Xerox nutzt das Web
zur Überwachung der Produktion von Tintenstrahlprodukten
(Bericht
erstellt im Juni 2001)
Zur Überwachung
der Herstellung von Druckköpfen und Tintenpatronen für ihre jüngsten
Tintenstrahldrucker setzt Xerox in Irland die CIMPLICITY-Software ein.
Mit CIMPLICITY WebView können Produktionsdaten und Statistiken sogar
von der Zentrale in den USA in Echtzeit aus dem System abgefragt
werden.
Die Entwicklung des
Xerox Technology Park in Dundalk an der Nordostküste Irlands begann
1999 mit der Erschließung eines völlig neuen Standorts. Im Rahmen
des für Irland angesetzten Investitionsvolumens von über 360 Mio.
Pfund beherbergt das 42 Hektar große Gelände in Dundalk nun diverse
Produktionseinrichtungen und Softwareentwicklungsgruppen. Zu den
Einheiten an diesem Standort gehören mittlerweile High-End
Reproprodukte für die Industrie, die Herstellung von Toner für
Laserdrucker sowie Tintenstrahlprodukte. Die Druckköpfe und
Tintenpatronen werden sowohl für den generellen Vertrieb als auch für
den Einbau in Xerox- oder OEM-Tintenstrahldrucker bzw.
Multifunktionsgeräten einzeln verpackt.
Produktion der
Tintenpatronen
Die Produktion der
Tintenpatronen wurde im Februar 2000 aufgenommen und hat bis Februar
2001 bereits die Vier-Millionen-Marke überschritten. Für das
Produktionsüberwachungssystem bei Xerox wurde CIMPLICITY HMI
installiert und weiterentwickelt. Nach Aussage von Eamon McKinney,
Bereichsleiter Regeltechnik bei Xerox, hat sich CIMPLICITY als ein
Programm erwiesen, das sich leicht programmieren, installieren und
pflegen lässt. Die Erhöhung der Anzahl der Benutzer ist völlig
unproblematisch und durch die offene Systemarchitektur konnten auch
Ausstattungen und Geräte von unterschiedlichsten Herstellern
problemlos in den Produktionsablauf integriert werden.
Die Tinte selbst wird
auch in einem Teil des Werks hergestellt, der von einer DisplayStation
2000 von GE Fanuc mit CIMPLICITY HMI gesteuert und überwacht wird.
Die Tintenpatronen werden rund um die Uhr auf neun Fertigungsstraßen
zusammengebaut und mit Tinte befüllt. 30 SPSen mit rund 6000
E/A-Punkten steuern den Ablauf und beliefern das Produktionsüberwachungssystem
mit Daten. CIMPLICITY wurde so weiterentwickelt, dass die
Produktionsdaten in Echtzeit weltweit abgerufen werden können. Zur
Zeit ist dies über einen Webbrowser an sieben Stellen im Werk in
Dundalk und an einer in Rochester, USA, möglich ist.
Zu den Informationen,
die über jede Fertigungsstraße mittels WebView abgerufen werden können,
gehören der jeweilige Maschinenstatus, Produktivitätsstatistiken,
Stillstandzeiten und Zykluszeiten. Abfragen erfolgen über einen
simplen Mausklick, wobei die Daten ständig in Echtzeit aktualisiert
werden. Alarmmeldungen werden automatisch protokolliert und
ausgewertet. Alle Daten werden kontinuierlich von CIMPLICITY für 24
Stunden gespeichert und dann in eine SQL Server Datenbank abgelegt. Die
gefertigten Produkte werden in verschiedenen Phasen des
Produktionszyklus stichprobenartig einer Qualitätskontrolle
unterzogen. Zur Rückmeldung der Prüfergebnisse wird im Prüfbereich
ein CIMPLICITY Viewer eingesetzt. Ein weiterer vernetzter Viewer ermöglicht
die Weiterentwicklung des Systems.
Produktion der
Druckköpfe
Im gleichen Gebäude
wird ein separater Bereich für die Produktion der Druckköpfe
genutzt. Zur Zeit sind 50 SPSen mit 6000 E/A-Punkten an das
Ethernet-Netzwerk der Anlage angeschlossen. Ihre Zahl soll in Kürze
auf ca. 100 aufgestockt werden und auch hier wird die Steuerung und Überwachung
von CIMPLICITY übernommen.
Insgesamt gliedert
sich der Fertigungsprozess, der in ähnlicher Weise wie die
Tintenpatronenproduktion von CIMPLICITY überwacht wird, in 16
Einzelvorgänge. Die Rückverfolgbarkeit der Druckkopfproduktion wird
ebenfalls von CIMPLICITY ermöglicht. Jedes Teil ist mit einem
Strichcode versehen, der von Lesegeräten, die an den SPSen
angeschlossen sind, gelesen wird und mit entsprechenden
Produktionsdaten in der Datenbank abgelegt wird.
Vorteile
McKinney
bringt die Vorteile von CIMPLICITY auf den Punkt: “Die
Client/Server-Architektur von CIMPLICITY hat sowohl die Programmierung
als auch die Grafikentwicklung erleichtert und hat sich zudem als sehr
pflegeleicht erwiesen. Da für die Webfähigkeit kein
Programmieraufwand erforderlich war, hat sich WebView als leicht zu
installierendes und ausgesprochen gutes Instrument für das
Produktionsmanagement herausgestellt. Neben dem direkten Zugriff auf
Daten in Echtzeit hat das Management nun auch bequem Zugang zu
abgelegten bzw. statistischen Informationen. Zur Auswertung der
Datenbank bzw. zur Erstellung von Berichten, in denen zum Beispiel
Schichten, Fertigungsstraßen oder Maschinen gegeneinander verglichen
werden, wird Microsoft Access eingesetzt.”
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