| Transportsystem bei
der Kurbelwellenproduktion (Bericht erstellt im September 1999)
Die Produktion von Kurbelwellen ist ein mehrstufiger Produktionsprozess, der die unterschiedlichsten Bearbeitungsvorgänge erfordert. In der Produktionsstätte sind für diesen Produktionsprozess 19 Parallel- und Folgebearbeitungsmaschinen, eine FANUC Roboterzelle, eine Auswuchtungsmaschine, eine Feinstbearbeitungsmaschine sowie je eine Reinigungs- und Messzelle im Einsatz. Ein intelligentes Logistiksystem kontrolliert den automatischen Transport der Werkstücke zwischen den Maschinen und den Zellen sowie die Bestückung der Maschinen. Dabei kommt insbesondere der Antriebs- und Steuerungstechnik eine besondere Bedeutung zu. Immerhin sollen im ersten Produktionsabschnitt in 17 Stunden an 330 Tagen insgesamt 125.000 Kurbelwellen im Jahr produziert werden. Zu einem späteren Zeitpunkt ist die Erweiterung der Jahresproduktion auf 250.000 Kurbelwellen im Jahr geplant. Anforderungen Bei der Auswahl des Transportsystems entschloss man sich, die Transferstraße durch einen Portaltransport zu ersetzten. Wichtigste Anforderung war dabei, dass der Bearbeitungsprozess bei einer potentiellen Störung weitgehend fortgeführt werden kann. Eine komfortable Lösung für die Bedienung und Überwachung des Transportsystems musste gefunden werden. Die Portalanlage
Die Realisierung GE Fanuc Automation konnte
als Anbieter eines gesamten Sortiments von
Automatisierungsprodukten die gewünschten
Einzellösungen anbieten und diese zu einem
ganzheitlichen Konzept verknüpfen. Neben einem modernen
vernetzten Steuerungskonzept auf TCP/IP Ethernet und
Profibus DP-Basis, wurde vor allem von der
Antriebstechnik eine hohe Positioniergenauigkeit in Bezug
auf die 2-Achsen-Maßhaltigkeit verlangt. Hier liegt ein
wesentlicher Vorteil des Antrieb- und Steuerungskonzeptes
von GE Fanuc Automation: hohe Positioniergenauigkeit bei
schnellen Geschwindigkeits- und Beschleunigungszyklen. 42
digitale Servomotoren und Verstärker der
"a-Serie" sorgen für die exakte Positionierung
der Portaltransporter. Kompakte Bauform, hohe
Positioniergenauigkeit und extreme Laufruhe kennzeichnen
diese Servomotoren mit einem verfügbaren Momentbereich
von 1 bis 140Nm. Neben diesen Eigenschaften sprach auch
die Installation an mehreren millionenfachen Achsen
weltweit für den Einsatz dieses Motors. Geregelt werden
die Servomotoren von 14 Achsenpositioniermodulen vom Typ
"Power Mate I". Diese Modul realisieren auf der
Basis von 14 High End SPS einfache Positionier- und
Geschwindigkeitsregelung ebenso wie komplexe
Mehrfachsteuerungen. Das Power Mate I Modul wird in den
VME-Bus der High End SPS integriert. Fazit Die Realisierung des Projekts wurde innerhalb kürzester Zeit erzielt. Die Partner GSA und GE Fanuc Automation benötigen ganze acht Monate von der Planung über die Produktion bis zur Auslieferung der Anlage. Dabei wurde sowohl im mechanischen Bereich, als auch im steuerungs- und antriebstechnischen Bereich modulare Standardkomponenten eingesetzt. Dadurch konnte eine schnelle und kostengünstige Projektierungs- und Inbetriebnahmezeit realisiert werden. |