Bei aller Begeisterung für eine gesunde Ernährung/
Lebensweise, - sozusagen der Beschäftigung mit der Hardware, darf
man natürlich auch die Software nicht außer Acht lassen. Positives
Denken, positive, ja sogar sogar heilende Affirmationen u.Ä. sind
praktisch Allgemeingut.
Was mich immer wieder fasziniert und auch in Zusammenhang
mit dieser Naturpur- Ideologie erwähnt werden will, ist die Tatsache,
dass man bei genauerer Befassung und Beobachtung der Naturvorgänge,
am gemeinsamen Nenner, an der, hinter allem stehenden Energie, der LIEBE
nicht vorbeikommt. Dieses Denken erscheint, teils weil noch immer die 'Recht
des Stärkeren'- Bilder allgegenwärtig sind, teils, weil die gängigen
Liebesbegriffe andere sind, vielen unvorstellbar bzw. ist diese verblüffend
einfache Tatsache für uns hinter unzähligen 'Programmierungen'
und offensichtlich augenfälligen Bestialitäten gut versteckt.
Es ist hier nicht der Platz genauer darauf einzugehen, ich möchte
aber jedem dringend empfehlen unter dieser Hypothese, einmal längere
Zeit die Welt zu beobachten. Für alle anderen könnte die allumfassende,
selbstlose Liebe zumindest ein erstrebenswertes Fernziel sein.
Da die Akzeptanz und das möglichst umfassende Leben
dieser Form von Liebe auch existenziell mit unserem Befinden und unserer
Gesundheit zusamenhängt, habe ich den Hinweis auf die Wichtigkeit
der Liebe auch ganz an den Beginn meiner Seite
gestellt und die förderlichen Gedanken an den Anfang des ganzen Naturpur-
Programmes.
Was für viele (Skeptiker) u.U. aber noch wichtiger
sein könnte, ist die Tatsache, dass diese Liebes/ Zuwendungs- Gesundheits-
Zusammenhänge bereits durch hunderte Studien belegt sind. Ich habe
hier exemplarisch einige dem wunderbaren Buch 'Heilen mit Liebe', des vielfach
ausgezeichneten, MedizinDozenten, Bestsellerautors und Ganzheitsmediziners
Prof. Dr. Dean Ornish, entnommen:
NS: Leider viel zu häufig und schmerzlich mache ich die Erfahrung, dass ich mein wunderbares Gefühl der allumfassenden Liebe, des Einsseins mit allem, das sich im Laufe der Jahre durch verschiedene Einflüsse einstellte, anderen ungenügend vermitteln kann.- An der der Yale- Universität befassten sich Wissenschafter mit 119 Männern und 40 Frauen, die sich einer koronaren Angiographie unterzogen. Diejenigen, die sich am meisten geliebt fühlten und denen andere Menschen beistanden, wiesen beträchtlich weniger Blockierungen in den Herzarterien auf.
Seeman, T.E., Syme, S.L.: Social networks and coronary artery disease: a comparsion of the structure and function of social relations as predictators of disease. Psychosomatic Medicine, 1987, 49 (4). S. 341- 354- In einer schwedischen Studie mit 113 Frauen wird dargelegt, dass das Vorhandensein tiefer emotionaler Beziehungen ebenfalls mit geringeren Blockierungen der Herzarterien, die mit computeranalysierten koronaren Angiographie gemessen wurden, in Zusammenhang gebracht werden konnte.
Horsten, M., Kirkeide, R., Svane, B., Schenck-Gustafson, K., Blom, M., Wamala, S., Orth-Gomer, K.: Soziale Unterstützung und Erkrankung der Herzkranzgefäße bei Frauen. Ornish, D.: Love & Survival, 1998, S. 35- Die signifikant höhere Erkrankungsrate der ‚ungeliebten‘ Männern an Zwölffingerdarm- Geschwüren zeigt eine Studie an 8500 Männern auf.
Medalie, J.H., Stange, K.C., Zyzanski, S.J., Goldbourt. U.: The importance of biopsychosocial factors in the development of duodenal ulcer in a cohort of middle-aged men. American Journal of Epidemiology, 1992, 136 (10), S.1280-1287- Zahlreiche Arbeiten zum Thema ‚Einfluss sozialer Faktoren für die Gesundheit‘ gibt es von der, auf diesem Gebiet führenden Prof. Dr. Lisa Berkman.
- Eine Studie über 35 Jahre, die den Einfluss der Elternliebe auf spätere Anfälligkeit gegenüber Krankheiten der Kinder darstellt, wurde in Havard durchgeführt.
Russek, L.G., Schwarzt, G.E.: Perceptions of parental caring predict health status in midlife: a 35-year follow-up of Haward Mastery of Stress Study. Psychosomatic Medicine, 1997, 59 (2), S. 144-149
Funkenstein, D., King, S., Drolette, M.: Mastery of Stress. Cambridge, MA, Havard University Press, 1957- In einer ähnlichen Studie testeten Forscher an der John Hopkins Medical School über 1100 Medizinstudenten und verfolgten deren Lebensgeschichte. Man fand heraus, dass jene Personen, die Selbstmord begingen, wegen Geisteskrankheiten behandelt werden mußten oder an Tumoren erkrankten, 1 bis 50 Jahre zuvor massiv unter Einsamkeit gelitten oder Probleme im zwischenmenschlichen Bereich hatten.
Lynch, J.J.: The Broken Heart: The Medical Consequences of Loneliness. New York, Basic Books, 1977; Baltimore, Bancroft Press, 1998- Dr. Robert Ader schuf das neue Gebiet der Psychoneuroimmunologie als er die Auswirkungen sozialer Faktoren auf das Immunsystem und damit auf die Widerstandskraft vieler Krankheiten (Malaria, Krebs, Tuberkulose, etc.) untersuchte.
Friedman, S.B., Glasgow, L.A., Ader, R.: Psychological factors modifiying host resistance to experimental infections. Annals of the New York Academy of Sciences, 1969, 164, s.381-383- Doch auch alte Wunden können heilen, wenn die Person sich und man sich ihr gegenüber dementsprechend verhält.
Vaillant, G.E.: Natural history of male psychological health. VI: correlates of succesful marriage and fatherhood. American Journal of Psychiatry, 1978, 135, 653-659- In der bekannten Roseto- Studie wird gezeigt, dass die anfängliche soziale Homogenität und enge familiäre Bindung von Italienauswanderern, eine signifikant geringere Herzerkrankungsrate ergab.
Egolf, B., Lasker, J., Wolf, S., Potvin, L.: Featuring health risks and mortality: the Roseto effect: a 50-year comparsion of mortality rates. American Journal of Psychiatry, 1978, 135, 653-659Sehr interessant auch noch:
- die Almeda- County- Studie von L.F.Berkman und S.L.Syme
- die Tecumseh- Studie von House, Robbins und Metzner
- die Ni-Hon-San- Studie, die über 10.000 Japaner in Japan, Honolulu und Amerika vergleicht
- Thomas Oxman und Kollegen zeigen den verblüffenden Zusammenhang der Sterblichkeitsrate nach Herzoperationen mit der Grundeinstellung der Patienten, die durch die Beantwortung zweier ja/ nein- Fragen erhoben wurde.
- Dr. D. McClelland's gemessene Zunahme an Antikörpern nach Mutter Teresa- Filmen
- Hoffman und Hatch's Nachweis der FötusWachstumsverbesserung durch soziale Unterstützung der Mutter
- die Gesprächsrunden für Krebspatienten sind ja fast schon Allgemeingut und gehen auf den Lancet- Artikel von Dr.D. Spiegel zurück
- Dr. Sheldon Cohen und Kollegen setzten Freiwillige, Schnupfenviren aus und zeigen den Infektions- Zusammenhang mit der Anzahl der Sozialkontakte
- auch der Gesundheits- Zusammenhang mit Tierkontakten ist belegt
- nicht zuletzt gibt es eine Reihe von Untersuchungen, die zeigen, dass der Erfolg unterschiedlicher Therapiearten mit der Zuwendungs/ Berührungs- Intensität korreliert.
Nun habe ich aber den Dr. Jon Kabat- Zinn 'entdeckt', der an der Universitätsklinik von Massachusetts überzeugende Erfolge mit seinem, - einem der besten, Gesundheitsprogramme einfährt. Er beschreibt diesen 'Allseins'- Zustand m.E. ganz wunderbar und hat auch noch die eindeutige, positive Auswirkung auf die Gesundheit beobachtet und in zahlreichen Studien belegt.Beschreibe ich es, wie ich es empfinde wird es nicht verstanden, da mensch nur Bekanntes erkennen kann bzw. die passende Terminologie dazu fehlt, versuche ich es mit Zitaten 'Seelenverwandter', wird es oft als nicht mehr, als ein netter Kalenderspruch angesehen und versuche ich es mit unterschiedlichen Beispielen aus allen Lebensbereichen zu konkretisieren, wird nur selten die Summe all dessen wahrgenommen, sondern die Spezialisten finden sich ein, die genau 'ihr' Beispiel widerlegen wollen, da es nicht zwischen die Lehrbuchdeckel passt.
| 'Meiner Ansicht nach steht die Heilungserfahrung in direktem
Zusammenhang mit der Erfahrung, 'ganz zu sein' und universale Verbundenheit
zu spüren |
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