RARO - Tour 2000 in die Schweizer Alpen ! Unsere kleine RARO -Gruppe mit Bene, Caro, Betty, Christian, Mario mit Anita und Gerhard als Begleiter machten wir uns - nach langen Vorbereitungen via Internet und Emails - auf den Weg nach Kandersteg, ins Berner Oberland . Mit dem Nachtzug über Zürich kamen wir verschlafen in Kandersteg an und holten uns die vorausgeschickten Materialkisten beim Schalterbediensteten ab und wurden dort zum ersten Mal mit der Freundlichkeit der Schweizer konfrontiert. Auch im Internationalen Camp Kandersteg wurden wir herzlichst willkommen geheißen. Rund um den Lagerplatz nur hohe Berge zu sehen und da war anfangs die Stimmung schon im Keller, wegen der Berge . "...und da sollen wir raufwandern...ohne mich !" Da wir etwas müde waren von der Fahrt und wir noch kein Bauholz zur Verfügung hatten, legten wir erst einmal ein Mittagsschläfchen ein und verpennten den ganzen schönen Nachmittag ! Am Abend wurde es dann natürlich hektisch beim Lageraufbau und beim Kochen, da erstens der Gaskocher explodierte und zweitens die falsche Gaskatusche für unsere Gaslampe mitgenommen wurde (wurde wegen Übergepäck versehentlich ausgepackt) und drittens das Feuerholz, das wir zur Verfügung hatten, bis aufs Letzte naß war....den Rest könnt ihr euch denken. Aber nach ersten Ausräucherungen unserer Nachbarn, kamen wir dann gleich in Kontakt mit unseren Deutschen Freunden, nicht nur weil sie fast trockenes Holz und einen Gaskocher dabei hatten, auch um Internationale Verbindungen zu knüpfen. Und das gelang uns prächtig und fortan unternahmen wir gemeinsam unsere Aktivitäten und vertieften unsere Bekanntschaften (siehe Caro und Anita) . Es entstanden wirkliche Freundschaften. Wir gingen unser Programm eigentlich relativ gemütlich an und gewöhnten uns vorerst an die Höhenluft und unternahmen anfangs leichte Touren bzw. nahmen vorerst den Sessellift zum Oeschinensee, wo wir mitunter auch das Alpine Abzeichen machten und ein Bad im 17 Grad warmen Wasser nahmen und dort beratschlagten wir auch über unsere bevorstehenden Aktivitäten, wie die 2 Tageswanderung mit Übernachtung auf die 2600m hoch gelegenen Fründenhütte, das internationale Lagerfeuer, das Alpine Abenteuer, das Camp- Volleyballturnier, das Schweizer Fondue Essen, der Abseilen-Workshop, das Int. Barbecue, der Flaggenparade und auch noch zum Schluß mit der Morgenwanderung auf das Gallihorn um dort das Morgenrot zu beobachten. Nun ja wir hatten uns viel vorgenommen, mussten aber einige Punkte fallen lassen, wegen anfangs schlechtem Wetter und dann wegen kleinen Verletzungen und Übermüdung usw. Aber mit jedem Tag, den wir in Kandersteg verbrachten, gefiel es uns hier immer mehr, da wir immer mehr Leute aus allen Herren Länder kennenlernten sowohl männlich als auch weiblich und natürlich die Sonne, die uns den Rest der Woche begleitete. Die Abende am Lagerfeuer verbrachten wir meist am Lagerplatz unserer Nachbarn und sangen unter klarem Sternehimmel in Begleitung mit der Gitarre alte und neue Lieder aus verschiedenen Ländern. Die Verpflegung funktionierte tadellos und Gott sei Dank hatten wir in unseren Materialkisten nicht nur Arbeitsgeräte sondern auch haltbare und unverderbliche Lebensmittel mitgenommen, denn ansonsten wäre unsere Gruppenkasse bald in den Ruin getrieben worden, bei den überhöhten Lebensmittelpreisen in der Schweiz. Einer der größten Abenteuer war die 2 Tageswanderung auf die Fründenhütte, die es wirklich in sich hatte. Von 1200 m auf 2562 m stiegen wir gemeinsam hinauf und es war ein Paradies als wir im herrlichen Sonnenschein ein Panorama genießen konnten und am Rande eines Gletschers die Berghütte stehen sahen. Nach einer zünftigen Jause und einem guten Bier war die Welt wieder in Ordnung. Abends lernten wir Pfadfinder aus Rumänien kennen und teilten gemeinsam mit ihnen das Matratzenlager. Aber auch Einheimische lernten uns kennen und verbrachten den Abend mit uns bei Kartenspiel und Tratsch. Da das Wetter auf unserer Seite stand, konnten wir auch den Abstieg ins Tal in vollen Zügen genießen und denjenigen im Camp, wegen Verletzung, Zurückgebliebenen unsere Wanderung schildern. Nach diesen Strapazen waren unsere Kräfte vorerst am Ende, jedoch stand noch die letze Hürde auf unserem Programm, die Morgenwanderung zum Gallihorn um einen einzigartigen Sonnenaufgang zu bestaunen. Leider konnten wir die meisten von uns nicht um 4 Uhr morgens aus dem Zelt bekommen, deshalb ging nur eine kleine Gruppe freiwillig in Richtung Allmenalp . Im Finsteren hatten wir fast keine Orientierung und jeder von uns übertraf seine Leistungsgrenze bei einem 1 ½ stündigen Steilst-Aufstieg . Aber all das Leid wurde sofort vergessen als die Sonne über den Bergen ins Tal hereinbrach und uns mit Wärme erfüllte. Ein Erlebnis sondergleichen ! Nun war die Woche Kandersteg vorüber und der Abschied von Kandersteg und unserer neuen Freunde aus Deutschland fiel uns schwer, denn eine Woche in einem Team zusammenzuarbeiten, schweißt irrsinnig zusammen . Schweren Herzens stiegen wir in den Zug Richtung Heimat und genossen noch die letzten Blicke auf die von uns liebgewonnenen Berge des Berner Oberlandes ! Ein herzliches `Grüzi` in die Schweiz !