Automatisierung
verleiht Flügel
Lagerhaus
Klagenfurt modernisiert Steuerungstechnik mit EVA
(Bericht
erstellt im Juni 2000) Wenn ein junges
Elektrounternehmen von einem der größten
österreichischen Lagerhäuser mit der Erneuerung seiner
Steuerungs- und Visualisierungssysteme beauftragt wird,
so kommt dies einer Auszeichnung gleich. Der Kärntner
EVA GmbH gelang dieser Coup. Die Fa. EVA modernisiert seit
Mitte 1999 Zug um Zug das riesige Klagenfurter
Raiffeisen-Lagerhaus. Zentrales Visualisierungs-Tool ist
dabei CIMPLICITY HMI von GE Fanuc.
EVA: Vom
Elektroinstallations- zum Automatisierungsunternehmen
Als die fünf Gesellschafter der EVA, im Jahre 1996
das Unternehmen gründeten, hatten sie ein Ziel vor
Augen: Auf Basis eines klassischen
Elektro-Installationsunternehmens sukzessive eine
Know-how-Factory im Bereich der Automatisierungstechnik
aufzubauen. Der Firmenname wies bereits diesen Weg: EVA
steht für Elektroinstallationen Verteilerbau
Automatisierungstechnik. Nach nur 4 Jahren ist
dieser Schritt gelungen. 1999 waren die Aufträge aus dem
Bereich der Automatisierungstechnik erstmals stärkster
Umsatzträger des jungen Unternehmens.
Geschäftsführer Podrietschnig: "Im Bereich der
klassischen Elektroinstallation sind die Preise niedrig
und die Konkurrenz groß. Der industrielle Bereich, also
im Verteilerbau und bei der Steuerungstechnik, ist
deutlich mehr Know-how erforderlich und daher sind die
Aufträge unternehmenspolitisch viel interessanter."
Die EVA-Mannschaft ist bestrebt, alle drei Bereiche
auszubauen und zu pflegen. Sie sollen sich ergänzen und
jeder für sich lebensfähig sein. Dies schafft eine
äußerst solide Basis für das dynamische Unternehmen.
Im wesentlichen teilen sich die Kunden im Bereich der
Automatisierungstechnik in zwei Gruppen. Einerseits
klassische Industrieunternehmen wie der Steinbruch Modre
in Mitterbrixen oder das Lagerhaus Klagenfurt und
andererseits Maschinen- und Anlagenbauer. Mit einigen
Kunden aus dem Bereich Maschinen- und Anlagenbau wie dem
Stahl-Wasserbau-Unternehmen URBAS, dem
Kleinbrauerei-Hersteller AUTOMATIONSTECHNIK oder der AB&Z,
einem Hersteller von mobilen Bauschutt-Recyclinganlagen
haben sich echte Partnerschaften entwickelt. In vielen
der von diesen Stammkunden in alle Welt gelieferten
Anlagen wurde die Steuerungstechnik von EVA entwickelt
und gebaut und wird auch von der EVA servisiert.
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Alles aus einer Hand
Das hebt die EVA auch von vielen anderen
"Steuerungsbauern" ab: Die Griffener
Automatisierungsspezialisten machen alles selbst:
Planung, Entwicklung, Programmierung, Verteilerbau,
Leitungsinstallation, Inbetriebnahme und Service.
Steuerungstechnisches Know-how und erprobte handwerkliche
Fähigkeiten verschmelzen in diesem Vorzeigebetrieb. Die
EVA bietet Automatisierungslösungen aus einer Hand.
"Wir haben alle von der Picke auf gelernt. Jeder von
uns hier arbeitet manuell, hat Kontakt mit den Kunden und
verfügt zumindest über ein gewisses Maß an
steuerungstechnischem Wissen. Unser Ziel für die
nächsten Jahre ist, diese Kenntnisse bei jedem einzelnen
Mitarbeiter deutlich anzuheben. Es soll nicht einige
wenige Spezialisten und einfache Handwerker
geben, sondern jeder ist einen Klasse für sich,"
unterstreicht Geschäftsführer Podrietschnig.
Die ideale Projektgröße für EVA beginnt bei einem
Auftragsvolumen von etwa 50.000,- Schilling und geht bis
in den Bereich von einigen Millionen Schilling für
größere Projekte. Eine typische Projektgrößenordnung
liegt bei rund 250.000 Schilling für eine komplette
Steuerung inkl. Schaltschrank, Bediengerät, Schützen
bzw. kleine SPS, Frequenzumformer u.a. Teilweise sind die
Kundenvorgaben hinsichtlich der zu verwendenden Steuerung
sehr streng. "Bei großen Anlagen will niemand einen
Typen-Wildwuchs. Bei kleinen abgeschlossenen
Anlagen hingegen können wir vollkommen frei agieren.
Hauptsache das Preis/Leistungsverhältnis stimmt. Hier
setzen wir auch verstärkt die VersaMax Serie von GE
Fanuc ein," erklärt Podrietschnig .
Die Zusammenarbeit mit dem österreichischen GE Fanuc
Generalvertreter, der T&G Taschek & Gruber GmbH,
hat schon eine lange Tradition: "Wir sind praktisch
Kunden der ersten Stunde. Über einzelne Produkte hatten
wir schon heftige Diskussionen. Offenheit gehört zu
einer guten Partnerschaft. Die neue SPS-Linie von GE, die
zuverlässigen Bediengeräte von Exor und vor allem das
hervorragende Visualisierungssystem CIMPLICITY zählen zu
unseren wichtigsten Produkten, die wir in vielen
Lösungen einsetzen," charakterisiert
Geschäftsführer Podrietschnig die langjährige
Zusammenarbeit mit T&G.
EVA
schwört auf CIMPLICITY
Absolutes Starprodukt bei EVA ist derzeit das
Visualisierungssystem CIMPLICITY. "Für uns war
CIMPLICITY ein ideales Einsteigerprodukt. Wir hatten die
wichtigsten Funktionen rasch im Griff und spürten, das
hier ein mächtiges Werkzeug vorliegt, das uns für
künftige Aufgaben genug Ressourcen und Möglichkeiten
bietet," betont Ing. Michael Dreier. "Und wir
lernten von T&G eine persönliche Unterstützung
kennen, die Ihresgleichen sucht."
Bei der EVA hat CIMPLICITY eingeschlagen.
"CIMPLICITY war sozusagen der nächste logische
Schritt nach den grafischen Bediengeräten, die wir seit
Jahren im Schaltschrankbau einsetzen. Unsere erste
CIMPLICITY-Visualisierung realisierten wir in einem
Steinbruchunternehmen. Vor der Entscheidung haben wir
drei namhafte Systeme hier im Haus eingehend getestet.
Die Entscheidung viel eindeutig zu Gunsten von
CIMPLICITY," kommentiert Programmierspezialist
Dreier. CIMPLICITY überzeugt vor allem auch wegen seiner
grafischen Leistungsmerkmale. Es ist relativ einfach zu
programmieren, enthält unzählige vordefinierte Symbole,
die alle leicht verändert, erweitert und animiert werden
können auch abschnittsweise. Die Möglichkeit der
Farbzuweisung, Schattierung usw. machen die Objekte
erfassbarer, "echter".
CIMPLICITY kommuniziert nicht nur ausgezeichnet mit den
GE Fanuc Steuerungen sondern auch mit Fremdgeräten, wie
z.B. den Siemens-SPSen. Dazu wird bei der EVA eine
Applicom-Schnittstelle als Einschubkarte in den PC
gesteckt. Neben den klaren Entscheidungen für CIMPLICITY
und die Exor-Bediengeräte hat man bei EVA auch klare
Präferenzen bei Bussystemen: Bevorzugt wird für die
einfache Anwendung der ASI Bus verwendet er ist
praktisch der "Betriebsbus" für EVA. Darüber liegend wird der Profi-Bus eingesetzt. Die
Vorzüge vom ASI-Bus sieht Podrietschnig so: "Er ist
einfach, kostengünstig und erlaubt den direkten Anschluss von Sensorik, die leichte Ansteuerung von
Pneumatik-Modulen etc."
Raiffeisen Lagerhaus in Klagenfurt
Das Mischfutterwerk im Lagerhaus Klagenfurt erzeugt pro
Jahr rund 80.000 Tonnen Futter für Geflügel, Schwein
und Rinder. Als wesentlichster Grundstoff wird Mais
verwendet, der gemahlen und mit verschiedenen
Zusatzstoffen wie Fischmehl, Kakaoschoten usw. zu
fertigem Kraftfutter vermischt bzw. verpresst wird. Im
Mischfutterwerk werden die in den insgesamt 30 Silos
(Zellen) gelagerten Rohstoffe über Rädler (vertikale
Förderstrecken) und Becher-Elevatoren von den
sogenannten Rohstoffzellen (RZ) in die Mühlen und von
dort in die Fertigen-Arbeits-Zellen (FAZ) befördert.
Im Vorjahr wurde der Auftrag zur Teilmodernisierung der
Steuerungstechnik an die EVA vergeben und im Herbst 1999
ein CIMPLICITY-Visualisierungssystem für den ersten
Teilbereich RZ Mühlen FAZ in
Betrieb genommen. Der Zuschlag an die EVA wurde aufgrund
der technisch überzeugenden Lösung, des guten
Preis/Leistungsverhältnisses und vor allem auch wegen
der örtlichen Nähe erteilt. Die riesige
Hardware-verdrahtete Mosaik-Steuerungstafel wird jetzt
sukzessive durch das flexible
CIMPLICITY-Visualisierungssystem ersetzt.
Der Auftragsumfang umfasste die Erneuerung der gesamten
Steuerungstechnik, von den Motorabgängen bis zur
Visualisierung. Das Ziel der Modernisierung ist, die
Produktivität und Flexibilität des Betriebs zu
steigern. Dazu musste für den Operator ein einfaches,
verständliches und überschaubares System auf den
Bildschirm gebracht werden, das die Bedienung
entsprechend den Erfahrungswerten möglich macht. Durch
Mausklicks können jetzt Ventile geöffnet, Motoren
gestartet/gestoppt und Förderstrecken
gestartet/angehalten werden. Die Farbcodierung und die
animierten Symbole erlauben die aktiven Elemente sofort
zu erfassen. Lagerhaus-Mischmeister Angerer: "Ich
habe mich rasch an das neue System gewöhnt. Die Grafiken
zeigen den Betriebszustand der Anlage wirklich sehr
anschaulich. Vieles ist jetzt einfacher als beim alten
System."
Operator programmiert
Rezepturen
Um einen vollautomatischen Betrieb zu ermöglichen,
müssen fertige Rezepte programmiert und gespeichert
werden. Damit von den insgesamt 900 Möglichkeiten (30 x
30 Zellen) der Operator selbst seine Rezepte
programmieren kann, wurde von der EVA eine zweite
"statische" Abbildung der Anlage zum
Programmieren geschaffen. Der Operator simuliert hier
quasi die Bedienung und programmiert auf diese Art sein
gewünschtes Rezept.
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EVA expandiert weiter
Das Lagerhaus-Projekt ist nur ein weiterer Schritt im
kontinuierlichen Wachstum der EVA. EVA-Geschäftsführer
Podrietschnig: "Die Kunden schenken uns deshalb ihr
Vertrauen, weil wir hundertprozentig zuverlässig sind.
Für wichtige Termine richten wir uns immer sofort nach
dem Kunden. Wir reagieren rasch, flexibel und
zuverlässig und bieten technisch innovative
Lösungen." Und er ergänzt: "Einer unserer
großen Pluspunkte ist Transparenz und Ehrlichkeit. Bei
uns weiß der Kunde, woran er ist. Wir sind offen, wir
verschleiern nichts und wir beschönigen nichts. Wir
wünschen uns Kritik positive und negative und wir
kritisieren bei unseren Kunden ebenfalls dort, wo wir
Veränderungen für notwendig erachten. Und diese Art
wird von unseren Kunden auch geschätzt."
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