Die
richtige Mischung: Prozeßsteuerung und Visualisierung
für Wopfinger Transportbeton mit CIMPLICITY
(Bericht
erstellt im April 2000) Wenn
in den an vielen Orten Österreichs platzierten Betonmischanlagen der Firma Wopfinger Transportbeton die
"richtige Mischung" in den bereitstehenden
Betontransporter fließt, dann wird die Qualität der
Lieferung häufig von CIMPLICITY und den SPSen von GE
Fanuc (ÖV: T&G) garantiert. Das zugehörige Know-how
kommt vom Grazer Automatisierungsspezialisten SteKa. Die
High-tech-Steuerung muss dabei mit den harten
Anforderungen der Baubranche zurechtkommen. Vor allem die
Bedienung muss leicht überschaubar und im Einklang mit
der gewohnten Praxis des Bedienpersonals sein.
Mischanlage der
Wopfinger Transportbeton in Grimmenstein
In den späten siebziger
Jahren wurde im Zuge des Ausbaus der Südautobahn über
den Wechsel von den Wopfingern" ein
Betonmischanlage in Grimmenstein, NÖ, aufgestellt. 1999
wurde diese überaltete Anlage durch ein neue Anlage der
Firma Kaiser GmbH aus Deutschfeistritz, Steiermark
ersetzt. Der elektrotechnische und
automatisierungstechnische Teil der Mischanlage wurde von
SteKa geplant und ausgeführt. Herzstück dabei sind das
auf Windows basierende Visualisierungssystem CIMPLICITY
HMI und Steuerungen der Serie 90-30 von GE Fanuc.
Johann Schadelbauer ist seit 1976
Mischmeister auf der Anlage in Grimmenstein/Hütten. Vor
den Umstieg auf CIMPLICITY hatte er nie mit PCs zu tun.
Am Anfang war es schon schwer, sich an die
Maus-Bedienung des Systems zu gewöhnen. Jetzt hab ich
alles längst im Griff," meint Schadelbauer. Die
anschauliche Darstellung des Mischprozesses am Bildschirm
half dem erfahrenen Mischmeister bei der Umstellung.
Längst ist der Umgang mit PC und Maus zur Routine
geworden. Das auf Kundenwunsch parallel zur
CIMPLICITY-Steuerung installierte konventionelle
Bedienpanel wirkt nur mehr wie ein Relikt aus längst
vergangenen Zeiten.
Dipl.-Ing. Christian
Steiner, Geschäftsführer der SteKa Automation und
Anlagen GmbH, hebt die Besonderheiten der Anlage in
Grimmenstein hervor: Bei diesem Projekt zeichneten
wir für den gesamten Automatisierungsteil
verantwortlich. Wir konnten sozusagen auf der
grünen Wiese planen. Meist müssen wir wirklich
unsere Automatisierungslösungen ja in vorhandene
Systemumgebungen einpassen. Hier konnten wir alles nach
unseren Vorstellungen umsetzen. Zur vollsten
Zufriedenheit des Kunden!"
Das Gehirn" der
Betonmischanlage ist die von SteKa konzipierte
Dosiersteuerung, die den gesamten Chargenablauf steuert
und autofertig verwiegt. Im Hintergrund werden alle erfassten Daten in eine Datenbank eingetragen und so jede
Charge automatisch protokolliert.
Die Anlage ist so
ausgelegt, dass eine Einmannbedienung der gesamten Anlage
möglich ist. Der Mischmeister verwaltet und überwacht
also die Zuförderung der Rohstoffe, das Mischen selbst
und die Übergabe an die Fahrmischer
(Betontransport-Lkw). Der Mischmeister kontrolliert die
automatisch von der Disposition für den jeweiligen
Transporter zugespielte Rezeptur und überwacht die
Verwiegung, da die zugeführten Rohstoffe blockiert sein
können. Bei all diesen Vorgängen unterstützt ihn die Prozessvisualisierung
am Bildschirm und die
dahinterliegenden Kontrollfunktionen. So wird z.B.
signalisiert, wenn Übergewicht, also ein Istwertfehler
der Gewichtsdosierung, vorhanden ist. Außerdem werden
die Schutzschalter ausgewertet, wenn ein Störungsfall
vorliegt. Auch die Beschickung erfolgt automatisch,
sobald der Mischmeister den Silo für das angelieferte
Material bestimmt hat.
Die wichtigste
Bildschirmmaske für den Bediener ist das Dosierbild, auf
dem sämtliche Dosierorgane, Waagen und der Mischer
dargestellt sind. In einem kleinen Fenster wird
zusätzlich der laufende Auftrag eingeblendet. Obwohl
hier die zu verarbeitenden Datenmengen relativ klein
sind, werden an die Visualisierung große Anforderungen
gestellt. Da die Überwachung der Dosiervorgänge in
Echtzeit erfolgen muss, müssen alle 600
Visualisierungspunkte (ein Punkt entspricht einem
Datenregister in der SPS) in Echtzeit auch am Bildschirm
aktualisiert werden.
Das SteKa-System umfasst auf der Datenbankseite noch die gesamte Auftragsplanung,
-abwicklung und -protokollierung, die aber in der Anlage
in Grimmenstein nur zum Teil umgesetzt wurde, weil vor
Ort eine eigene Disposition vorhanden ist. Außerdem
enthält das SteKa-System eine komplette statistische
Auswertung der Auftrags- und Produktionsdaten.
SteKa: Erfahrung bei der Automatisierung
von Industrieanlagen
SteKa wurde 1992
gegründet und konzentriert sich seither auf
kundenspezifische Lösungen im Bereich der
Automatisierungstechnik. Bisher lag der Schwerpunkt des
Grazer Unternehmens vor allem bei der Automatisierung von
Baumaschinen und -anlagen. Aber auch für Kunden aus der
chemischen Industrie und in der Motorentechnik hat das
SteKa-Team schon Lösungen mit SPSen und
Visualisierungssystemen geschaffen. Dipl.-Ing. Steiner:
Wir setzen schon seit vielen Jahren GE Fanuc
Produkte ein, sind aber offen für alle
Kundenanforderungen." Aber besonders mit CIMPLICITY
verbindet die steirischen Ingenieure vieles: Bald
nach der Vorstellung von Windows 95 gab es eine
CIMPLICITY-Version für dieses Betriebssystem. Daraufhin
stiegen wir von einem Konkurrenzprodukt, das wir damals
einsetzten, auf CIMPLICITY um. Und wir mussten feststellen, dass es seither GE Fanuc immer wieder
gelingt, diesen Vorsprung gegenüber anderen
Visualisierungssystemen zu halten."
Prinzipiell werden von
SteKa für ihre Anlagen soweit wie möglich Hard- und
Software- Standardkomponenten eingesetzt zum
Vorteil der Kunden. In der Wägtechnik kommt dabei ein
Feature der GE Steuerungen sehr gelegen. Für die Serie
90-30 steht ein Dehnmessstreifen-Modul zur Verfügung,
das den direkten Anschluss von Messdosen an die Steuerung
ermöglicht (ohne zwischengeschalteten Messverstärker).
Aber nicht nur mit den GE Fanuc
Produkten ist Dipl.-Ing. Steiner vertraut und zufrieden:
Gerade im Baubereich ist Service vor Ort eine
Grundbedingung. Durch die starke Dezentralisierung der
Anlagen sind diese Betriebe nur mit sehr wenig Personal
ausgestattet. Es gibt praktisch nirgends Techniker vor
Ort. Das heißt, wir selbst müssen alle Probleme direkt
vor Ort lösen, soweit wir mit Fernwartung den Fehler
nicht beheben können. Daher sind wir auch auf gute,
zuverlässige Lieferanten angewiesen, die uns bei Bedarf
rasch mit Ersatzteilen und Know-how versorgen. T&G
ist hier ein absolut zuverlässiger Partner."
Heute setzt SteKa
vorwiegend auf Windows NT, was seit seiner
Markteinführung von der GE Fanuc Software unterstützt
wird. Auch Windows CE Software ist für die Anbindung an
CIMPLICITY bereits verfügbar. Dipl.-Ing. Steiner:
Mit unserem Know-how zählen wir zu den
Schrittmachern bei den Automatisierungs-Dienstleistern in
Österreich. Wir werden jetzt auch verstärkt in andere
Anwendungsbereiche der Industrieautomatisierung
vordringen. Dazu haben wir mit T&G und den GE Fanuc
Produkten gute Partner gewählt."
|