Der grundlegende Einfluss unserer Ernährung auf unsere Psyche

Wir leben seit Jahrtausenden ganz selbstverständlich in der gewohnten, durch viele DetailEntscheidungen geschaffenen Welt bzw. Gesellschaft. Wahrscheinlich eher selten verschwendet jemand einen Gedanken daran, wie es aussehen könnte, hätten wir eine weit zurückliegende Weiche anders gestellt.

Meine langjährigen Erfahrungen mit RohErnährung zeigen mir, dass wir uns viele physische, gesundheitliche Probleme durch unsere Entscheidung zu einer Koch/ Hochverarbeitungs- Ernährung selbst eingebrockt haben und nutze die Vorteile einer teilweisen Rückkehr zu den alten, lange Zeit erfolgreichen Lebensstrategien.

Wie grundlegend diese 'Koch'Entscheidung aber auch unsere Psyche, unser ganzes Denken und Sein beeinflusst hat, verblüfft mich immer wieder:
Im Lauf der Jahre, fielen mir bei meinen, einmal mehr einmal weniger erfolgreichen Rohkost- Selbstversuchen, immer wieder die enormen Kräfte auf, die einem ganz einfachen 'Umschalten' auf Rohkost- Ernährung entgegenstehen.
Bald war klar, dass dahinter die unzähligen, über Jahrzehnte einwirkenden und vor allem frühkindlichen, und somit nur mehr sehr schwer zugänglichen Konditionierungen stehen.
Durch beharrliches 'in mich horchen' und immer wieder Hinterfragen meiner Gelüste, das Beobachten bei welchen Gelegenheiten ..., etc. wurde der Zusammenhang zwischen Essen und Zuwendungs/ Liebes- Bedürfnissen immer deutlicher.
Durch die Erfahrungen mit Rauch-, Trink-, (+ ...) Entwöhnungen, drängten sich auch bald so viele Parallelen zur ErnährungsUmstellung auf, dass ich behaupte, unser derzeitiges Essverhalten hat weit mehr mit Suchtbefriedigung zu tun, als mit Nahrungsaufnahme.

So weit, so klar und vielleicht auch selbstverständlich, könnte man annehmen.
Doch dem genialen Wissenschafter und RohkostPionier G.C.Burger ist bezüglich dieser Zusammenhänge noch ein zusätzlicher ErklärungsQuantensprung gelungen. Er zeigt, wie grundlegendste, unser ganzes Leben bestimmende Programmierungen, durch bloßes Abgehen von unserer, Millionen Jahre lang erprobten und angepassten NaturErnährung, verändert wurden. Ich erlaube mir, es hier etwas verkürzt, vermischt mit eigenen Gedanken und mit meinen Worten wiederzugeben:

In VorKochzeiten, also in den Hunderten Millionen Jahren unserer Evolution, war das Lust- und BestrafungsPrinzip das einzige Kriterium, das uns sicher und erfolgreich über diese unvorstellbar langen Zeiträume brachte.
Das heißt, jedes Individuum konnte sicher sein, dass jedes Lusterlebnis ihm auch förderlich, alles Unangenehme zu meiden war. Dieses einfache und selbstverständliche Prinzip wirkte sich natürlich auch, von Beginn an, positiv auf unsere Einstellung, unser Selbstbewusstsein und unsere (Entscheidungs)Sicherheit aus. Jedes Individuum war sich selbst die sicherste und letztgültige Instanz.
Dieses geniale Prinzip gepaart mit der frühkindlichen 'rund um die Uhr'- Geborgenheit, die allem Säugetier- Nachwuchs zukommt, ließ kaum Liebes- und/ oder Sicherheits- Defizite aufkommen.
Ja, diese steigende Selbstsicherheit durch Instinktsicherheit machte auch die psychische Abnabelung von der Mutter und der Gruppe einfach und problemlos.

Sieht man sich diese Strukturen in der heutigen (Koch/ Zivilisations)Gesellschaft an, bietet sich bereits ab dem Säuglingsalter ein gänzlich anderes Bild, ein Bild der Verunsicherung, ein Bild der ausgelagerten EntscheidungsInstanzen, ein Bild unzähliger undurchschaubarer Faktoren und Einflüsse.
- Die Sicherheit vermittelnde Geborgenheit des ständigen Mutter- Körperkontakts wird reduziert auf die Fütterungs- und Reinigungs- 'Nah'zeiten.
- Das kontinuierliche, sozial anspruchsvolle Umfeld der Gruppe wir ersetzt durch leere Kinderzimmer mit fallweisem Einzelpersonen- Kontakt.
- Die hochkomplexen Reize für alle Sinne (bewegte Blätter, komplexe, natürliche Strukturen, Naturgeräusche, Bewegungen der Mutter, etc.) verschwinden zuungunsten von geraden Linien, einfärbigen Flächen, simplen Spieluhrliedern und eines unbeweglichen Kinderbettes.
- Die wachsende Selbstsicherheit durch Bestätigung des einfachen Lust/ BestrafungsPrinzips wurde abgelöst von einer steigenden Verunsicherung und Abhängigkeit von erst (selbst verunsicherten) Eltern, später dann von immer mehr Spezialisten- und FachInstanz- Meinungen.
- Die ursprüngliche Individuum- immanente EntscheidungsSicherheit und Kompedenz wurde nach aussen verlagert und durch unterschiedliche Theorien und Meinungen noch zusätzlich verunsichert.
- Nicht die einfachsten Entscheidungen können mehr getroffen werden, ohne sich der Gefahr auszusetzen, Probleme zu bekommen.
- Nicht eine LustQuelle steht mehr zur Verfügung, die Befriedigung in 'alter' Qualität und Verlässlichkeit bieten würde.
- Keine Bestrafung hat mehr diese Sicherheit, die uns selbst aus diesem Negativa noch, Millionen Jahre lang Gewinn ziehen ließ.
- ...

Zu erwähnen wären auch noch die sicherlich nicht unerheblichen Einflüsse unserer Sexual- und HygieneTabus. In einer Welt aufzuwachsen, in der viele Körperteile versteckt werden müssen, in der alle eigenen Produkte für die Mitwelt ekelerregend sind ist sicherlich Selbstbewusstsein- mindernder und hemmender, als deren selbstverständliche Verwendung als (homeopathische) Regelgröße oder als Träger von wichtigen Sexualbotenstoffen (die man nicht peinlich berührt, überdeodorieren musste), wie in der Tierwelt oder gar als heilige und lebens-assoziierte Schleime und Produkte, wie in vielen nativen Kulturen gehandhabt.
Auch unsere so selbverständliche Einstellung, dass nur der 'essen soll, der auch arbeitet' leitet sich von dieser (unseeligen) Weichenstellung ab. Davor konnten wir uns, im (Ur)Vertrauen an die freigebige, schenkende Natur, genügen, ohne uns erst Bestätigung holen zu müssen.

Das Ergebnis all dieser Veränderungen ist der heutige, moderne, neurotische Zivilisationsmensch, der mangels Liebe und Zuwendung völlig irreal, lebenslang an Nuckelstängeln und MamaHappahappa hängt, sich Befriedigung von immer neuen, süßen BabyKost- Kreationen der Nahrungsmittel- Industrie holen muss, der aus unbefriedigter NaturSehnsucht sich alles unterjubeln lässt, das mit Palmenstränden, nackten Mädchen oder FrüchteStilleben beworben wird.
Das Ergebnis ist der delegierende, unselbständige Mensch, der sein mangelndes Selbstbewusstsein mit StatusProdukten aufmöbeln muss, der für oft schon lächerlich kleine Entscheidungen Spezialisten, Untersuchungen, Institutionen braucht, der für Selbstverständlichkeiten Ausbildungsstätten, Fachbücher, Professionisten, etc. braucht.
Das Ergebnis ist ein hysterischer HygieneFanatiker, dem am Teller giftige SpülmittelRückstände lieber sind, als seine SpeiseReste und der Allergie- auslösende Waschsubstanzen in seiner Wäsche dem eigenen Körpergeruch vorzieht.

All diese aufgezählten Dinge können natürlich auch das Leben verschönern/ entlasten. Nur könnte mensch sich fallweise fragen, ob sie nicht schon längst zum unentbehrlichen Lebenstropf, Selbstzweck und/ oder Zeit-/ Geld-/ Lusträuber geworden sind.

In Summe bleibt die berechtigte Frage, ob wir nicht mehr verloren, als gewonnen haben.

Ein paar RohErnährungs- SelbstErfahrungswochen könnten in dieser Situation recht aufschluss- und hilfreich sein.

 
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