Am Leopoldstädter Theater schreibt Raimund oft Szenen für seine Rollen
neu, und schließlich, aus Unzufriedenheit über die ihm vorgelegten Stücke,
sein erstes Stück, Der Barometermacher auf der Zauberinsel. Der
große Erfolg veranlaßt ihn zu seinem zweiten, Der Diamant des Geisterkönigs.
Noch während Raimund mit Louise Gleich verheiratet ist, findet er wieder
mit Toni Wagner zusammen. Die beiden besiegeln ihre Lebensgemeinschaft
1821 vor der Mariensäule in Neustift. Erst 1827 erkennen die Eltern
Antonies die Gemeinschaft an. Doch wirklich glücklich wird die Verbindung
nicht, Raimunds Hypochondrie und Schwermut, aber auch Eifersucht überschatten
die Beziehung.
1825 befallen Raimund Depressionen. In der Zeit schreibt er einige
Gedichte und beginnt mit Der Bauer als Millionär oder Das Mädchen
aus der Feenwelt. 1826 entsteht Die gefesselte Phantasie,
im Jahr darauf Moisasurs Zauberfluch und einige Gedichte. Seinen
bisher größten Erfolg hat Raimund 1828 mit Der Alpenkönig und der
Menschenfeind. Im selben Jahr wird er Direktor des Leopoldstädter
Theaters. Nach dem Mißerfolg seines Stücks Die unheilbringende Zauberkrone
1829 gibt Raimund Gastspiele in München, Hamburg, Prag und Berlin.
Ab 1833 gastiert er im Theater in der Josefstadt, wo die Erstaufführung
seines letzten Stückes stattfindet: Der Verschwender wird sein
größter finanzieller und künstlerischer Erfolg.
Am 20. Jänner 1836 tritt Raimund in der Rolle des Valentin zum letzten
Mal in Wien auf, zum letzen Mal auf der Bühne steht er am 1. Mai in
Hamburg. Am 25. August wird Raimund in seinem Haus in Gutenstein von
seinem Hund gebissen. In panischer Angst vor Tollwut tritt er mit Toni
die Reise nach Wien an. Durch ein Gewitter zur Übernachtung in Pottenstein
gezwungen, schießt er sich dort am 30. August in die Mundhöhle. Die
Kugel bleibt im Schädel stecken, die aus Wien herbeigerufenen Ärzte
können ihm nicht mehr helfen. Ferdinand Raimund stirbt am 5. September
1836 und findet auf dem Friedhof von Gutenstein seine letzte Ruhe.