Tatsächlich dürfte er mit dem 'Trick', die Patienten mit seinen Rohgemüsesäften zwar zu ernähren, aber den Körper nicht zu belasten, die Effizienz einer Fastentherapie genutzt und die Fastendauer soweit verlängert haben, dass diese Erfolge zustande kamen.
Der Österreicher Rudolf Breuss (1899-1990) aus Vorarlberg war 40 Jahre seines Lebens als Elektrotechniker tätig und als Heilpraktiker, Naturheilkundiger, Heiler und Volksmedizin-Experte, vor allem aber durch seine "42 Tage Saft-Fasten-Kur“ bekannt geworden. Er soll tausende, teilweise bereits aufgegebene Krebs- und Leukämiekranke, viele davon durch Atteste und Dankschreiben belegt, geheilt haben. Er erklärt seinen Erfolg damit, dass er den Krebs durch dieses Saft- Fasten ‚aushungert’. Dr.med.F.B. aus Berchtesgaden schreibt dazu über ihn:
"Breuß verfügt über eine große Erfahrung auf dem Sektor der Volksmedizin. Aus diesem Grunde ist er wohl auch auf die von ihm herausgestellte neuartige Form der Fastenkur gekommen. Fasten, und das dürfte für mich eine feststehende Tatsache sein, ist und bleibt nun einmal die wertvollste Behandlungsart, Krankheiten zu überwinden. Meine Erfahrungen an Hunderten von Fastenkuren haben mir immer wieder bewiesen, dass es nichts Tiefgreifenderes und Heilenderes gibt als die freiwillige Enthaltung der Nahrung und das Wirkenlassen der inneren Heilkraft, die jeder Mensch in sich hat. Nur allzuwenig ist diese Kraft von den Menschen, vor allem von den Kranken gewürdigt, sie kennen sie nicht, sie übersehen das Wertvollste, das ihnen der Schöpfer in den Körper hineingelegt hat. Lediglich einige erleuchtete Männer haben diese Kraft erkannt und versucht, sie ihren Mitmenschen nahe zu bringen. Da man dafür geistig reif sein muss, hat das Gros der Menschheit die mahnenden Worte dieser Großen nicht verstanden. Wer sie bei den Kranken wirken sah während der Fastenkur, der kann nicht umhin, ihre Existenz anzuerkennen und sie zu fördern."Bruno Vonarburg schreibt in seinem Buch "Gottes Segen in der Natur" über die Gemüsesaftkur nach Breuß:"Da die Entwicklung des karzinogenen Geschehens, das heißt, die Geschwulstentartung und Wucherung, durch das Eiweiß genährt wird, sehe ich in der Behandlung mit einer Säftekur folgenden Vorteil: Durch die Säftekur wird die Eiweißzufuhr von außen abgestoppt, das heißt, das Eiweiß wird in der täglichen Nahrung ausgeschaltet. Da aber der Organismus ohne diesen Stoff nicht leben kann, nagt nun das eiweißhungrige Blut im Körper an allem Überflüssigen, Wucherungen, Schlackenansammlungen und Geschwülsten. Es ist dies eine Operation ohne Messer, welche der rote Körpersaft selbst fein dosiert vornimmt."Breuß selbst beschreibt seinen Saft folgendermaßen:"Meine Saftmischung: Man nimmt 3/5 Rote Rüben (Randen, Rote Bete), 1/5 Gelbe Rüben (Karotten, Rüebli), 1/5 Sellerieknollen und dazu noch ein wenig Rettich und eine Kartoffel.
Ein Beispiel: 300g Rote Rüben, 100g Gelbe Rüben, 100g Sellerieknollen und etwa 30g Rettich. Die Kartoffel muss nicht unbedingt dabei sein, jedoch bei Leberkrebs ist sie sehr wichtig..."
Krebskranke dürfen laut Breuß bis zu einem halben Liter dieses Saftes pro Tag trinken. Wichtig ist, ihn gut eingespeichelt und nur nach Bedürfnis in kleinen Schlucken zu trinken. Er erklärt genaue ‚Rituale’ und ergänzende Teemischungen, die aber für die Rohernährungsargumentation hier nicht von Bedeutung sind.
Wunderbar einfach aber berührend sind seine Fallschilderungen und die vielen veröffentlichten Dankschreiben und Krankengeschichten.
Für die Rohernährungssicht ist sein Beispiel ein weiterer Beitrag, der zeigt, dass die Natur pur immer noch am effizientesten hilft. Auch wenn Herr Breuss etwas dazu neigt, ‚man nehme...’- Rituale an den Patienten zu bringen, schimmert für Aufmerksame doch durch, dass es weder komplizierter Chemikalien, Erklärungen, Theorien, noch Therapien bedarf. So einfach und naturnah wie möglich die Natur/ den Körper arbeiten lassen. Das ist unser Erbe und Geschenk!
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