CIMPLICITY HMI feiert süßen Erfolg bei großem Zuckerhersteller in Italien
(Bericht erstellt im Mai 1999)

Italiens führender Zuckerhersteller produzierte 1997 über 794 tausend Tonnen Zucker. Das sind 50% der gesamten italienischen Produktion. Die Zuckersaison dauert allerdings nur vier Monate und das Unternehmen muss seine gesamte Produktion in diesem kurzen, aber hektischen Zeitraum abwickeln.

vergrößerte AnsichtDas Unternehmen hat 12 Werke, die während der Produktsaison rund vier Monate lang, 24 Stunden am Tag, ohne Unterbrechung voll ausgelastet sind. Das Hauptanliegen des Unternehmens in dieser intensiven Produktionsperiode ist eine maximale Produktionseffektivität. Dies konnte durch ein zentrales Überwachungs- und Steuerungssystem mit verteilten SPSen, erzielt werden. Einem kleinen Team von nur vier Mitarbeitern erlaubt es, ohne Reiseaufwand die maximale Produktionseffektivität an 12 verschiedenen Produktionsstandorten sicherzustellen.

Das Konzept
Die Automatisierungssysteme der meisten Werke waren bereits über lokale Netze (LAN) an Überwachungssysteme angeschlossen. Der Lösungsansatz bestand darin, die existierenden lokalen Netze, geographisch zu einem landesweiten Netz (WAN) auszubauen. Dies bedeutet, dass alle von den Überwachungssystemen erfassten Daten sowie die Betriebs- bzw. Diagnosedaten von den SPSen vom Wartungspersonal in der Zentrale abgerufen werden können. Der Zustand der verschiedenen Werke wird überprüft und beurteilt, ohne an die jeweiligen Standorte reisen zu müssen.

Die Lösung
Alle dargestellten Werke sind über ein ISDN-Netzwerk mit der Servicezentrale verbunden. In jedem dieser Werke sind die existierenden Systeme an dieses ISDN-Netzwerk angeschlossen. Die SPSen der Serie 90-30 bzw. 90-70 der jeweiligen Werke sind mit Ethernet-Karten ausgestattet. Die auf CIMPLICITY HMI basierenden Überwachungssysteme tauschen die Daten mit den SPSen unter Verwendung des Standardprotokolls TCG/IP aus. Alle Daten stehen der Zentrale zur Verfügung. Durch den Einsatz von Standardtechnologien wie Ethernet, TCP/IP und ISDN in Verbindung mit der Client/Server-Struktur von CIMPLICITY HMI konnte ohne Entwicklung individueller Softwarelösungen eine verteilte und vollständige integrierte Architektur erzielt werden. Ebenso wichtig war, dass dieses bedeutende Ziel ohne externe Hilfe direkt von Technikern des Unternehmens erreicht wurde. In den zwei Jahren seit Beginn dieses Projekts hat sich diese zentrale Lösung als sehr vorteilhaft erwiesen. Der gleiche Ansatz wird innerhalb des Unternehmens auch für alle neuen oder modernisierten Werke angewendet. Mittlerweile umfassen die installierten CIMPLICITY HMI-Systeme bereits 22 Server (davon zwei mit Serverredundanz) und 28 Viewer.

Die Vorteile
Wartungstechniker haben mit den CIMPLICITY-Viewern Zugriff auf alle Monitore der verschiedenen Werke. Die Entwicklungstools ermöglichen, sowohl die Bildschirmdarstellung als auch die Konfiguration aller CIMPLICITY-Server zu modifizieren. In der gleichen Weise ermöglicht es ein in das Ethernet-Netzwerk integrierte Logicmaster 90 Programmiersystem den Benutzern, Ladder Logic Programme zu modifizieren und an die Zentralprozessoren der entfernten SPSen zu übertragen. Techniker können, falls erforderlich, Fehlertabellen auf den abgesetzten Systemen überprüfen, Diagnosen erstellen und den Elektrikern vor Ort die Vorgehensweise für die möglichst effiziente Lösung eines Problems erläutern. Am wichtigsten ist jedoch die Tatsache, dass dieser hohe Steuerungs- und Überwachungsgrad ohne Reiseaufwand und in Echtzeit erreicht wurde. Insgesamt ergibt sich eine bedeutende Zeitersparnis und eine noch bessere Ausschöpfung der Personalkapazitäten. Die 12 Werke des Unternehmens werden nun von lediglich 4 Personen überwacht und gewartet – dank der Lösung mit CIMPLICITY HMI und verteilten SPSen.

 
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