PERMAKULTURDer Begriff leitet sich ab von permanent agriculture, und geht auf den Australier Bill Mollison zurück, der in den frühen 70er Jahren begann seine, aus Naturbeobachtungen gewonnen, nachhaltigen DesignIdeen zu publizieren und dafür 1981 den AlternativNobelpreis erhielt.
Permakultur ist eine bereichsübergreifende und lösungsorientierte Methode zur ökologisch nachhaltigen Gestaltung von Lebensräumen und stellt damit einen Ansatz dar, um Alternativen zu herkömmlichen, raubbauenden Lebens- und Wirschaftsweisen zu entwickeln.Da ich es auch nach dem 9-Tagekurs kaum schaffe, die Prinzipien der Permakultur in einem Satz darzustellen, erinnerte ich mich an den Ausspruch 'ein Bild sagt mehr als 1000 Worte' und zeige hier einmal 2 Bilder aus der 'Permakultur- DesignBibel', die einen Bauernhof vor und nach dem Permakultur- Design darstellen:
Es wird angestrebt alle natürlichen Ressourcen zu nutzen, Kreisläufe zu schließen, Energie effizient zu nutzen, die Vielfalt zu fördern und Einzelelemente mehrfach zu nutzen.
Dass uns, in unserem Kurs, manches davon bereits in den 4 AbschlussGruppenarbeiten gelungen ist, in denen wir uns mit der fiktiven Besiedelung eines MuseumsBauernhofes im Freilichtmuseum Niedersulz (NÖ) befassten, ist nicht nur dem wunderbaren Joe Polaischer,
sondern auch dem inspirierenden Kursort
und der unbändigen Kreativität der Kursteilnehmer zu verdanken.
Einige der PermaIdeen konnte ich auch in meinem eigenen, ersten Design verwenden:
Gegeben ist eine 6- köpfige Rohköstler- Familie mit einem 1000qm- Grundstück, das nutztierlos in einen Selbstversorger- Garten umgewandelt werden soll.Daraus ergab sich in der Planung eine (grobe) Prioritäten- bzw. Aktionsliste:
Als Grundstock diente neben einer Sektorenanalyse die Liste der vorhandenen/ nutzbaren Ressourcen:
- Grund
- bestehende Gebäude
- Südausrichtung
- Stadtrandlage
- verkehrs- und lärmarm
- gute Verkehrsanbindung und Infrastruktur
- Wasser- und Stromversorgung
- Wasserentsorgung
- bestehende Gasheizanlage
- große Dachflächen mit Dachrinnen
- alter Nußbaum
- Obstüberangebot in der Nachbarschaft und Umgebung
- Kinder(-Ideen)
- Familien- Grundsatzentscheidung für ein bescheidenes Leben (second hand, Rohkost, ...)
- 'Survival'- knowhow des Nachbarn
- Geld
- Internetzugang
- Wildtiere (durch die Stadtrandlage)
- knowhow aus dem PK- Kurs
- knowhow aus umfangreicher Bibliothek und von Bekannten
- Meerschweinchen (der Kinder)
- Teichaushub
- Terrassenanschüttung (mit Teichaushubmaterial)
- Adaptionen der Regenwasser- Abflüsse
- Einbau des RegenwasserSpeichers (im Wohnhaus- Keller)
- kleine Voltaikanlage zur Regenwasserförderung aus Speicher
- Anlage eines Komposthaufens
- Pflanzung von Bäumen und Büschen (Apfel, Zwetschke, Kirsche, Weichsel, und Quitte, Hollunder, Eibe, Hagebutten, Josta, Haselnuß, Hibiskus, Eibe, Himbeere, Brombeere, Jasmin, Kornelkirsche, Süßholz, Maulbeere, japan. Weinbeere, Malve, Tayberry, Ribisel, Stachelbeere, Feige und Kriecherl)
- Anlage der Beete
- Pflanzung der Weinhecke (mit Übergängen zu den Bäumen und der Wohnhausmauer)
- Bepflanzung
- der Beete ((Wild-)Gemüse, Erdbeeren),
- der Terrassen- Böschung (Würz-, Duft-, Tee- und Heilkräuter) und
- des Hecken- Unterbewuchses (Kermesbeere, Topinambur, Judenkirsche, Nachtkerze, Hopfen, Scharbockskraut, Veilchen, Schlehe, Klette, Kapuzinerkresse,...)
- Anlage der 'Autoreifen- Farm' (Kartoffel, Erdbeeren, Kapuzinerkresse, Salat, ...)
- Nistkästen, Wildbienenbaum, Taubensitzstange und Ohrschliefer- Behausungen
- Bau des Solardörrers
- Bau des düngenden Meerschweinchen- Rasenmähers
Die grafische Umsetzung dieser Liste ergab folgende DetailFolien:
Ausgangszustand SektorenPlan Wasserwirtsch.& baul.Veränd. Bepflanzung
In Summe ergab sich dieser nachhaltige Selbstversorgergarten mit optimaler Ressourcennutzung und größtenteils geschlossenen Kreisläufen:
Da es auf dieser page in erster Linie um Rohkost- Ernährung und -Lebensformen, um Gesundheit, Fitness und Ökologie geht, hält sich die Perma- Infomenge hier in Grenzen. Es gibt aber in dieser weltweit tätigen Organisation jede Menge Literatur, URLs, Kontakte und Informationen. Bei Interesse bitte mail an naturpur@gmx.at.
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