Missler macht guten Schnitt mit GE Fanuc Produkten
(Bericht erstellt im März 2001)

Das französische Unternehmen Missler ist einer der führenden Hersteller auf dem Gebiet der Bandsägemaschinen. Mit der Entwicklung eines doppelten Rollenantriebs hat Missler eine innovative Technologie auf dem Markt gebracht. Diese Technologie ermöglicht den Antrieb eines Karbidsägebandes mit negativem Spannwinkel und das Schneiden von sehr harten Materialien. Missler ist derzeit noch der einzige Anbieter für derart leistungsfähige und innovative Lösungen auf dem Markt für Bandsägemaschinen. Dabei wird die DEB-Serie von MISSLER (340, 410, 540 und 720) durch eine eine neue Generation von Metallbandsägen, der "GTI"-Version ergänzt. Diese arbeitet nach dem neuen Verfahren, mit dem die übertragbare Kraft zum Antreiben eines Schneidbandes verdoppelt werden kann.

Sägetechnik
Bandsägemaschinen bestehen aus einer motorisierten Rolle, die für den Antrieb des Sägebandes zuständig ist. Daneben wird noch eine freilaufenden Rolle eingesetzt, die als Umlenkrolle dient und das Sägeband unter Spannung hält. Die Spannung des Sägebandes erfüllt zwei Funktionen. Zum einen gewährleistet es die Starrheit des Sägebandes und somit eine gute Schnittgeometrie. Zum anderen gestattet es das Antreiben des Sägebandes durch Reibung über den halben Kreisumfang der motorisierten Rolle.
Diese Technik wurde lange Zeit eingesetzt. Insbesondere bei Hochgeschwindigkeitsanwendungen entwickelte sich das Sägeband mit Sägezahnspitzen aus Wolframkarbid zum Standard. Inzwischen stößt dieses traditionelle System jedoch an seine Grenzen. Denn selbst bei einer Verdoppelung der Motorleistung sind die Leistungen der Maschine durch die Kraftübertragung per Reibung begrenzt.

Innovative Lösung
Die Lösung hierfür liegt in der Motorisierung beider Rollen. Es entsteht so eine Reibungsoberfläche, die einem vollen Rollenumfang entspricht. Gleichlaufunterschiede zwischen den beiden Rollen, die vor allem auf Fertigungstoleranzen der Rollendurchmesser zurückzuführen sind, lassen sich sehr leicht kompensieren. Dazu werden die beiden Motoren vom selben Frequenzumrichter angesteuert. Die extreme Starrheit der Maschinenstruktur, die spezielle Montage der Rollen, die zwischen zwei Wälzlagern zentriert sind, und die Verwendung von Getrieben mit Hohlwellen gestatten eine unübertroffen hohe Leistungen. Die Vorteile dieses neuen Doppelantriebsverfahrens sind eine bis zu 70 % höhere Produktionsausbeute mit demselben Sägeband durch erhöhte Leistung, eine erhebliche Lärmminderung, eine Steigerung der Sägebandlebensdauer um bis zu 100 % und eine leichtere Handhabung der Sägebänder.

Steuerungen und Bedienerschnittstellen auf allen Ebenen integriert
Die Sägemaschinen sind mit drei verschiedenen Maschinenkonfigurationen lieferbar, wobei die Steuerungstechnik auf GE Fanuc Produkten basiert. Dabei bieten die eingesetzten VersaMax-Micro-Steuerungen den Vorteil einer besonders kompakten Bauweise. Dies ist von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, die Steuerungen in die Bandsägemaschinen zu integrieren. Sämtliche Steuerungssysteme basieren auf einer Standardsprache. Diese Konzeption erlaubt Kopplungsmöglichkeiten und volle Kompatibilität mit allen marktüblichen E/A-Komponenten und eine große Flexibilität. Im einzelnen werden folgende Konfigurationen umgesetzt:

  • Standardkonfiguration
    Hierbei handelt es sich um eine Maschine mit nur einer Steuerung vom Typ VersaMax Micro. Bei dieser Version wird der Vorschub der zu sägenden Stäbe vom Bediener unter Beobachtung eines Zählers mit Digitalanzeige über eine Rolle reguliert.
  • Mittlere Konfiguration
    Dieser Maschinentyp enthält neben einer VersaMax-Micro-Steuerung auch eine Bedienerschnittstelle aus der Serie der VersaMax-DataPanels. Dabei handelt es sich um eine numerische Steuerung für alle Maschinenfunktionen.
  • Spitzenkonfiguration
    Die Maschinen sind mit einer Steuerung vom Typ 9030 und der Steuer- und Überwachungssoftware CIMPLICITY ausgerüstet. Bei dieser Version bildet ein Touchscreen-Display die. Dieses Display gestattet in einfachster Form den Zugriff auf hochkomplexe Funktionen.

Internationaler Service

Die meisten Missler Bandsägemaschinen, werden exportiert. Diese Maschinen sind oft in fernen Ländern unter schwierigsten Bedingungen im Einsatz - beim Metallsägen entstehen schließlich Staub und Vibrationen. Andere Maschinen werden an Standorten betrieben, an denen das Versorgungsnetz instabil oder gestört ist. Deshalb ist es für Missler unverzichtbar, mit Partnern zu kooperieren, die bei Ausfällen oder Betriebsstörungen weltweit eingreifen können. GE Fanuc verfügt über einen weltweiten Engineering-Service. Dieser technische Software- und Hardware-Support berät die Anwender auch im Hinblick auf den Einsatz und die Funktionen der GE Fanuc-Produkte. Selbstverständlich hilft der Service auch bei Problemen mit der Kommunikation zwischen Peripheriegeräten. Somit gewährleistet Missler seinen Kunden immer einen guten Schnitt.

 
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