Weih - Nacht
Es ist egal ob man daran glaubt, dass durch dieses Kind vor 2000 Jahren die Liebe in die Welt kam, oder glaubt, dass irgendwann in unserer Geschichte dieser Quantensprung, den wir heute Liebe nennen passierte, indem Tiere begannen, ihren Nachwuchs zu umsorgen und zu säugen.
Man kann in jedem Fall dieses Fest zum Anlass für einige Gedanken zu unserem Woher/ Wohin nehmen.Beide Varianten - denkt man sie konsequent weiter - lassen nur die Erklärung zu, dass die ganze Schöpfung in/ aus Liebe und Harmonie geschaffen sein kann.
Besonders das selbstlose, und wie aus dem Nichts schaffende Wirken der Pflanzenwesen ist, für den, der es sehen kann, ein, noch immer unerklärliches Wunder.
Fast scheint es, als wären die ältesten Lebensformen die, am weitesten entwickelten.
Wie harmonisch verläuft doch dieses Werden und Vergehen des Pflanzenreiches. Aus oft winzigen Samen, wachsen völlig geräusch- und schadstofffrei, allein mit Sonnen- und Erd- Energie wunderbare Pflanzen empor, bieten, als oft größte Lebewesen dieser Erde, unzähligen anderen Wesen ein Heim, Nahrung, Schutz, Baumaterial, Sauerstoff, Freude, Schatten und Humus. Liefern darüberhinaus alljährlich, völlig kostenlos, die Saat für unzählige weitere Wunder, für die sie in genialer Zusammenarbeit mit anderen Wesen auch noch die Verbreitung besorgen, um irgendwann, ähnlich langsam und harmonisch wieder zu dem Nichts zu zerfallen, aus dem sie gekommen sind. Allerdings nicht, ohne auch noch auf diesem Weg, wieder einer Unmenge an Mitwesen wichtige Rohstoffe geliefert zu haben.Könnten uns diese Wunder an Effizienz und Selbstlosigkeit nicht als Vorbilder, als Fernziel dienen?
Selbst das Tierreich ist - trotz aller scheinbarer Bestialität - grundsätzlich lebensbejahend angelegt. Als müßte das Tierreich, auf einer anderen Ebene, einer anderen BewusstheitsStufe diese Entwicklung bis hin zur pflanzlichen Perfektion nachvollziehen, sind deutlich, verschiedene 'Stufen der Liebe' beobachtbar. Von der 'pflanzlichen' Zellteilung der Einzeller, über die 'Erfindung der Sexualität' bis zu den ersten Tieren, die einen - anfangs sicherlich nur winzigen - Startvorteil für ihr Baby erzielten, indem sie begannen, es zu umsorgen. Über die ausgesprochenen Säugetiere, die mit diesem genialen Trick die TrageZeit und damit die behütete Entwicklungszeit ihrer Nachkommen verlängern konnten und beste Bedingungen für optimales Lernen schufen. Bis zu den hochentwickelten Primaten die, wie die moderne VerhaltensForschung zeigt, ein hochentwickeltes Sozialgefüge mit effizienten Unterrichts- Strategien und Methoden entwickelt haben. Die soziale Eingebundenheit und intensive Zuwendung, die erst ein (psycho)gesundes Aufwachsen ermöglicht und stabile Persönlichkeiten hervorbringt, ist ohnehin selbstverständlich - zumindest bei den Tieren.
Dazu kommt, dass auf dieser Bewusstheits- Stufe die Endlichkeit des Lebens noch nicht bewusst sein dürfte. Das heißt, das Tier weiß nichts von seinem Tod und fügt dadurch sein Leben ähnlich rund und harmonisch ins ewige Entstehen und Vergehen der Schöpfung, wie es für das Pflanzenreich selbstverständlich ist.
Nichts geht verloren. Alles hat seinen Plan, seine Aufgabe. Alles lebt seine Hochs, wie seine Tiefs, unterwirft sich völlig selbstverständlich diesem Kommen und Gehen, - erleichtert durch das fehlende Bewusstsein - sagen die Menschen. Mag sein!?
Doch auch die ersten bewussten MenschenStufen lebten noch in dieser Harmonie. Das, durch das hautnahe Erleben und Beobachten der Natur gewachsene Wissen formte sich zum Glauben bzw. der Überzeugung, dass alles dem Wandel und der Wiederkehr unterworfen ist. Diese Gewissheit erlaubt ein Leben in völliger Angstfreiheit und Harmonie. Für alles ist gesorgt, alles ist da; immer schon dagewesen und wird immer da sein. Dem Vergehen folgt das Werden.Dieses stimmige Bild mag ich jetzt nicht konterkarieren durch die Beschreibung der, mit unvorstellbarer Resourcenausbeutung begleiteten Lebenswegen der modernen Menschen, die unwürdig klammernd und angstvoll ihrem hoffnugslosen, und dennoch unaufhaltsamen Ende zusteuern. Jeder kennt das!
Gerade das Weihnachtsfest könnte uns Gedanken an dieses Wunder Leben wieder näherbringen, uns die Zeit geben, harmonische Empfindungen, wie das Sich- Eins- fühlen mit der Schöpfung wieder zuzulassen, uns den Genuß einer selbstlosen Bescheidenheit wieder erleben lassen und uns im Bewusstsein der (menschlichen) Unzulänglichkeiten und des vielen (menschenverursachten) Leides, wieder Demut und Dankbarkeit vor, und an der Schöpfung erlauben.
Denn einer unserer letzten EntwicklungsSprünge, der nur leider noch von den Wenigsten - obwohl schon 2000 Jahre zurückliegend - nachvollzogen wurde, kam mit diesem (Christ)Kind in die Welt: die Auflösung des letzten 'Aug um Aug'- Reliktes der Ego- Bewußtseins- Stufe, in der allumfassenden Liebe; ausgedrückt durch das 'Hinhaltens der anderen Backe'.Gerade die NaturPur- Lebensweise zeigt, dass es sich sehr wohl angenehm und in Harmonie mit der Mitwelt leben lässt. Kein Mitwesen muss für uns frühzeitig sterben oder ein Leben in Beschränkung oder Qual verbringen. Niemand muß für uns arbeiten. Wir leben in Zufrieden- und Dankbarkeit, betätigen uns gerne und stellen die Früchte unseres Interesses zur Verfügung.
Dass dieses System natürlich noch unvollkommen ist und erst am Beginn steht, braucht nicht besonders betont zu werden, doch die bisherigen Erfahrungen stimmen zuversichtlich.In diesem Sinne wünsche ich ein frohes Fest, vielleicht dieses Jahr mit einem atemberaubendem SternenHimmel, einem geheimnisvoll nächtlichen Wald, oder dem wunderbaren Klang der Stille als Höhepunkt. Eine EssMedidation mit einem herrlichen Apfel oder das meditative Verbinden mit höheren Wesen, mit unseren Verstorbenen, mit den gequälten und unterdrückten Wesen dieser Welt!? 'Maria durch den Dornwald ging' erhält im weihnachtlich dunklen Wald sicherlich eine neue Dimmension. Der nächtliche Besuch von StallTieren kann ungeahnte Schleusen an Mitgefühl öffnen. Das bloße Sitzen vor einem Kerzerl und einem SpendenBeleg einer caritativen Organisation wird unser Herz mehr erwärmen ...