Maria Theresia von Parádis lebte von 1759 bis 1805 in Wien. Obwohl mit 4 Jahren erblindet, erlangte sie schon in ihrer Jugend Berühmtheit als Sängerin und Pianistin. Kaiserin Maria Theresia war vom Orgelspiel der Elfjährigen so beeindruckt, daß sie ihr ein lebens-längliches Gnadengehalt verlieh. Bei einer Konzertreise, die Maria Theresia von Parádis 1783-1786 durch ganz Europa führte, lernte sie in Salzburg auch Mozart kennen. Er soll sein Klavierkonzert KV456 für sie geschrieben haben.
Neben den bis heute bekannten 12 Reiseliedern komponierte sie auch Klaviersonaten, Kantaten, Singspiele und ein leider verschollenes Klavier-trio. In Wien gründete sie eine "Musikalische Bildungsanstalt" für junge Frauen, aus der viele ausgezeichnete Pianistinnen hervorgingen. Die dort stattfindenden Hauskonzerte waren wichtige gesellschaftliche Ereignisse im damaligen Wiener Musikleben.