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Pfadfinder - Ein anderer Weg
Keine Wohltaetigkeitsorganisation, die Leute aus der bessern Gesellschaft Gelegenheit gibt, es gut mit armen Kinder zu meinen.
Keine Schule, die einen bestimmten Lehrplan und Pruefungen hat. Keine botenorganisation fuer die Bequemlichkeit der
Oeffentlichkeit, keine Kinderbewahrungsanstalt, keine Dienstleistungsbetrieb in Sachen Freizeit.
Pfadfinder und Pfadfinderinnen: Ein anderer Weg. Ein Weg fuer junge Menschen, die nicht auf den allgemein
üblichen Trampelpfaden der Mode und Trends nachlaufen wollen, sondern den eigenen Weg gehen, die nicht stecken bleiben
wollen im Erreichten und die sich für mehr Freiheit, Menschlichkeit und Frieden selbst engagieren. Ein Weg, der Hoffnung
verbreitet.
Genauere Infos über unsere Verbandordnung findest Du auf der Homepage des Bundesverbandes
Hier noch einige Gedanken zu den PfadfinderInnen:
Ask the Boy - Ask the Girl
Unser Weg beginnt dort, wo die Kinder und Jugendlichen stehen, nicht dort, wo wir sie gerne hätten. Wir holen sie auf ihrem Stand
ab, damit wir sie begleiten koennen. Orientierung geben uns die Kinder selbst, ihre Erwartung und Bedürfnisse stehen für uns im
Vordergrund. Wir wollen sie bei ihrer Entwicklung unterstützen und begleiten. Ihnen Moglichkeiten im Leben zeigen, die
Entscheidung für eine dieser Möglichkeiten trefen sie selbst.
Die notwendige Ausbildung der Jugendleiter und -leiterinnen ist ein fester Bestandteil der Pfadfinderpädagogik. Und das diese
Ausbildung von hoher Qualität ist, bezeugen uns sogar Unternehmen in der Wirtschaft.
Die Kleingruppe
Unterwegs sein mit anderen - in einer kleinen Gruppe, wo jeder für den anderen Verantwortung trägt. Wesentliche Bedeutung in
unserer Erziehungsarbeit hat die Bildung kleiner Freundesgruppen, sogenannter "Patruillen". Es führt dazu, dass jeder die
Möglichkeit hat, sich in die Gruppe einzubringen, Aufgaben zu übernehmen und Verantwortung zu tragen.
Die gute Tat
Sie kennen die Karikatur: Ein hilfsbereiter Pfadfinder zerrt eine alte Frau gegen ihren Willen ueber die Strasse, damit er seine "Gute
Tat" getan hat. Nichts von uns ist so bekannt, wie die tägliche "Gute Tat". Und doch ist sie - nicht von ungefähr - zur Karikatur
verkommen und wird vielfach belächelt. Ist es nicht weltfremd, heutzutage eine derartige Naivität zu fordern?
Vielleicht ist die "Gute Tat" nicht gerade besonders modisch, aber sie ist sicherlich kein versehentliches Relikt. Sie ist vielmehr einer
unserer wichtigsten "Lehrpfade" auf dem Weg ins Leben. Sie ist noch mehr. Die "Gute Tat" ist so etwas wie eine Bekenntnis:
Täglich, das heisst Einübung bis zur Selbstverstandlichkeit. Was an Veränderungen zum Guten möglich ist beweisen wir, indem wir
es tun.
Die "Gute Tat" ist weit entfernt vom modischen "positiven denken", es geht um das "positive handeln"! Sie soll nicht aus
Pflichtbewusstsein einer Institution gegenueber oder "weils eben dazugehoert" erfolgen, sondern von sich aus entstehen. Kleine
Hilfestellungen leisten, einfach mal nicht wegsehen, wenn jemand Hilfe benoetigt, das ist die Idee, die hinter der "Guten Tat" steht.
Neben der "taeglichen Guten Tat" setzen die Pfadfinder in ganz Oesterreich jedes Jahr in groessenern und kleineren Projekten
Zeichen des positiven Handelns.
Versucht, die Welt ein bisschen besser zurueckzulassen, als ihr sie vorgefunden habt.
(Lord Baden-Powell, Gruender der Pfadfinder)
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