Im usenet hat sich jemand die Mühe gemacht, Teile des '50 Geheilte Krebsfälle'- Buches abzutippen. Ich darf diese Texte hier verwenden und damit Appetit auf mehr (Dr. Max Gerson: Eine Krebstherapie, Fünfzig geheilte Krebsfälle, ISBN 3-89526-000-2, Waldthausen-Verlag 1996) machen.
 

Gerson's Therapie (hier: Krebs und Tbc)

Der Inhalt dieser Serie von Infos über die Therapie Gerson's wird hoffentlich viele Patienten erreichen, die unter chronischen Krankheiten leiden. Ebenso werden sicher viele Ärzte, die sich mit hohem Engagement für die Gesundheit ihrer Patienten einsetzen möchten, diese hocheffektive Therapie erlernen und anwenden wollen :-)

Krebs nach wie vor  eine der häufigsten Todesursachen. Man erkennt es auch an den vielen Prominenten, die an Krebs sterben. Krebs ist sicher keine Prominenten-Krankheit, nur gelangt es dort schnell an die Öffentlichkeit. Die Krebstherapie der Virchow-Medizin scheint daher bei allem Fortschritt doch erst am Anfang zu stehen.

Umso erstaunlicher, dass andere Möglichkeiten der Krebstherapie totgeschwiegen, angefeindet, ja sogar bekämpft oder ins Lächerliche gezogen werden. Eine selbst den meisten Krebsforschern (sie suchen nach "kranken" Molekülen und Substituenten!) völlig unbekannte Krebstherapie ist die nach Gerson. Ich empfehle hierzu  folgendes Buch:

Dr. Max Gerson: Eine Krebstherapie, Fünfzig geheilte Krebsfälle, ISBN 3-89526-000-2, Waldthausen-Verlag 1996

Max Gerson (1881-1959) hat diese Therapie ursprünglich zur Behandlung seiner eigenen Migräne, später unter Förderung durch Ferdinand Sauerbruch (dem damaligen Tbc-Papst in D) zur Behandlung von Tbc entwickelt, zu einer Zeit als es noch keine Chemotherapeutika und Antibiotika gab. Unter Aufsicht von F.S. wurde ein Test mit 450 Lupus-Patienten (eine damals unheilbare, tödlich verlaufende Haut-Tbc) durchgeführt. Bis auf 4 Versuchsteilnehmer genasen alle (99%) Lupuspatienten. Zu diesem Zeitpunkt (1928) hatte Fleming die Grundlagen für das spätere Penicillin gefunden. Diese nichtmedikamentöse Therapiemöglichkeit von schweren Infektionskrankheiten war daher damals eine internationale Sensation und ist das eigentlich auch heute noch. Die Ergebnisse der genannten Studie wurden damals in allen wichtigen med. Fachzeitschriften veröffentlicht.

Unter den später geheilten Tbc-Patienten befand sich auch die Ehefrau Albert Schweitzers, mit dem Gerson eine lebenslange Freundschaft verband.

Später (ab 1928) hat er die Methode zur Krebstherapie modifiziert. Nach Flucht aus Deutschland, gründete er zuerst in den USA, dann in Mexiko Krebs-Kliniken. Albert Schweitzer, der seinen eigenen Diabetes mit dieser Therapie kurierte, hat Max Gerson im Nachruf als für ihn "eines der größten Genies in der Geschichte der Medizin" bezeichnet.

Kernstück der Therapie ist eine Iod- und kaliumreiche und kochsalz-"freie" Kost in Form von frisch gepreßten Säften  ausgewählter Pflanzen aus "Bioanbau", zusätzlich täglich mehrfach Kaffeeeinläufe (Coffein wirkt auf diesem Wege - anders als oral - mehr auf Leber bzw. Gallenwege) und Abführmittel (M.G. verwendete Rhizinusöl).

Das Ziel (und Vorausetzung für den Therapieerfolg) besteht zunächst in einer Entlastung und Regeneration der Leber, in einer Normalisierung des Natrium/Kalium -Gleichgewichtes sowie der Schilddrüsenfunktion.

Diese Therapie ist gehört zu den intensivsten Ausleitungsverfahren. Häufig muß man nach Abreise der  vorher für unheilbar erklärten Krebspatienten das Zimmer renovieren. Ähnliche, aber nicht auf Krebs spezialisierte Ausleitungskuren sind die Kuren nach Mayr, Buchinger und Schroth.

Die Krebstherapie Gersons ist nicht einfach eine vegetarische Diät (M.G. heilte auch an Krebs erkrankte Vegetarier). Sie erfordert viel know how und einen hohen Einsatz vom Patienten, Arzt und Pflegepersonal über einen langen Zeitraum (1-2 Jahre). Es handelt sich dabei auch nicht um eine Art Saftfasten. Im Gegenteil, der Patient wird mit dieser Kost vollwertig und eher reichlich ernährt. Er trinkt in kleineren Portionen so viel Obst- und Gemüsesaft, wie Herz, Kreislauf und Nieren es zulassen.

Eine Reporterin von BBC London hat ihre Erlebnisse als Patientin Gersons (Malignes Melanom) aufgeschrieben:  Beata Bishop:"Ich sollte sterben".

Gerson hat fast ausschließlich Patienten, die von der Virchow-Medizin aufgegeben waren, zur Heilung verholfen. In diesem Sinne kann man seine Therapie auch nicht als Alternativ-Medizin bezeichnen. Besser wohl als letzte Rettung für viele Patienten. Wer aber jetzt glaubt, man könne Krebs einfach mit Rohkostsäften heilen, befindet sich in einem fatalen Irrtum und nicht in Übereinstimmung mit Gerson. Es gehört auch eine vollständig ausgerüstete Klinik dazu, in der jeder Patient individuell behandelt wird.
 

Zu Gerson's Therapie chronischer Erkrankungen, insbes. Krebs

<Zitat an>
Um einen Genesungsprozeß <hauptsächlich geht es dabei um Krebs, R.B.> in Gang zu bringen, muß der Arzt als erstes anhaltend den Körper entgiften, vor allem das Leber-Gallen-System.
Kaffee-Einläufe sind dafür am besten geeignet. Man hat festgestellt, daß das Koffein die Gallengänge erweitert und die Beseitigung angesammelter Gifte fördert. Die häufige Aufnahme frisch gepreßter Obst-und Gemüsesäfte regt die Nieren an, den Körper zu entgiften.

Da die Säfte überaus reich an Mineralien, Enzymen und Vitaminen sind, leiten sie einen Prozeß ein, der den erschöpften Organen diese Substanzen zurückgibt. Wir können diesen Vorgang nicht dadurch vereinfachen, daß wir beispielsweise Wasser trinken und Pillen schlucken, die Vitamine, Mineralien und Enzyme enthalten. Der schwer vergiftete und geschädigte Organismus ist außerstande, konzentrierte Präparate aufzunehmen und zu verwerten. Pillen und konzentrierte Substanzen reizen den schwerkranken Patienten oft noch mehr und reduzieren seine bereits geringen Reserven.

Dr. Gerson erweiterte diese Argumentation noch und sprach sich selbst gegen das Fasten als Entgiftungsmethode aus. Gewiß, bei stark Übergewichtigen kann es einen gewissen Nutzen haben. Wir sollten es aber nicht bei chronisch Kranken anwenden, weil sie immer an Mangelerscheinungen leiden. Fasten kann die Organe nicht mit den dringend benötigten Mineralien und Vitaminen versorgen. Durch Einläufe, frisch gepreßte Säfte und reichlich frisch zubereitete Rohkost erreichen wir die Entgiftung viel schneller und wirksamer als durch Fasten.
Außerdem helfen wir dadurch dem Körper, die Mangel leidenden Organe zu reaktivieren und sich selbst zu heilen.

Die ersten Anzeichen dafür, daß die Gerson-Therapie einen Heilvorgang auslöst, sind unterschiedlicher Art. Ödeme verschwinden beispielsweise erstaunlich schnell, und Hautkrankheiten heilen rasch. Dort, wo alte Narben, Adhäsionen, Knoten oder Knochenschäden vorhanden sind, beginnt die Heilung oft als Hyperämie, das heißt der Körper erweitert die Blutgefäße, und der betroffene Bereich rötet sich und wird empfindlich.
Das mit Sauerstoff angereicherte und mit Enzymen und anderen heilenden Substanzen frisch versorgte Blut strömt in die geschädigten oder kranken Körperteile. Das kann den Patienten beunruhigen und manchmal sogar den Arzt, der nicht mit dieser Therapie und den Heilreaktionen vertraut ist (siehe auch Kapitel 27: »Reaktionen und Heilkrisen«). Diese Heilreaktion kann Angst auslösen, und manchmal wird sie fehlgedeutet, wenn nicht nur die erwarteten Reaktionen der Behandlung eintreten, sondern sich längst vergessene Narben oder schlecht verheilte Verletzungen plötzlich wieder »melden«. »Das hat mitunter sogar dazu geführt, daß Patienten die Behandlung abbrachen, obwohl sie dem Erfolg nahe waren« (Dr. Gerson).

Denken wir stets daran, daß es keine »selektive Heilung« gibt, wenn wir den Heilungsmechanismus des Körpers reaktivieren. Dieser Mechanismus greift alle chronischen Probleme an; er beseitigt alle schlummernden und aktiven Krankheiten. (Siehe dazu Fall 6: Syphilis verschwindet zusammen mit Krebs ohne ein spezifisches Syphilismedikament oder Antibiotikum.)

In den dreißiger Jahren hatte Dr. Gerson seine Therapie noch nicht so weit entwickelt, daß er ständig gute Resultate in der Krebsbehandlung erzielen konnte. Dennoch hatte er bereits mit dieser weniger wirksamen Therapie Erfolg. Im Jahre 1932 schrieb er:

»Meine Ergebnisse mit der Gerson-Therapie sind bei Arthritis deformans sehr zufriedenstellend. Auf Röntgenbildern ist zu sehen, daß sich die Struktur der kranken Knochen im Laufe der Diät verändert. Die Kompakta wird dichter und ist besser gezeichnet. Subjektiv spüren die Patienten eine Symptomlinderung, sie können sich wieder bewegen und arbeiten. In diesen Fällen ist es besonders wichtig, die Eiweißzufuhr zu beschränken.

Auch Epileptiker sprechen sehr gut auf die Therapie an. Im vorigen Jahrhundert benutzten die beiden französischen Wissenschaftler Toulouse und Richet eine salzfreie Diät, um Epileptiker zu behandeln, und die Resultate waren gut. Wenn sie zudem phosphorreichen Kabeljaulebertran verabreichten und die Eiweißzufuhr strikt einschränkten, beschleunigte sich die Genesung deutlich. Geisteskranke wurden gesund. Neurasthenikern ging es viel besser. Impotente männliche Neurastheniker gewannen sogar ihre Potenz zurück. Andererseits normalisierte sich eine abnorm starke Libido.

Auf dem äußerst umfangreichen Gebiet der Hautkrankheiten ist die salzfreie Diät überaus nützlich bei Akne, Ekzemen, Nesselausschlag, Prurigo (Hauterkrankungen mit typischen Knötchen), Pemphigus (schwere blasenbildende Hauterkrankung) usw. Darauf hat bereits LUITHLEN hingewiesen. Bei Lupus vulgaris (sich flächenhaft ausbreitende Hauttuberkulose) und Psoriasis (Schuppenflechte) ist die Therapie sehr wirksam, selbst in schweren Fällen mit teilweiser Sklerodermie (Krankheit mit systematisierten, fortschreitenden Bindegewebsveränderungen).

Besonders bemerkenswert ist, daß die Therapie alte Narben und Adhäsionen auch bei Keloidakne auflöst. Multiple-Sklerose-Patienten sprechen gut auf die Therapie an. Geschwüre und Narbengewebe werden absorbiert und geheilt. Wenn jedoch Nervengewebe zerstört ist, kann es nicht regeneriert werden.

Auch bei vielen anderen chronischen Krankheiten ist die Gerson-Therapie äußerst wirksam, obwohl die Ursache oft unklar oder unbekannt ist. Basedow-Patienten reagieren günstig; sie müssen aber nach etwa vier Wochen Eiweiß bekommen, sonst können Schwäche und Gewichtsabnahme die Folge sein. Dysmenorrhö (schmerzhafte Menstruation), Scheidenausfluß und atypische, 21 Tage oder 5 - 6 Wochen dauernde Menstruationen normalisieren sich allmählich.

Daß die Therapie bei Nierenstörungen wirkt, ist einleuchtend. Wichtig ist auch, daß Krankheiten der Atemorgane, zum Beispiel Asthma, sehr gut zu beeinflussen sind. Patienten mit Bronchiektase (sackförmige Erweiterung der Bronchialäste), auch chronische Fälle, reagieren ausnahmslos gut,

Ein wichtiges Anwendungsgebiet sind Herz- und Kreislaufkrankheiten. Dort sind die Resultate hervorragend, ebenso bei Arteriosklerose und damit zusammenhängenden Nierenkrankheiten. In solchen Fällen ist es wichtig, den Eiweißkonsum einzuschränken.

Interessant ist auch, daß in fast allen Fällen von schwerer Migräne auch eine Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) vorliegt. Sie verschwindet immer zusammen mit der Migräne. Meiner Erfahrung nach geht auch schwere Arthritis deformans oft mit Parodontitis einher."
<Zitat aus>
(Max Gerson: Eine Krebstherapie, S.479-481, ISBN 3-89526-000-2)
 

Gerson's Therapie: z.B. Krebs, Multible Sklerose, Progressive Muskeldystrophie

<Zitat an>
Kapitel 33
Kombinierter Diätplan
Die Therapie erfordert Anleitung durch einen Arzt, da es oft zu Komplikationen, »Rückschlägen«, Aufflackern von Infektionen und anderen körperlichen Schwächen kommt, die einer speziellen Behandlung bedürfen.

Bitte lesen Sie die folgenden Richtlinien immer wieder, damit Sie sich gründliche Kenntnisse aneignen.

Notwendige Lebensmittel
Die Diät unterscheidet sich recht deutlich von der üblichen Ernährung.
Sie besteht hauptsächlich aus
Obst,
Säften aus Obst, Gemüse und grünen Blättern,
Gemüsesalaten,
speziellen Suppen,
Kartoffeln,
Hafermehl, Brot usw.

Alles wird frisch und ohne Salz zubereitet. Diese Diät ist die Grundlage der Therapie. Ihr wichtigstes Ziel ist die Entgiftung des gesamten Organismus und die Wiederherstellung der Leber- und Stoffwechselfunktionen. Weder die Diät allein noch die Medikamente allein sind wirksam. Entscheidend ist die Kombination.

Diese Lebensmittel werden leicht und schnell verdaut. Der Körper braucht größere Portionen und häufigere Mahlzeiten. Essen und trinken Sie, soviel Sie können, selbst während der Nacht, wenn Sie aufwachen.

Verboten sind:
Nikotin, Salz und Salzersatz, Bittersalz, Alkohol, Kaffee, Tee, Fluor in Zahncremes und im Gurgelwasser, Haarefärben und Dauerwellen, Nahrungsmittel in Flaschen oder Dosen, raffinierte, gefrorene, konservierte, geräucherte, geschwefelte Speisen, Avocados, Beeren, Trinkwasser, Getränke aus dem Supermarkt, Natriumbikarbonat in Nahrungsmitteln, Zahncremes und Flüssigkeiten zum Gurgeln, Fabrikzucker, Bonbons, Kuchen, Schokolade, Eiscreme, Weißmehl, Sahne, Gurken, Fett, Öl, Nüsse, Pilze, Ananas, Gewürze (Pfeffer, Paprika), Sojabohnen und Sojaprodukte. Zeitweilig verboten sind:   Butter, Käse, Milch, Eier, Fisch, Fleisch.

Eß- und Kochgeschirr
Verwenden Sie keine Dampfdrucktöpfe und kein Geschirr aus Aluminium, sondern Geschirr und Besteck aus rostfreiem Stahl, Glas, Emaille, Ton, Gußeisen oder Zinn.

Geräte zur Säftebereitung
Verwenden Sie ein Zerkleinerungsgerät und eine Saftpresse oder einen Chainpionentsafter, keine Verflüssiger, Zentrifugen, Mixer USW.
Anweisungen zu den notwendigen Lebensmitteln   Obst (kein Dosenobst):
Essen Sie frische Früchte in großen Mengen, und zwar Äpfel, Aprikosen, Bananen, Birnen, Grapefruits, Kirschen, Mandarinen, Mangos, Melonen, Orangen, Pfirsiche, Pflaumen, Weintrauben usw.   Gedünstete Früchte sind ebenfalls erlaubt. Gedünstete Birnen und Pflaumen sind leichter verdaulich. Erlaubt sind auch ungeschwefelte Trockenfrüchte, z. B. Rosinen, Pfirsiche, Datteln, Feigen, Aprikosen, Backpflaumen oder Mischungen.

Die Früchte werden gewaschen, eingeweicht und gedünstet. Verboten sind (siehe Liste oben): alle Beeren und Ananas - ihre aromatischen Säuren führen zu ungünstigen Reaktionen; Avocados und Nüsse - zu viele Fettsäuren; Gurken
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Trinken Sie kein Wasser - Sie brauchen Ihren Durst für Säfte und die Suppe.
(:)

Anmerkungen zur 4. Auflage:
fluoriertes Wasser ist auch zum äußerlichen Gebrauch verboten. Aus neueren klinischen Beobachtungen und Tierversuchen ist zu schließen, daß eine Aminosäure (Canavanin), die in Alfalfasprossen (Luzernensamen) und Keinüingen ent- halten ist, das »Aufflackem« von rheumatoiden Krankheiten bei Affen und Menschen hervorrufen kann. Beide Lebensmittel sind verboten.
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Frage: War Ihre Therapie auch bei fortgeschrittenem Leberkrebs erfolgreich?
Antwort. Wenn mehr als die Hälfte bis drei Viertel der Leber  zerstört sind, läßt sie sich nicht mehr so weit regenerieren, daß der  Patient gerettet werden kann. Man kann ihn vielleicht für ein halbes oder ganzes Jahr reiten; doch dann schrumpft die Leber oft,  und daran sterben die Patienten. Die Leber ist ein derart wichtiges Organ, daß, wenn sie ihren eigenen Krebs beseitigen muß, es  nur mit gesundem Lebergewebe tun kann.
Dieser Prozeß kann  das gesunde Gewebe schädigen, wenn wir den Patienten nicht  ständig, Tag und Nacht, entgiften, besonders in diesen Fällen.

Vor drei oder vier Monaten kam eine Patientin aus Philadelphia  in Begleitung ihres Sohnes und ihres Bruders zu mir. Sie berichtete, sie habe Rektumkrebs. Zuerst hatten die Ärzte sie nicht operieren wollen, später war sie inoperabel. Es war zu spät. Dann verbrachte sie ein halbes Jahr in der Hoxey-Klinik, und anschließend  ging sie mit einem Leberkrebs und einer Leber, die hart wie ein  Brett war, nach Hause.
Ich sagte ihrem Sohn und ihrem Bruder,  hier sei nichts mehr zu machen, und bat sie, die Kranke wieder mitzunehmen und es ihr zu Hause gemütlich zu machen. Aber sie  bestanden darauf, daß ich es versuchte. Ich tat es. Und es geht ihr gut! Sie kann essen und trinken, und der vordere Teil ihrer Leber  ist eine Narbe, hart wie eine Verkalkung. Wahrscheinlich ist noch genug Lebergewebe übrig.

Als ihr Sohn sie nach acht Wochen  abholte, fragte er mich: »Sehen Sie? Warum wollten Sie sie nicht  behandeln?« Mindestens vier Wochen lang machte sie alle zwei  Stunden und manchmal sogar stündlich Kaffee-Einläufe - und  zweimal täglich Rizinusöl-Einläufe! Sie hatte starke Blähungen  und schied übelriechende Substanzen in großen Mengen aus. Als  sie ging, mußten wir ihr Zimmer neu streichen lassen, Der Geruch  ließ sich nicht abwaschen. (Anmerkung von M. C: Ich habe mir eine Menge Kliniken angesehen. Dreimal habe ich auch Dr. Gersons Klinik besucht und jedesmal acht oder zehn Tage dort verbracht. Ich sah, wie Patienten im Krankenwagen und auf Tragen  eingeliefert wurden mit hoffnungslosen metastatischen Tumoren  der Leber oder des Darmes, mit Obstruktionen. Sie bekamen alle  drei bis vier Stunden Morphin. Zu meinem Erstaunen gingen diese Patienten nach zehn Tagen ohne Schmerzen umher. Ich war so verblüfft, daß ich es nicht begreifen konnte. Es war so unglaublich, daß ich meinen Sohn - er ist Chefarzt an einer Universitätsklinik - bat, mich einmal zu begleiten und sich das anzusehen. Aber es waren nicht nur Krebskranke. Ich sah dort Patienten mit chronischen Krankheiten aller Art.)

Frage: Ist Folsäure während der Krebstherapie verboten?
Antwort.- Ja. Folsäure hat sich als schädlich erwiesen.

Frage: Kann man mit Ihrer Krebstherapie auch Arthritis heilen?
Antwort.- Ja. Die Therapie ist nicht spezifisch. Sie ist keine spezifische Krebstherapie.

Frage: Wie erklären Sie sich die Tatsache, daß viele Hautkrebse und manche anderen Krebsarten chirurgisch entfernt werden können und danach nie wieder auftreten, obwohl keine Stoffwechselveränderungen eingetreten sind?

Antwort. Bei manchen Patienten ist die Leber nur zeitweilig geschädigt, so daß sie sich selbst regenerieren kann. Doch das ist nicht die Regel. Manchmal, wenn man beispielsweise einen Brustkrebs entfernt, genügt die Beseitigung der Gifte, die der Tumor selbst erzeugte, um den zeitweiligen Leberschaden zu beheben. Dann kann sich die Leber erholen.
Aber das sind Ausnahmen. Und sie taugen nicht als Grundlage einer Behandlung. Außerdem bilden sich bei manchen dieser Patienten später doch Rezidive. Vielen meiner Patienten ging es nach einer ersten Operation drei Jahre, mitunter sogar fünf Jahre lang gut. Dann wuchs der Tumor erneut. Sie waren inoperabel, und die Schulmedizin war hilflos.

Frage: Wäre es nicht besser, wenn sich Krebspatienten bis ans Lebensende vegetarisch ernähren würden?
Antwort.: Das hängt davon ab, wie weit die Leber regeneriert werden kann. Wenn sie völlig gesund ist, nach etwa eineinhalb Jahren, raten wir den Patienten nur, Fett und Salz zu meiden. Ansonsten gibt es keine Einschränkungen. Viele von ihnen leben ganz normal. Aber ungefähr drei Viertel von ihnen halten sich mehr oder weniger strikt an die Diät, und manche überzeugen #507 sogar Angehörige davon. Wir haben zum Beispiel hier in Escondido ein Foto von Herrn Walter Wagg. Er hatte eine "absolut unheilbaren" Krankheit, progressive Muskeldystrophie. Er war in den besten Kliniken gewesen, und niemand konnte ihm helfen. Wir heilten ihn.
Dann wollte seine Frau noch ein Kind haben, und es klappte. Später besuchte er mich an meinem Urlaubsort und stellte mir seine Frau und sein Kind vor. Er sagte, die ganze Familie lebe nach meiner Diät und werde es bis ans Lebensende tun, weil er in so guter Verfassung sei.

Frage: Was kann man bei reduzierter Lymphzirkulation nach einer Operation am Arm wegen Krebs tun?
Antwort.- Es ist sehr schwierig, diese Narben aufzulösen und die Lymphzirkulation wiederherzustellen. Eine sehr schwierige Aufgabe. Es dauert Jahre.

Frage: Was halten Sie von langen Fastenkuren oder periodischem dreitägigem Fasten?
Antwort: Krebspatienten dürfen nicht fasten. Ihr Körper ist ausgelaugt. Wenn sie fasten, brechen sie zusammen.

Frage: Was ist Ihrer Meinung nach wichtiger - Diät oder eine ausgeglichene Gemütslage?
Antwort: Eine ausgeglichene Gemütslage ist sehr wichtig. Aber ohne die Diät und die Entgiftung ist Krebs nicht heilbar.

Frage: Würde auch die Parkinsonsche Krankheit auf eine Behandlung ansprechen, die Ihrer Krebstherapie ähnelt?
Antwort: Was im Zentralnervensystem zerstört ist - und Par- kinson ist eine Krankheit der Basiszentren -, ist für immer zerstört. Aber man kann den Gehirnarterien mit der Therapie helfen und das Fortschreiten der Krankheit verhindern. Und man kann regenerieren, was nicht völlig zerstört ist.

Frage: Ist Anämie eine Mitursache des Krebses?
Antwort: Manchmal ist sie ein Vorstadium, vor allem eine spezielle Art der Anämie, nicht die sogenannte sekundäre Anämie.

Frage: Können zu viele Gemüsesäfte eine Alkalose verursachen?
Antwort: Nein

Frage: Otto Warburg empfiehlt höhere Sauerstoffzufuhr.
Antwort: Sauerstoff dringt nicht so leicht in den Organismus ein. Man braucht oxidierende Enzyme, mehr Kalium und die Bedingungen, unter denen Sauerstoff wirken kann.

Frage: Welche Vitamine sind in Ihrer Therapie erlaubt?
Antwort: Mit den Vitaminen verhält es sich ähnlich wie mit den Hormonen. Ich habe Patienten mit Vitamin A, Vitamin E und Vitamin B6 geschadet. Sie erleiden wirklich Schäden. Krebszellen absorbieren Vitamin A und D sofort. Niacin (Vitamin B3) ist brauchbar.

Frage: Was halten Sie von Tiefenmassage?
Antwort. Krebspatienten sollte man nicht massieren. Es ist jedoch sehr nützlich, die Haut zu reiben, um die Kapillaren zu öffnen und dem Körper bei der Anregung des Kreislaufs zu helfen. Wir reiben die Patienten zwei- oder dreimal am Tag vor den Mahlzeiten mit einer Lösung aus einem halben Glas Wasser mit zwei Eßlöffel medizinischem Alkohol und zwei Eßlöffel Weinessig ab. Diese Ganzkörperabreibung ist sehr erfrischend und unterstützt den Kreislauf

Frage: Kann man einem Patienten mit Kolostomie die gleichen Kaffee-Einläufe verabreichen wie anderen Patienten?
Antweort: Ja

Frage: Worin besteht der Zweck des Kaffee-Einlaufs?
Antwort: Eröffnet die Gallengänge

Prage: Wie können wir dem Krebs vorbeugen?
Antwort: Indem wir Leberschäden vorbeugen. Die wichtigste vorbeugende Maßnahme ist der Verzicht auf die denaturierten, toten, vergifteten Nahrungsmittel, die die meisten Leute essen. Tag für Tag vergiften wir unseren Körper. Ältere Menschen haben noch eine bessere Leber und mehr Widerstandskraft, weil sie sich in ihrer Jugend natürlicher ernährt haben. Den jüngeren geht es schlechter, und den Kleinkindern, der zweiten Generation, die von Babynahrung aus der Dose lebt, geht es noch schlechter. Sie bekommen Leukämie. Essen Sie also soviel Rohkost wie möglich, sorgen Sie für einen hohen Kaliumspiegel, und nehmen Sie ein wenig Jod.
<Zitat aus>
(Max Gerson:Eine Krebs-Therapie
 
 

Schmerztherapie bei Krebs

In der orthodoxen Schulmedizin gibt man bei Tumorschmerzen (häufig erfolglos) die stärksten Analgetika bis hin zum Morphium.

M.Gerson war der Meinung, daß man bei Krebs vor allem entgiften muß. Zugleich erkannte er, daß "es unmöglich ist, zu entgiften und gleichzeitig Medikamente und Gifte zuzuführen".

Daß beides, Entgiftung und Schmerztherapie, gleichzeitig verblüffend einfach geht, hat Max Gerson mit Kaffeeinläufen gezeigt. Man kocht 3 EL gemahlenen Kaffee in 1 Liter Wasser 3 Minuten und läßt noch weitere10 bis 20 Minuten sieden. Dann wird abfiltriert und bei Körpertemperatur verabreicht. Bei starken Schmerzen nahmen seine Patienten Kaffee-Einläufe alle zwei Stunden rund um die Uhr. "Nach wenigen Tagen hatten sie nur noch leichte Schmerzen, fast keine mehr". Zugleich sind Kaffeeinläufe durch Öffnung (Spasmolyse) der Gallenwege ein sehr effektives Entgiftungsmittel.
(M.Gerson:Eine Krebstherapie, 1.Auflage 1996, Waldthausen-Verlag, S.494.).

Unabhängig von Gerson's Krebstherapie kann man Spasmen der Gallenwege auch sehr effektiv mit Erdrauch-Tee (Fumaria officinalis, ), ein Mohngewächs und überall zu findendes "Unkraut", auflösen. Und so hat die Volksmedizin den Erdrauch denn auch gegen Depressionen, Migräne, Hautkrankheiten (z.B.Podagra), Leber- und Milzerkrankungen, Augenentzündungen, Impotenz, Krebs, Lepra und bei unerfülltem Kinderwunsch eingesetzt. Nach MADAUS sei der Erdrauch unser bestes Blutreinigungsmittel. (W. Zimmermann: Praktische Phytotherapie, ISBN 3-87758-026-2). Vielleicht wußte Gerson das nicht, vielleicht wollte er seinen Patienten auch die Erdrauch-Alkaloide nicht zuführen.
 
 
 
 

"Die Heilung von Krebs im fortgeschrittenen Stadium durch Diättherapie -
30 Jahre klinische Experimente in der Zusammenfassung"

von Dr. Max Gerson Gerson Institute, P. 0. Box 430, Bonita, Kalifornien 92002, USA
Vortrag von Dr. Gerson in Escondido, Kalifornien, im Jahre 1956. Dr. Gerson starb 1959.

Dreißig Jahre klinischen Experimentierens haben eine erfolgreiche Therapie bei fortgeschrittenem Krebs hervorgebracht. Dieser Therapie liegen folgende Thesen zugrunde:
1. Bei Krebspatienten ist das Immunsystem geschwächt, und die Gewebe, vor allem das Lebergewebe, sind geschädigt.
2. Wenn der Krebs zerstört ist, gelangen giftige Abbauprodukte in den Blutkreislauf, die zum Koma und zum Tod durch Leberversagen führen können.

Bestandteile der Therapie sind Kalium in hohen Dosen und eine salzarme Diät ohne Fett und Öl und geringen Mengen tierisches Eiweiß. Säfte aus rohem Obst und Gemüse und roher Leber liefern aktive, oxidierende Enzyme, die die Genesung der Leber fördern. Jod- und Niacinergänzungen werden verwendet. Kaffee-Einläufe erweitern die Gallengänge, so daß die Leber giftige Krebsabbauprodukte besser ausscheiden kann; sie unterstützen die Dialyse von Giftstoffen aus dem Blut durch die Dickdarmwand. Die Therapie ist als integriertes Ganzes anzuwenden. Wer nur Teile der Therapie nutzt, wird damit keinen Erfolg haben. Mit dieser Therapie habe ich viele Krebskranke im fortgeschrittenen Stadium geheilt.

Meine Damen und Herren,
ich bin hier auf Urlaub und nicht, um Vorträge zu halten. Ich habe nichts mitgebracht. Darum habe ich einige Gedanken niedergeschrieben, weil ich gebeten wurde, Ihnen zunächst zu berichten, wie meine Krebstherapie entstanden ist. Es ist eine lustige Geschichte.

Als ich im Jahre 1928 Internist in Bielefeld war, wurde ich eines Tages zu einer Dame gerufen. Ich fragte sie, was ihr fehle, aber am Telefon wollte sie mir keine Auskunft geben. Also ging ich hin. Sie wohnte ein wenig außerhalb der Stadt. Sie berichtete, sie sei in einer großen Klinik in der Nähe operiert worden, und man habe Gallenkrebs entdeckt.
Ich sah die Operationsnarbe. Sie hatte hohes Fieber und Gelbsucht."Leider kann ich nichts für Sie tun", sagte ich."Ich weiß nicht, wie man Krebs behandelt. Ich habe noch keine Erfolge beobachtet, vor allem nicht in fortgeschrittenen Fällen, die nicht mehr operabel sind." Sie sagte:"Herr Doktor, ich habe Sie gerufen, weil ich weiß, daß Sie Tuberkulose und Arthritis  schon öfter erfolgreich behandelt haben.
Also, hier ist ein Block. Schreiben Sie eine Behandlung auf Dort drüben auf dem Tisch liegt ein Buch bitte seien Sie so nett, und lesen Sie mir das Kapitel 'Krebsheilung' laut vor."

Es war ein dickes Buch mit etwa 1200 Seiten über Volksheilkunde, und in der Mitte war dieses Kapitel. Ich begann zu lesen. Die Autoren waren drei Lehrer und ein Arzt. Keiner von ihnen praktizierte Medizin. So stellten sie dieses Buch zusammen. Sie schrieben etwas über Hippokrates, der seinen Krebspatienten eine spezielle Suppe gab. Genau diese Suppe geben wir heute unseren Patienten die Suppe aus diesem Buch, deren Rezept von Hippokrates stammt, der 550 Jahre v. Chr. lebte! Er war der größte Arzt seiner Zeit, und ich glaube sogar, der größte aller Zeiten. Seiner Meinung nach mußte man Kranke mit der Suppe, mit Einläufen und so weiter entgiften.

Ich las und las, aber schließlich sagte ich zu der Dame:"Schauen Sie, andere Ärzte sind wegen meiner Tuberkulose-Therapie gegen mich. Darum möchte ich Sie nicht behandeln." Doch sie bestand darauf: "Ich gebe Ihnen schriftlich, daß Sie für die Folgen der Behandlung nicht verantwortlich sind und daß ich es so wollte." Als ich diese unterzeichnete Erklärung in der Hand hielt, dachte ich. "Na schön, probieren wir's."

Ich schrieb den Behandlungsverlauf nieder. Es war fast dieselbe Therapie, die ich bei Tuberkulose anwandte und die ich an der Münchner Universitätsklinik mit Professor Sauerbruch ausgearbeitet und praktiziert hatte. Nach der Arbeit in der Klinik hatte ich die Therapie eingeführt und festgestellt, daß sie wirkte. Ich dachte, sie werde möglicherweise auch beim Krebs wirken. In der wissenschaftlichen Literatur liest man immer wieder, daß Tuberkulose und Krebs chronische Krankheiten sind und daß die Patienten entgiftet werden müssen. Doch das letztere hat nur Hippokrates geschrieben.

Ich versuchte es und die Patientin wurde gesund! Sechs Monate später stand sie auf und war in bester Verfassung. Dann schickte sie zwei andere Krebskranke zu mir. Einer war ein Angehöriger mit Magenkrebs. Während einer Operation, die abgebrochen wurde, hatte man Metastasen außerhalb des Magens festgestellt. Auch er wurde geheilt! Dann mußte ich gegen meinen Willen einen dritten Patienten heilen. Ich rechnete mit noch größerem Widerstand meiner Kollegen. Auch den dritten Fall, ebenfalls Magenkrebs, konnte ich heilen. An drei Patienten hatte ich mich versucht, und alle drei waren geheilt!

Ich muß zugeben, daß ich bis zum heutigen Tag nicht weiß, wie ich in diese Sache hineinstolperte, wie ich das geschafft habe. Damals sagte ich immer, ich wisse nicht, warum die Patienten gesund geworden seien. Ich wußte nicht genug über Krebs, und es war ein wirklich schwieriges Problem. Doch sobald ich es im Kopf, in den Händen und im Herzen trug, konnte ich mich diesem Problem nicht mehr verweigern.

Einige Zeit später war ich in Wien. Ich hatte Deutschland wegen der politischen Wirren unter Hitler verlassen. In Wien behandelte ich sechs Krebskranke und hatte keinen Erfolg sechs Fehlschläge! Das war erschütternd. Das Sanatorium, in dem ich meine Patienten behandelte, war auf Diäten nicht sehr gut eingerichtet. Man behandelte dort andere Krankheiten nach anderen Methoden und achtete kaum auf die Ernährung. Daher schrieb ich die Fehlschläge diesem Umstand zu.

Dann ging ich nach Paris. Ich behandelte sieben Krebspatienten und war dreimal erfolgreich. Einer der Kranken war ein alter Mann. Er hatte Blinddarmkrebs, dort, wo der Dickdarm beginnt, und war 70 Jahre alt. Eine andere Patientin war eine Dame aus Armenien. Das war ein sehr interessanter Fall. Ich mußte gegen die ganze Familie kämpfen. Es gab viele Ärzte in der Familie, und ich hatte eine Menge Ärger. Trotzdem schaffte ich es. Sie hatte ein Brustkrebsrezidiv. Die Familie klagte andauernd darüber, wie"heruntergekommen" die Frau sei. Sie wog nur 70 Pfund. Sie war nur Haut und Knochen, und die Angehörigen wollten, daß ich ihr Eigelb gab. Ich gab ihr ein klein wenig Eigelb und der Tumor wuchs wieder. Dann bestanden sie darauf, daß ich ihr Fleisch gab, rohes Hackfleisch. Ich gab es ihr, und der Tumor wuchs erneut. Beim dritten Mal wollten sie, daß ich ihr etwas Öl gab. Ich gab ihr Öl, und zum drittenmal wuchs der Tumor. Dennoch konnte ich den Tumor dreimal beseitigen und die Patientin retten. Und ich hatte immer noch keine Ahnung, was Krebs ist. Wenn mich jemand nach meiner Theorie gefragt hätte, ich hätte antworten müssen:"Ich weiß es selbst nicht genau."

Einige Zeit später kam ich nach Amerika. Das Krebsproblem und die Heilung meiner ersten drei Patienten ging mir nicht aus dem Kopf Immer wieder dachte ich:"Es muß möglich sein. Es wäre ein Verbrechen, es nicht zu tun." Aber so leicht war das nicht. Als ich in die USA kam, hatte ich keine Klinik. Ich war nicht einmal als Arzt zugelassen. Als ich die Prüfungen abgelegt hatte und Patienten behandeln durfte, mußte ich das zu Hause tun. Es war harte Arbeit. Die Patienten mochten die Diät nicht und wollten sie zu Hause nicht zubereiten. Sie waren daran gewöhnt, in der Küche Zeit zu sparen und nicht schwer zu arbeiten, um all die Säfte zuzubereiten, die für meine Therapie notwendig waren.

Die Tuberkulosediät war salzfrei und bestand überwiegend aus Obst und Gemüse. Das Gemüse wurde in einem schweren Topf - kein Aluminium ohne Wasserzusatz im eigenen Saft gedünstet. Auch der Deckel mußte schwer sein und gut passen, damit kein Dampf austreten konnte. Die Patienten mußten die meisten Lebensmittel roh und fein gerieben essen. Sie mußten Orangensaft, Grapefruitsaft und Apfel-Karotten-Saft trinken, den sie in einem Zerkleinerer mit Presse zubereiten mußten. Ich hatte nämlich festgestellt, daß Zentrifugen mir nicht die Säfte lieferten, mit denen ich Kranke heilen konnte.

Zunächst hatte ich angenommen, Zentrifungen seien wunderbar. Kein Tropfen Saft ging verloren. Aber es klappte nicht. Dann erklärte mir ein Physiker, daß in der Mitte der Zentrifuge positive Elektrizität entsteht und daß der Saft elektrisch negativ geladen ist. Diese Elektrizität zerstört die oxidierenden Enzyme. Man muß den Saft also mit einem Gerät herstellen, das erst zerkleinert und dann preßt. Wenn möglich sollte es aus rostfreiem Stahl bestehen.

Die Patienten müssen eine Menge Säfte trinken. Und sie brauchen die"Hippokrates-Suppe". Ich kann darauf nicht im einzelnen eingehen, dafür wäre der Abend nicht lang genug. Aber Einläufe sind für die Entgiftung sehr wichtig. Ich fand heraus, daß die Entgiftung, die Hippokrates empfohlen hatte, ein äußerst wichtiger Teil der Therapie war.

Dann hatte ich endlich eine Klinik. Die Patienten merkten, daß auch Kranke im fortgeschrittenen Stadium, sogar im"Endstadium", also in einem weit fortgeschrittenen Stadium, geheilt werden konnten. Sie schickten mir immer mehr dieser "terminalen" Fälle. Ich wurde da hineingezwungen.
Einerseits lag mir das Messer der AMA (American Medical Association) am Hals, andererseits saßen mir nur schwere Fälle im Nacken. Hätte ich sie nicht gerettet, wäre meine Klinik ein Leichenhaus gewesen. Manche Patienten wurden auf Tragen gebracht, weil sie nicht mehr gehen konnten.
Sie konnten nicht mehr essen. Es war sehr, sehr schwierig. Ich mußte also unbedingt eine Therapie entwickeln, die diesen Schwerkranken helfen konnte.[10,11]. Wieder war ich dazu gezwungen.

Um herauszufinden, wo ich den Schwerpunkt setzten mußte, las ich alle verfügbare Literatur. Mir fiel auf, daß die Mediziner nur Symptome behandelten. Es muß doch etwas geben, was den Symptomen zugrunde liegt, dachte ich. Es kann nicht sein, daß es Symptome im Gehirn, andere in den Lungen, in den Knochen, im Bauch oder in der Leber gibt. Es muß eine gemeinsame Grundlage gebe, sonst ist das alles unmöglich.

Bei meiner Arbeit mit Tuberkulosepatienten hatte ich gelernt, daß man bei Tuberkulose und allen anderen chronischen Krankheiten nicht die Symptome behandeln darf. Man muß den Körper - den ganzen Körper - behandeln. Doch das ist leicht gesagt. Wie stellt man es an? Nach und nach erkannte ich, daß der Verdauungstrakt der wichtigste Teil des Körpers ist. Damit alles, was wir essen, richtig verdaut wird und damit die Organe des Verdauungssystems korrekt arbeiten und beim Abbau der Nahrung in ihre Endprodukte helfen und gleichzeitig alle Schlacken ausscheiden, müssen sämtliche Toxine beseitigt werden, so daß sie sich nicht im Organismus ansammeln können. Meiner Meinung nach war dies der wichtigste Aspekt der Tuberkulosetherapie. Bei allen anderen chronischen Krankheiten konnte es nicht anders sein. Und ich bin heute noch davon überzeugt, daß der Krebs keine"spezifische" Therapie benötigt.
 
 

Thema Migräne

Auszug des 'Eine Krebs-Therapie'- Nachwort von Charles Moore
"Bleibe der Natur nahe, und die ewigen Gesetze werden dich beschützen." Dr. med. Max Gerson Max Gerson wurde am 18. Oktober 1881 in eine Familie von Saatguthändlern in Wongrowitz (damals deutsch, heute polnisch) hineingeboren. Er war das dritte Kind einer neunköpfigen Familie. Max interessierte sich schon in jungen Jahren für die Wissenschaft, und obwohl die Schule ihn langweilte, machte er im Alter von neunzehn Jahren als eine Art mathematisches Wunderkind seine Abschlußprüfung. Obgleich Freunde ihn beschworen, sich dem Studium der höheren Mathematik zu widmen, entschied er sich für die Medizin. Er studierte an einigen der besten Universitäten Deutschlands und hielt sich teilweise selbst über Wasser, indem er nachts Musik-kritiken schrieb.

Nach dem medizinischen Examen verbrachte er den ersten Teil seiner Laufbahn in Berlin. Da ihn immer wieder Migräneanfälle plagten, die ihn zuweil tagelang arbeitsunfähig machten, mußte er in einem abgedunkelten Zimmer leben und gegen Schmerzen und Übelkeit ankämpfen. Die Schulmedizin. konnte ihn nicht helfen; denn Migräne galt als"unheilbar".

Im Jahre 1910 entdeckte Gerson ein Buch eines italienischen Arztes, der bei Migräne Ernährungstherapien empfahl. Sowohl Milchdiäten als auch Obst-Gemüse-Diäten wurden vorgestellt Die Milchkur erwies sich als unwirksam; doch die Diät mit frischem Obst und Gemüse half.

Während des ersten Weltkrieges diente Gerson der Wehrmacht als Sanitätsoffizier. Im Jahre 1916 heiratete er Margaret Hope, mit der er drei Töchter hatte Johanna, Gertrude und Charlotte. Nach Kriegsende wurde Gerson Internist und Neurologe, und er verordnete seinen Patienten die Diät, die ihm so sehr geholfen hatte. 1920 berichtete einer seiner Patienten, nicht
nur seine Migräne sei verschwunden, sondern auch sein Lupus (eine Hauttuberkulose). Gerson war zunächst skeptisch. Er bezweifelte, daß die Migränediät auch andere Krankheiten heilen konnte schon gar nicht den unheilbaren Lupus. Aber der Mann bestand darauf, und in der Tat besserten sich seine Hautschäden sichtbar. Er empfahl Dr. Gerson weiter, und nachdem auch andere Lupuspatienten von ihrem Leiden genesen waren, begann Gerson seine revolutionären Theorien von der Ernährung als Schlüssel zu Krankheit und Gesundheit zu formulieren.

Dr. Ferdinand Sauerbruch, Deutschlands führender Tuberkulose-Spezialist, wurde auf Gersons Erfolge bei der Lupustherapie aufmerksam, und er arrangierte einen Test mit 450 "unheilbaren" Lupuspatienten. Bis auf vier Ausnahmen genasen alle Versuchsteilnehmer (99%), die nach Gersons Diät lebten. Statt nun von seinen Berufskollegen gelobt zu werden, wurde Gerson vom deutschen medizinischen Establishment vor Gericht zitiert, weil er die Grenzen seines Fachgebietes - der inneren Medizin und der Neurologie - überschritten habe. Er wurde jedoch mit der vernünftigen Begründung freigesprochen, daß er Lupuskranke heile, während seine Gegner dazu, wie sie selbst einräumten, nicht imstande seien. Nach dem Prozeß ließ Gerson sich als praktischer Arzt nieder.

Im Jahre 1928 feierte er mit seiner Ernährungstherapie in aller Stille erste Erfolge bei der Behandlung von Krebspatienten. Er befürchtete neuen Hader mit der Schulmedizin, erkannte aber schließlich, daß er moralisch verpflichtet war, seine Heilverfahren anzuwenden und zu lehren, wann immer sie sich als wirksam erwiesen. "Alles andere wäre ein Verbrechen", schrieb er später.

Als Dr. Gerson begann, Lungentuberkulose mit seiner Diät zu behandeln, erregte sich sein ehemaliger Mentor Sauerbruch darüber, daß er damit in sein Fachgebiet einbrach. Dennoch setzte Gerson seine Forschungen von 1930 bis 1933 fort. Albert Schweitzers Frau Hellene war eine der vielen Tbc-Patienten, die durch Gersons Therapie geheilt wurden, und später behandelte Gerson auch Albert Schweitzers Diabetes erfolgreich. Doch die politischen und sozialen Wirren sowie der Aufstieg Hitlers hinderten Gerson daran, seine Forschungsergebnisse zu veröffentlichen, und machten ihm die Fortsetzung seiner Arbeit unmöglich.

Im April 1933 verließ Gerson Deutschland und zog nach Wien. Seine Frau und seine Töchter ließ er unverzüglich nachkommen. Er bot auch anderen Angehörigen finanzielle Hilfe beim Umzug an; doch sie weigerten sich und kamen schließlich in Konzentrationslagern ums Leben.
 
 
 


 
 
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