Krankheitserregern verhindern. Letzteres geschieht durch Nährstoffkonkurrenz, Bildung antibiotischer Stoffe und Absenkung des pH-Wertes durch Bildung organischer Säuren.
Allerdings beherbergt der Darm aber auch ungünstige, unphysiologische Mikroorganismen, die giftige Stoffwechselprodukte produzieren und Krankheiten verursachen.
Die Besiedlung ist abhängig vom Milieu und Zustand des Immunsystems. Rund ¾ des Immunsystems sitzt im Darm, dessen Aufgabe es ist, körperfremde Stoffe zu erkennen und abzuwehren, um den Körper vor Krankheiten und Infektionen zu bewahren.
![]()
![]()
Durch denaturierte [also erhitzte, tiefgefrorene oder auf andere Art hochverarbeitete, Anm. Lac] Nahrungs- und Genussmittel kommt es Schritt für Schritt zur sicheren Degeneration des hochempfindlichen Schleimhautmilieus, die Lebensgemeinschaft Mensch und Mikroorganismus ist zerstört. Das Immunsystem ist überlastet und es ist für die Gifte nur noch eine Frage der Zeit, bis sie in die Blutbahn gelangen und von dort weg ganze Organe und Organsysteme befallen können.
Die große Gefahr dabei ist, dass sich die ernährungsbedingte Vergiftung am Anfang schleichend und fast unbemerkt vollzieht; so beginnen Krankheiten längst bevor der Mensch sie spüren kann.
Frau Mag. Heide Wagner verfasste diesen wunderbaren Text und berät in Ernährungsfragen.
| - Startseite |