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Magna Eybl setzt auf CIMPLICITY Magna-Eybl-Werk Erbergassing baut auf modernes Visualisierungssystem von GE Fanuc (Bericht erstellt im Juni 1999) In der Gruppe MIS Magna Interior Systems stellt das Werk Magna Eybl in Ebergassing, NÖ, im Spritzgussverfahren Tür- und Säulenverkleidungen mit Textiloberfläche sowie Bodenverkleidungen her. Das Hinterspritzen von Textilien ist dabei die patentierte Spezialität von Eybl. Unter der Leitung von Ing. Peter Kovanda wird am Aufbau eines computergestützten Wartungs- und Überwachungssystems für alle Bereiche der Betriebstechnik gearbeitet. Zentrale Komponenten dieses Systems sind CIMPLICITY HMI und Speicherprogrammierbare Steuerungen der Serie 90-30 und Micro von GE Fanuc.
Es bedarf immer einiger "Innovatoren" um Systeme, die an und für sich gut laufen, auf die Anforderungen der Zukunft auszurichten. Bei Magna Eybl sind dies neben Ing. Kovanda die beiden jungen Betriebstechniker Hermann Graf und Ing. Martin Teubl. Sie haben die Voraussetzungen für die Umstellung des gesamten Betriebstechnik-Managements auf ein datenbankgestütztes System geschaffen. Ing. Kovanda: "Um ein innovatives Projekt in die Praxis umzusetzen, bedarf es dreier wesentlicher Faktoren, die gut zusammenspielen müssen: Erstens gute Mitarbeiter, zweitens gute externe Partner und drittens gute technische Produkte. Ich denke, wir haben diese drei Voraussetzungen, wie die bisherigen Verbesserungen zeigen." Dabei begann alles so einfach.... Um den Gesetzesanforderungen für eine Notbeleuchtung gemäß EN2, Teil 1-8 betreffend "Bauliche Anlagen für Menschenansammlungen Zentralbatterieanlagen" zu erfüllen, suchte der gelernte Betriebselektriker Hermann Graf eine intelligente, Software-gestützte Lösung. Dabei stieß er auf das Visualisierungspaket CIMPLICITY HMI, das in Österreich vom Oberwarter Unternehmen Taschek & Gruber vertrieben und betreut wird. Die rasche und kompetente Beratung durch den T&G-Vertriebstechniker Ing. Walter Volf überzeugte Graf, dass er mit CIMPLICITY eine Visualisierungslösung gefunden hatte, deren Einsatzmöglichkeiten weit über das ursprünglich geplante Ziel hinausreichten. Und das zu wesentlich günstigeren Kosten, als es bei anderen Angeboten der Fall war. Einstieg in CIMPLICITY: System für die Maschinenüberwachung Graf stieg in die CIMPLICITY-Welt ein. Dabei kooperierte er sehr eng mit seinem Kollegen Ing. Teubl, der über umfassende SPS-Kenntnisse verfügt. Die erste Aufgabe, die mit CIMPLICITY gelöst wurde, war aber nicht die Automatisierung der Notbeleuchtung sondern die Signalisierung für den Betriebszustand der Engel-Spritzgussmaschinen. Acht riesige Extrusionsmaschinen sind das Herzstück des Magna-Eybl-Werks. Ihre Stillstandzeiten möglichst gering zu halten, ist daher ein zentrales Anliegen der Betriebstechniker.
Dieses System basiert auf CIMPLICITY und einer GE Fanuc SPS 90-30. Von den computergesteuerten Engel-Maschinen werden die Signale der Betriebszustände ausgelesen, von CIMPLICITY interpretiert und entsprechende Alarmsignale weitergeleitet. Mit diesem System wurden bei Magna Eybl mehrere Vorteile erzielt: Die Verständigung der Meister erfolgt rascher und zuverlässiger als bisher und außerdem werden sämtliche Betriebszustände der Maschinen automatisch aufgezeichnet und sind für spätere Auswertungen wie Analysen, Statistiken etc. verfügbar. EDV-Netzwerk bei Magna Eybl Das EDV-System für die Administration des zeitkritischen Just-in-Time-Produktionsbetriebes läuft auf IBM AS 400. Sämtliche Arbeitsstationen sind mit einem Token-Ring-Netzwerk verkabelt. An diesem Netzwerk hängen auch alle PCs für die Meister und die Betriebstechnik. Dadurch ist es möglich, die Visualisierung der mit CIMPLICITY realisierten Projekte, praktisch auf jedem Bildschirm durchzuführen. Um die Bedienung möglichst einfach zu machen, steigt der Anwender über eine Darstellung des Werksgeländes in das System ein, wählt sich die entsprechende Halle (Anwendung) aus und bekommt dann eine Auflistung der möglichen Anwendungen, wie z.B. "Betriebszustand Engel-Maschinen", "Notbeleuchtung Halle XX" usw. Hallen-Notbeleuchtung
Energiemanagment Derzeit arbeitet das Betriebstechnik-Team von Magna Eybl rund um Ing. Kovanda an einem System für die Überwachung des Stromverbrauchs der einzelnen Spritzgussmaschinen und Stanzen. Ing. Teubl: "Wir ersetzen die analogen Stromzähler durch digitale Geräte und können so alle Vorgänge in unser Überwachungssystem übernehmen. Damit wollen wir eine Lösung für die Energiespitzen finden, die uns fallweise Probleme machen und für den künftigen liberalisierten Strommarkt optimale Voraussetzungen schaffen, um Energiekosten zu sparen." Im Zentrum dieses Systems steht wiederum CIMPLICITY, um die Bedienung und Visualisierung möglichst anwenderfreundlich zu machen. Ing. Kovanda: "Die Stromverbrauchsüberwachung ist nur der erste Teil für unser umfassendes Energiemanagements. Letztendlich wollen wir alle Energieträger im Werk erfassen, also Strom, Gas, Wasser und Dampf." Auf das Betriebstechnik-Team wartet also noch eine Menge Arbeit. CIMPLICITY-Spezialist Graf: "Dank der Flexibilität und einfachen Programmierung von CIMPLICITY HMI sind wir wirklich in der Lage, alle unsere Anforderungen selbst zu realisieren. Und sollten wir wirklich einmal nicht weiter wissen, können wir jederzeit auf den zuverlässigen Support von T&G zurückgreifen." |