Dr. med. Grete Merlet

Wiener Naturheilärztin findet das Geheimnis der 'Schwarzen Galle'

Als Schülerin von F.X. Mayr, Dr.Gerson, Dr. Schwarz, Fr. Schlenz u.v.A. entwickelte sie ihre eigene, jahrzehntelang in ihrer Klinik verfeinerte Entschlackungsmethode.
Dabei wird individuell so lange gefastet, bis die 'SchwarzeGalle' ausgeschieden wird. Dieser Ausdruck wurde von Fr. Dr. Merlet geprägt, fand sich aber im Nachhinein auch bei H.v.Bingen und Dr. Mayr und läßt eine interessante NeuInterpretation der Schwarzen Galle bei Hippokrates zu.
Fr. Dr. Merlet beschrieb in einem Vortrag im Februar 98, im Ersten Österrechischen Naturheilverein ihre Methode und berichtete von vielen Heilungsfällen.

Hier meine Zusammenfassung:
Kurzfasten, Saunabesuch, etc. scheidet nur aus, was zu diesem Zeitpunkt im Körper (Blut z.B.) mobil ist.
Bevorzugt wird in der Nacht und in Ruhezeiten ausgeschieden. Deshalb ist auch der MorgenUrin am dunkelsten und brauchen vergiftetere Menschen mehr Schlaf bzw. morgens Startmittel wie Kaffee u.Ä.
Während der Fastenkur unterstützt Dr. Merlet den Körper durch Wärme (Heizdecke), Myesche Darmgymnastik, Kräuterpackungen, feuchte Umschläge, TröpfchenEinläufe und natürlich Ruhe.
Tröpfcheneinläufe deshalb, da eine weitere Aufdehnung der, meist ohnehin schon überdehnten, Dickdarmwände, durch größere Mengen Wasser, die Muskulatur nur weiter schwächen würde. Nur ein dünner/ leerer Darm kann seine Muskeln stärken bzw. korrekt arbeiten lassen.
Die Einläufe werden täglich gemacht und die Ausscheidung täglich kontrolliert. Dabei läßt sich, individuell verschieden, eine Abnahme der Stuhlmenge nach 1- 2 Wochen beobachten, die häufig bis zur Ausscheidung reinen (Einlauf) Wassers führt. Zu diesem Zeitpunkt sollte die Kur noch NICHT abgebrochen werden, denn erst jetzt beginnt der Körper, auch alte, immobile Depots anzugreifen. Die Ausscheidung der dann bald folgenden 'Schwarze Galle' (tiefschwarz, mit Grünstich, schleimig, extrem übelriechend, 'furchtbar, unvorstellbar'(zit.)) sollte abgewartet werden. Diese Ausscheidungsphase kann zwischen 1 Tag und 2- 3 Wochen dauern.
So kommt man oft auf eine Kurdauer von 6- 7Wochen.
Lt. Fr. Dr. Merlet dürften auch andere Heiler von diesem Effekt profitiert haben. Breuss beispielsweise hat seine Krebs- Saft- Kur für mindestens 6 Wochen angelegt. In früheren, vielleicht noch weniger 'vergifteten', Zeiten waren 40 Tage (Jesus, Mohammed) obligat.
Während der Merlet- Kur erhalten die Patienten morgens Bittersalz (1/4l heißes Wasser mit 1 gestrichenen Teelöffel Bitter-, Glauber- oder Karlsbader- Salz), Tee mit Honig und Zitrone, Mittags Gemüsebrühe und Abends wieder Tee mit Honig und Zitrone. Damit kommt kein Hungergefühl auf.
Getrunken braucht erst zu werden, wenn Durst auftritt und das ist erst der Fall, wenn die Schlacken sich zu lösen beginnen.
Obwohl Frau Dr.Merlet betonte, dass mit dieser Methode nicht alle Krankheiten heilbar sind (aber keine Heilung mit diesen Schlacken möglich ist) finden sich in ihren HeilungsBerichten: Gangrän, eitrige Cholangitis, erhöhter Cholesterinspiegel, Müdigkeit, Glaukom, neurovegetative Störungen, Angina pectoris, Wucherungen, Gallensteinanfälle, Nierenbeckenentzündung, Megacolon, Gastritis, Colitis, Bronchitis, Lähmung nach Schlaganfall, Muskel- und Gelenkrheumatismus, Sponylathrose, Trigeminusneuralgie, Migräne, Ekzem, ...

Mit dieser Aufzählung am Ende der Zusammenfassung kehr ich auch schon wieder zum eigentlichen Thema dieser page zurück, zur NaturPur- Ideologie, bei der ja längst bekannt ist, dass das ganze Diagnostizieren, Benennen und Einteilen/ Unterscheiden in verschiedene Krankheiten, eine reine Fleißaufgabe (für Akademiker) ist. Denn:

Sobald wir dem Körper/ der Natur die Möglichkeit geben,
sich zu regenerieren tut er/ sie das.
Egal ob es vorher am Arm juckte oder im Bauch wucherte.
Von Fr. Dr. Merlet bleibt somit nicht nur ein beeindruckendes Lebenswerk, sondern auch eine Methode, die 'Normal'- Essern eine Schadensbegrenzung und (zukünftigen) Rohköstlern einen perfekten 'Rein Tisch'- Start ermöglicht.
Fr. Dr. Merlet war übrigends seit ihrem 17 Lebensjahr Vegetarierin.
 
 
 
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