Die MISPEL (Mespilus germanica)

Der bis 4m hoch werdende baumartige Strauch gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae), stammt aus Vorderasien und dürfte nachdem er sich im Mittelalter, in unseren Breiten, großer Beliebtheit erfreute, aus den Gärten ausgewildert sein.
Er stellt an den Boden keine großen Ansprüche.

Blüte und Frucht der Mispel





Durch seine bis zu 4cm großen cremeweißen Blüten, in Mai und Juni, besitzt er großen Zierwert.
Seine erst grünlichgelben später dann goldigbräunlichen und schließlich braunen, runden, oben abgeflachten Früchte mit je 5 samtig, pelzigen Kernen, reifen ab Oktober. Sie können allerdings erst nach ersten Frühfrösten (oder einer mehrwöchigen Lagerung in Stroh), wenn sie  musig weich geworden sind und obstartig duften genossen werden.
Ihr Geschmack ist süßsäuerlich, die richtige Konsistenz des Fruchtfleisches ist sämig musig. Den besonderen Touch erhält der Geschmack durch den vorhandenen Schuß Gerbsäure.
Laut Literatur sind Mispeln (für Normalköstler) harntreibend, regen die Darmtätigkeit an, bauen Entzündungen ab und halten eine Verkalkung hintan.
Früher sollen sie auch als Weinzusatz in Verwendung gewesen sein.

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