Eine Theorie oder Warum werden wir krank?

Obwohl ich im Vorwort von theoretischen Überlegungen abrate, machte ich mir natürlich schon auch Gedanken, wie sich diese wunderbaren Wirkungen einer reinen RohErnährung, die ich erleben durfte, wohl erklären lassen.
Ich habe eine ganz laienhafte Erklärung zusammengebastelt, die so überhaupt nicht stimmen muss, aber doch relativ plausibel klingt, - mein Herz hängt aber nicht drann. Wichtig ist bloß DASS es funktioniert.
Ich möchte aber dennoch hier in groben Zügen diesen Erklärungsversuch darstellen. Vielleicht kann diese Theorie ein Anstoß zu weiterführenden oder nachbessernden Überlegungen sein.


In den Hunderten Millionen Jahren unserer Entwicklung, ernährten wir uns, so wie heute noch alle Wesen, mit Ausnahme des Menschen, roh. In dieser langen Zeit erfolgte eine perfekte Anpassung unserer Sinne und Organe, unseres Immun- und Verdauungssystems an die vorhandenen (natürlich rohen) Nahrungsmittel.

Besonders die Lage unseres Geruchs- und GeschmacksSinnes, direkt am Nahrungs- Eingang, erinnert uns noch heute daran, dass ausschließlich diese beiden Sinne es uns ermöglichten, die allerlängste Zeit unserer Entwicklungsgeschichte,  verlässlich zwischen zu- und unzuträglicher Nahrung zu unterscheiden.
Wie grundlegend anders auch unser damaliges Denken und genial einfach das Leben war zeigen einige sehr interessante psychologische Überlegungen.
Unser Immun- und Verdauungssystem hatte also genug Zeit sich an die rohen Nahrungsmittel anzupassen, d.h. sie mit immer geringerem Aufwand zu identifizieren und zu verarbeiten. Auch heute würden diese Vorgänge, mit diesem 'alten' Speisezettel, noch völlig problemlos, sogar unbemerkt, unter unserer WahrnehmungsSchwelle ablaufen und dem Körper dennoch noch genug Energie/ Reservekapazität zur Bereinigung der verschiedenen Attacken in Form von Erregern, Schadstoffen, etc. lassen.
Der Energieverbrauch für diese Aufarbeitung ist abhängig von der Menge des Problem(stoff)Eintrags und der Toxizität bzw. 'Fremdheit' des jeweiligen Stoffes. Das heißt, eingedrungene unbekannte Stoffe, für die wir noch keine ausreichenden Identifizierungs-, Aufspaltungs-, VerarbeitungsStrategien entwickeln konnten, belasten uns stärker als altbekannte, gewohnte, angepasste Stoffe. Sie überfordern ab einem gewissen Mass auch die normale Ausscheidungskapazität bzw. überfordern ab einer gewissen Komplexität auch unsere Fähigkeit, sie richtig einzuordnen, einzusetzen, zu deponieren.
Das kann soweit gehen, dass diese Bemühungen des Körpers über unsere Wahrnehmungs- Schwelle treten und spür-, sicht-, riechbar werden und damit auch ein Warnsignal des Körpers darstellen, den ProblemEintrag zu reduzieren.
In Fällen geringer Schwellenüberschreitung ignorieren wir diese Signale gerne. Bei massiveren Signalen sprechen wir dann von Erkrankung und haben mit Hilfe der (Schul)Medizin nichts eiligeres zu tun, als das Fieber zu senken, den Durchfall zu stopfen, den Husten zu unterbinden, .... - also dem Hilfeschreienden den Mund zuzubinden.
Dieses Vorgehen ist in dieser, alles bekämpfenden Macht/ Leistungs- Gesellschaft aber nicht weiter verwunderlich. Schließlich halten wir uns immer noch für die 'Krone der Schöpfung', machen uns rücksichtslos 'die Erde untertan' und leben in dem Wahn immer, und alles, tun zu müssen. Wir haben in unserer Geschichte schon so reichlich getan, wie kein anderes Wesen sonst. Naturzerstörung, ausgerottete und ausgebeutete Völker und Arten geben davon trauriges Zeugnis.
In diesem Sinne versteht sich auch die etablierte Medizin, die von den zwei prinzipiellen Möglichkeiten, praktisch ausschließlich Zweitere wählt.
Prinzipiell wär das noch nicht schlecht, wenn nicht die Komplexität der betreffenden Funktionen und Zusammenhänge um so viele Potenzen höher, als von uns angenommen, wäre. D.h. auch der Körper, das Immunsystem führt einen ständigen Abwehrkampf, allerdings im unvorstellbar feinen MikroBereich und mit so perfekten tools und Strategien, dass unsere Methoden sich daneben wie tumbes Schlächtern ausnehmen. Und so gesehen dürfte die 'Roßkur- Methode' der Ärzte maximal für (späte) Notfälle zulässig sein, kann aber nicht die Mikro- Chirurgen und Chemiker in uns, mit ihrer millionenjähriger Erfahrung ersetzen.
Auch auf diesem Gebiet bewahrheitet sich Kohr's 'small is beautiful', indem sich das Unterstützen der körpereigenen  troubleshooter als weit einfacher und effizienter erweist. Es bedarf dazu bloß der Einsicht, dass
- in fast allen Fällen, wir selber die Verursacher der Probleme sind (+ Vermeidung derselben nach dem Vorbild der Natur) und
- unser Körper selber, die erste und kompetenteste (Reparatur)Instanz ist.
Um ein anderes Bild zu verwenden: es füllt sich unser Mistkübel (dessen Fassungsvermögen von unserer erblich Ausstattung festgelegt wurde)  mit jedem ProblemEintrag, der da sein kann: Stress, Strahlung, Erreger, Nahrungsmittel, physische Belastungen, etc.
Im großen und ganzen dürften diese einzelnen Faktoren, die letzten Jahrtausende unverändert geblieben sein, ausgenommen der Ernährung. Nicht nur, dass wir an ihr die massivsten Veränderungen vorgenommen haben, wir haben sie auch zum, mit Abstand größten Input gemacht. Diese doppelte Belastung ist aber auch gleichzeitig unsere große Chance, denn gerade die Ernährung ist sehr einfach in Menge und Qualität zu ändern.
Solange der GesamtEintrag bis zur nächsten Entleerung nicht den Kübel füllt, schaut alles bestens aus. So lebten wir, zwar mit stetig steigendem Müllpegel, aber dennoch, Jahrtausende bestens. Nun scheint der letzte NahrungsmittelveränderungsSchub (der steigenden Hochverarbeitung) bereits viele von uns 'an den Kübel- Oberrand' gebracht zu haben. In so einer Situation bedarf es nur mehr eines zusätzlichen Schadstoff- Inputs und der Kübel geht über, der Deckel nicht mehr zu, wir sind krank. Jeder Körper reagiert in so einem Überlastungsfall der primären Ausscheidungswege anders, hat andere Ausscheidungs- Deponier- Kriterien, andere 'Notfalls'- Ausscheidungswege und Deponiestellen.
Häufig reicht, in unseren ZivilisationsBreiten, für eine Reduzierung der Belastung, d.h. für die Besserung der KrankheitsSymptome, bereits der Verzicht auf irgendeine, unserer Zivilisations'Errungenschaften' (irgendetwas muss aus dem Kübel, egal was). Das ist auch der Grund, warum die meisten der verschiedenen Therapien, Diäten, Präparate kurzzeitig helfen. Eine optimale KübelEntleerung und maximale Leerhaltung gelingt allerdings nur mit der Ernährung, die uns den geringsten Energieverbrauch abfordert, weil wir an sie am längsten, und damit perfektesten, angepasst sind, - an die 100%ige Rohernährung.

Zusammenfassend finde ich dieses beschriebene Erklärungsmodell konsistenter als die 40.000 diagnostizierbaren, unzusammenhängenden Erkrankungen der Patienten- entmündigenden Schulmedizin, da es die Körper- eigene Kompetenz anerkennt und mit nur 2 Erkrankungs- Erklärungen auskommt:

- der Körper entgiftet/ entschlackt/ deponiert oder
- ist so überlastet, das Immunsystem so am Boden, dass es den Normal(Abwehr)Betrieb nicht mehr aufrecht erhalten kann.
In beiden Fällen kommen, im Gegensatz zur bekämpfenden Medizin,  ausschließlich unterstützende Methoden zum Einsatz; mit, wie schon erwähnt, Schwerpunkt Ernährung, da diese derzeit sicherlich unseren größten BelastungsBrocken darstellt. Allerdings dürfen auch hier nicht die Denk- Stolperdrähte unserer Wohlstands/ Überfluss- Gesellschaft missachtet werden:
es geht nur in den allerwenigsten Fällen um's Mehr-/ Genugbekommen (von Vitaminen, Enzymen, Spurenelementen, etc.), sondern fast ausschließlich um eine
Auch die Eigenverantwortlichkeit dieses Denkens, die neue Art von Selbst-bewusst-sein erscheint mir zielführender und nachhaltiger als die derzeitige, arbeitsteilig- aufgeblasene AbschiebeMentalität ('Wieso gerade ich?', 'Machen sie mich gesund!').
 
 
 
 
 
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