Führender Exporteur von Offsetdruckmaschinen setzt auf SPS von GE Fanuc
(Bericht erstellt im April 2000)

ADAST Adamov, einer der führenden Exporteure von Offsetdruckmaschinen, setzt SPSen der Serie 90-30 von GE Fanuc für die Steuerung seiner größten Maschinen ein. Als Bedienschnittstelle wurden QuickpaneIs mit Touch-Screen-Funktionalität gewählt.

Die tschechische Firma ADAST wurde in den 50er-Jahren als Staatsunternehmen gegründet. 1992 erfolgte dann die Privatisierung des Unternehmens. Mittlerweile gehört das Unternehmen mit seinen rund 2000 Beschäftigten zu den größten Herstellern in der Druckindustrie. 80% der produzierten Druckmaschinen werden in über 90 Länder exportiert. 1998 wurde das Unternehmen nach ISO 9001 zertifiziert. Für die weltweit gewährte Garantie und den Kundendienst sorgt ein Netz von lokalen Technikern und Händlern.

Entwicklung der Druckmaschinen
Früher wurden die Druckprozesse über festverdrahtete Relais gesteuert. In den 80er-Jahren wurde zur Steuerung von Text und Grafik automatisierte Systeme auf der Grundlage von speicherprogrammierbaren Steuerungen sowie herstellerabhängiger Hard- und Software entwickelt. Es gab jedoch schon bald zunehmend Bedarf nach Systemen mit einer offenen Architektur, um Soft- und Hardware unterschiedlicher Hersteller zur Optimierung der Leistungsfähigkeit miteinander zu verbinden. Aus diesem Grund entschied sich ADAST für den Einsatz von GE Fanuc Produkten, insbesondere der SPS vom Typ Serie 90-30. Diese SPS ermöglicht eine Steuerung ohne komplizierten Programmieraufwand. Für ADAST ausschlaggebend war zum einen die hohe Flexibilität der Steuerungen und zum anderen ihre weltweite Präsenz von GE Fanuc. Die SPS ist für ihre Leistungsklasse sehr kompakt. Mit der Einführung der 90-30 und dem gleichzeitigen Verzicht auf diverse Zusatzsteuerungen war ADAST in der Lage, den Maschinenschaltschrank zu verkleinern und ihn in die Druckmaschine zu integrieren. Für die Kunden bedeutet dies eine Druckmaschine mit einer geringen Stellfläche. Mit den Maschinen der Serie ADAST Dominant 705C DI lassen sich Druckerzeugnisse für Papierformate bis DIN A2 ohne separate Filme und Druckplatten direkt von elektronischen Vorlagen erstellen. Ursprünglich wurde diese Serie für den amerikanischen Markt entwickelt, aber mittlerweile wird sie in alle Welt exportiert. Es ist das weltweit größte Digitaldrucksystem, das CTP-Technologien verwendet und Farbdrucke bis zu einer Größe von 475 x 650 mm liefert. Mit der SPS-gesteuerten Lasertechnik werden die Druckplatten direkt von den elektronischen Vorlagen erzeugt. Durch dieses trockene Direktdruckverfahren werden manuelle Tätigkeiten sowie die Zeit zwischen Druckaufträgen verringert. Typische Aufträge können in der halben Zeit oder noch schneller abgewickelt werden und das bei rund 30% niedriger Produktionskosten. Darüber hinaus produzieren diese Maschinen weniger chemische Abfallstoffe.

SPS-Steuerung
Über pneumatische Ventile steuert die 90-30 auch alle Maschinenfunktionen, darunter den Maschinendruck, die Führung der Papierbahnen und die Tonereinheit. Die Druckmaschinen sind zudem mit Quickpanels ausgestattet, die dem Bediener alle Betriebszustände und ggf. Fehlfunktionen am Touch-Screen-Monitor anzeigen. Zahlreiche, zum Teil interaktive Spezialfunktionen des Quickpanels erleichtern auch bei laufendem Betrieb die Bedienung der Druckmaschine. Das Bedienterminal verfügt über einen Umdrehung- und einen Vorwahlzähler. Das ganze System wird von einem zuverlässigen Windows NT-PC gesteuert. Dadurch lassen sich die allgemein verwendeten DTP-Programme oder Softwarepakete für die Druckvorstufe problemlos einbinden. Von ADAST werden auch die klassischen Offsetmaschinen der Serie Dominant 706A für Ein- bis Sechsfarbdrucke bis Format A2 und der Serie Dominant 806A für Ein- bis Sechsfarbdrucke bis B2-Format hergestellt. In beiden Baureihen werden ebenfalls SPSen von GE Fanuc und Quickpanels eingesetzt. Die Maschinen können mit diversen Zusatzaggregaten ausgestattet werden, die Funktionen wie das Nummerieren, Überdrucken, Perforieren oder Lochen ermöglichen.

Vorteile
Michal Aliger, Technischer Direktor bei ADAST, bringt es auf den Punkt: "Seit den 90er-Jahren und der Einführung der SPS von GE Fanuc sind die Maschinen wesentlich zuverlässiger und kompakter geworden. Die Stellfläche pro Maschine konnte deutlich verringert werden und auf Grund der wesentlich kürzeren Stillstandzeiten erhöht sich für unsere Kunden die Rentabilität ihres Geschäfts." Ergänzend fügt Aliger hinzu: "Da ADAST seine Produkte in über 90 Länder liefert, ist es unbedingt erforderlich, dass unsere Maschinen weltweit gewartet bzw. Ersatzteile beschafft werden können. Die globale Präsenz von GE Fanuc deckt diesen Bedarf bzgl. des Steuerungssystems voll ab."

 
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